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Erstmals offizielle zweite Liga

Internationaler Start zur 54. Roland-Rallye

Donnerstag, 16. April 2026, 14:01 Uhr
Thüringens bedeutendste Rallye findet am Samstag rund um Nordhausen statt, die 54. ADAC-Roland-Rallye. Nach drei Siegen in Folge gilt der Schwede Stig Andervang als Favorit, doch die Konkurrenz ist stärker als je zuvor...

Fabian Schulze aus Kleinwechsungen und seine Copilotin Clara Bettge starten in einem Peugeot 208  bei der 54. Roland Rallye (Foto: Cornell Hache/Rallyefieber) Fabian Schulze aus Kleinwechsungen und seine Copilotin Clara Bettge starten in einem Peugeot 208 bei der 54. Roland Rallye (Foto: Cornell Hache/Rallyefieber)

Rallyeleiter Heinz Sievert freut sich über die Aufwertung der traditionsreichen Veranstaltung, die erstmals offiziell zur 2. Liga zählt. Mit 80 Anmeldungen, darunter 14 historischen Rallye-Fahrzeuge, wurde das gute Ergebnis vom Vorjahr erreicht – gegen den Trend und trotz der steigenden Kosten.

„Wir arbeiten seit 20 Jahren erfolgreich mit dem Schotter-Cup zusammen,“ erklärt Sievert. „Wir bieten 60 Kilometer auf abgesperrten Straßen und Wegen an, davon führen 65% über losen Untergrund. Das begeistert Fahrer und Zuschauer gleichermaßen.“

Die Schotter-Cup-Organisatoren haben auch Kontakte ins Ausland geknüpft. Mit Stig Andervang aus Schweden, Petri Reinikainen und Rasmus Tuominen aus Finnland und David Tomek aus Tschechien reisen wieder Piloten aus ganz Europa in den Südharz. Doch auch die deutschen Schotter-Spezialisten peilen Platz 1 an, denn beim diesjährigen Schotter-Cup-Auftakt in Wittenberg musste sich Stig Andervang mit Platz 3 begnügen hinter Dark Liebehenschel, Roland-Sieger von 2019, und Herbert Lösch, Roland-Zweiter von 2025. Die Top-Fahrer treten mit Rally2-Autos an; das sind Kompakt-Autos mit 290 PS starken Motoren (1600 cm³ mit Turbo), mit Allradantrieb und sequenziellem Getriebe.

Mit weniger technischem Aufwand, aber voll motiviert, treten die drei Teams des Nordhäuser MSC bei ihrem Heimspiel an. Fabian Schulze aus Kleinwechsungen und seine Copilotin Clara Bettge starten in einem Peugeot 208 Rally4 mit Frontantrieb und 210 PS. Schulzes Ziel ist, als bester Fahrer ohne Allradantrieb anzukommen – wie schon 2025. Nur 150 PS leisten die beiden VW Polo, mit denen die beiden anderen Teams versuchen, die Klasse bis 1600 cm³zu gewinnen: Max Becker (Ellrich) und Christian Straach (Großwechsungen) sowie Johannes Heldt (Sundhausen) und Heiko Schmidt (Sülzhayn).

Das Organisationsteam vom Nordhäuser MSC haben arbeitsreiche Tage hinter sich. Sie müssen den Einsatz von rund 250 ehrenamtlichen Helfern koordinieren, die behördlichen Genehmigung einholen, die Unterlagen für die Teilnehmer erstellen und die Schotterwege herrichten. Zu den letzten Aufgaben gehört die Gestaltung und der Druck des Programmheftes mit Bildern und Teilnehmerlisten, das die Zuschauer im Rallyezentrum Scheunenhof und an mehreren Tankstellen in Nordhausen und Ellrich kaufen können.

Dreh- und Angelpunkt der Roland-Rallye ist wieder der Scheunenhof im Nordhäuser Stadtteil Sundhausen, direkt an der B 2. Ab Freitagnachmittag treffen die Teilnehmer ein und schlagen auf den Flächen zwischen Pneuhage-Reifendienst und Scheunenhof das Fahrerlager auf. Am Samstag rollt um 11:30 Uhr das erste historische Rallye-Auto, ein Wartburg 312 aus dem Jahr 1966, durch den Startbogen, die modernen „Renner“ starten ab 12:15 Uhr im Minutenabstand, wobei die Favoriten als Letzte auf die Strecke gehen und für Spannung bis zur letzten Sekunde sorgen. Der erste Teilnehmer wird gegen 17:30 Uhr im Ziel erwartet. Am Start und bei der Zielankunft werden alle Fahrer und Fahrzeuge vom Moderator Alfred Gorny vorgestellt.

Die abgesperrten Wertungsprüfungen der Roland-Rallye führen fast nur über Wirtschaftswege; deshalb wird in diesem Jahr nur eine einzige Landstraße für den öffentlichen Verkehr gesperrt: die K 18 zwischen Leimbach und Himmelgarten am Samstag zwischen 10:30 und ca. 18:30 Uhr. Die Umleitung erfolgt über die Landstraße 3080.

Weitere Informationen für Besucher gibt es auf der Webseite des Nordhäuser MSC.
Autor: red

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