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So, 13:25 Uhr
04.08.2019
Festival-Tipps von der Krankenkasse

Voller Musikgenuss ohne Schäden fürs Gehör

Jedes Jahr locken Musikfestivals allein in Deutschland mehrere Millionen Besucherinnen und Besucher an. Bei allem Spaß an Live- Musik und guten Beats rät die BARMER den Festival-Fans, das eigene Gehör zu schonen...

„Festivals ohne Gehörschutz sind eine enorme Belastung für die Ohren. Dabei beeinträchtigen gut sitzende Ohrstöpsel den Musikgenuss überhaupt nicht. Vielmehr zeigen Forschungsergebnisse, dass man damit bei sehr großer Lautstärke sogar besser hört“, sagt Dr. Christian Graf, der den Bereich Prävention bei der BARMER leitet.

Auf Festivals dröhne die Musik mit einer Lautstärke von 100 bis 110 Dezibel auf das Trommelfell. Das sei so laut wie eine Kreissäge oder ein Presslufthammer und das über Stunden hinweg. Mit Ohrenstöpseln könne man die Lautstärke um einige Dezibel reduzieren. Sich Taschentücher in die Ohren zu stopfen, bringe im Übrigen wenig, denn sie ließen den Lärm fast vollständig durch, sagt Graf.

Mimi Hörtest und Mimi Music

„Nicht nur Festival- und Konzertbesuche können das Gehör belasten, sondern auch zu laute Musik über Kopfhörer aus dem MP3-Player oder dem Smartphone“, so Graf mit Blick auf die im März veröffentlichten Zahlen der Weltgesundheitsorganisation, wonach mehr als eine Milliarde junger Menschen insbesondere durch Lärm wie zu lautes Musikhören von Hörverlust bedroht seien. Vor diesem Hintergrund bietet die BARMER mit dem Berliner Team von Good Hearing im Rahmen der „Initiative zum gesunden Hören“ die Apps „Mimi Hörtest“ und „Mimi Music“ kostenfrei an. Damit könne, so Graf, jeder das eigene Hörvermögen überprüfen und sich über gesundes Hören informieren. Anschließend könne der Klang auf das individuelle Hörvermögen personalisiert werden. Musik klinge dadurch klarer voller und facettenreicher. Musikhören sei so auch bei geringerer Lautstärke ohne Einschränkungen möglich. „Wir wollen mit den Mimi-Apps insbesondere junge Menschen für Hörprävention begeistern und sie zu deren Nutzung motivieren, bevor es zu einer Hörschädigung kommt“, sagt Graf. Die Apps seien bereits jetzt in Deutschland mehr als 345.000 Mal heruntergeladen worden.

Weitere Infos zur Initiative und den Mimi-Apps unter: www.barmer.de/s000880 und unter www.thegoodhearing.org/projekte
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