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Ein Blick in die Statistik

Wieder mehr Geschwisterkinder

Donnerstag, 09. April 2026, 11:14 Uhr
In Thüringen wachsen wieder mehr Kinder mit Geschwistern auf. Nach aktuellen Ergebnissen des Mikrozensus lebten im Jahr 2024 rund 282.000 Kinder gemeinsam mit mindestens einem Geschwisterkind in ihren Familien...

Anzahl der Geschwisterkinder in Thüringen.  (Foto: Quelle: Statitisches Landesamt) Anzahl der Geschwisterkinder in Thüringen. (Foto: Quelle: Statitisches Landesamt)
Das entspricht 63,5 Prozent aller 445.000 Kinder im Freistaat, wie das Thüringer Landesamt für Statistik anlässlich des Tages der Geschwister am 10. April mitteilt.

Auffällig ist vor allem die Entwicklung im Vergleich zu 2014: Während die Gesamtzahl der Kinder in Thüringen lediglich um 5,6 Prozent zunahm, stieg die Zahl der Kinder mit Geschwistern deutlich stärker – um 22,2 Prozent beziehungsweise 51.000. Damit gewinnt das Aufwachsen mit Brüdern oder Schwestern wieder an Bedeutung.

Die Mehrheit der Geschwisterkinder lebt in klassischen Familienstrukturen. So wohnten 2024 rund 64 Prozent von ihnen bei Ehepaaren. Etwa jedes fünfte Kind (19 Prozent) lebte bei Alleinerziehenden, während 16,9 Prozent in Lebensgemeinschaften aufwuchsen. Im Vergleich zu vor zehn Jahren haben sich diese Anteile kaum verändert.

Ein Blick auf die Haushaltsgröße zeigt zudem Unterschiede zwischen den Familienformen: Kinder von Alleinerziehenden haben seltener Geschwister im selben Haushalt als Kinder, die bei Paaren leben. So lebte 2024 etwa die Hälfte der Kinder von Alleinerziehenden mit Geschwistern zusammen. Bei Lebensgemeinschaften lag dieser Anteil bei 63,4 Prozent, bei Ehepaaren sogar bei 69,2 Prozent.

Auch innerhalb der Familien zeigt sich ein klares Bild: Rund zwei Drittel der Geschwisterkinder wachsen mit genau einem Bruder oder einer Schwester auf. Knapp ein Drittel lebt mit zwei oder mehr Geschwistern zusammen.
Autor: red

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