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Mühlhäuser Museen bitten um Unterstützung

Schüler erforschen Mühlhausens Industriegeschichte

Dienstag, 24. Februar 2026, 14:33 Uhr
Die Mühlhäuser Museen setzen Anfang März ein erfolgreiches Schülerprojekt zur Industriestadt Mühlhausen fort. Schülerinnen und Schüler der 10. Klasse des Tilesius-Gymnasiums begeben sich auf Spurensuche in der vielfältigen Industriegeschichte der Stadt von Konservenproduktion über Textilindustrie bis hin zu Fahrzeug- und Lederwarenherstellung...

Die Museumspädagogin plant den 2. Teil des Instustriestadtprojektes (Foto: Matthias Nolte, Mühlhäuser Museen) Die Museumspädagogin plant den 2. Teil des Instustriestadtprojektes (Foto: Matthias Nolte, Mühlhäuser Museen)


Die Schülerinnen und Schüler recherchieren Firmengeschichten, erstellen Chroniken, sichten historisches Bildmaterial und sammeln persönliche Erinnerungen. Entstehen wird daraus eine interaktive Karte, die über die Website der Mühlhäuser Museen öffentlich zugänglich sein wird. Ziel ist es, industrielle Standorte, Produkte und Biografien sichtbar zu machen – und ein wichtiges Kapitel Stadtgeschichte neu zu erzählen.



Im Fokus stehen unter anderem folgende Betriebe:
  • VEB Mühlhäuser Konservenfabrik (H. Alberti, Thüringer Sauerkonserven GmbH)
  • VEB Thüringer Pflaumenmus- und Konservenfabrik Mühlhausen / VEB Obst- und
  • Gemüseverarbeitung Mühlhausen / VEB Marmeladenfabrik Mühlhausen („Herthä“, Hermann
  • Thämert)
  • Dampfmolkerei Mühlhausen/Görmar
  • VEB Telelux
  • VEB Metallwaren-Werk (u. a. VEB Kinderfahrzeuge Mühlhausen, ZEKIWA)
  • Westthüringer Kammgarnspinnerei Mühlhausen
  • VEB Lederwarenfabrik Mühlhausen (Johannistal)
  • Druckerei „Thomas Müntzer“ Mühlhausen (VEB (K) Mühlhäuser Druckhaus, Druckerei
  • Fortschritt Erfurt in Mühlhausen)
  • Gebrüder Franke KG
  • Zigarrenfabrik Riebel


Für das Projekt suchen die Mühlhäuser Museen Fotos, Werbematerial, Etiketten, Produkte oder Dokumente dieser Firmen – als Leihgabe oder zur dauerhaften Übergabe. Ebenso werden ehemalige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht, die bereit sind, ihre Erinnerungen in Interviews zu teilen.

„Industriegeschichte besteht nicht nur aus Zahlen und Produktionsdaten, sondern vor allem aus persönlichen Geschichten“, betont die Museumspädagogin Steffi Maass. „Wir möchten die Menschen hinter den Betrieben sichtbar machen.“

Autor: emw

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