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Sa, 20:13 Uhr
04.07.2015

Mehr als 200 Meter Akten der Stasi-Postkontrolle

Allein 214 Meter Aktenmaterial in der Außenstelle Erfurt des Stasi-Unterlagen-Archivs stammen aus der Postkontrolle des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS). Neben konfiszierten oder kopierten Briefen von DDR-Bürgern und Westdeutschen finden sich massenhaft Beschwerdebriefe an führende Politiker und an staatliche Stellen.

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In diesen schimpften die Autoren über die DDR-Verhältnisse, in sachlicher als auch humorvoller Form, aber auch in Fäkalsprache.
Thematisiert wird immer wieder das „Eingesperrtsein im Sozialismus als Sklavenhaltung und die „widernatürliche Teilung des Volkes.

Am 07. Juli um 15.00 Uhr findet die nächste Veranstaltung der Reihe „Stasi-Akte spezial mit dem Thema "Die Postkontrolle der Stasi im Bezirk Erfurt" statt. Dabei werden Beispiele in anonymisierter Form vorgestellt und auch Beschwerde-Post von Stasi-Mitarbeitern über die Korruption innerhalb des eigenen Apparates aus der End-Zeit der DDR verlesen.

Mit einem Rundgang durchs Erfurter Stasi-Unterlagen-Archiv erhalten Interessierte einen Einblick in die Arbeit der Staatssicherheit. Erklärt werden auch Aufbau und Funktion des Archivs und die Nutzung der gesammelten Informationen durch die Geheimpolizei.
Besucher haben die Möglichkeit, einen Antrag auf Akteneinsicht zu stellen. Ein gültiges Personaldokument ist notwendig.
Der Eintritt ist frei.
Autor: red

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