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Di, 12:17 Uhr
03.09.2019
Konflikte und Verfolgung:

Motive für Flucht nach Europa

Konflikte und Verfolgung bewegten 2015 und 2016 deutlich mehr Menschen zur Flucht nach Europa als wirtschaftliche Gründe oder Naturkatastrophen. Das ist das Ergebnis einer Studie des ifo Instituts. Sie analysiert erstmals umfassend Befragungsdaten von Menschen, die sich 2015 und 2016 auf der Flucht befanden...


77 Prozent der Befragten geben Konflikte im Heimatland als Hauptursache an, 21 Prozent wirtschaftliche Gründe, 2 Prozent Naturkatastrophen oder andere Gründe.

"Unsere Ergebnisse schaffen Transparenz und Objektivität in der Debatte", sagt Panu Poutvaara, Leiter des ifo Zentrums für Internationalen Institutionenvergleich und Migrationsforschung. "Anders als oft angenommen zeigen wir, dass die Flüchtlinge vor den Konflikten, die 2015 und 2016 über das Mittelmeer kamen, besser ausgebildet sind als der jeweilige Durchschnitt in ihren Ursprungsländern. Wir studieren auch, wie sich die Demografie der Flüchtlinge unterscheidet von jenen, die in ihrer Heimat geblieben sind. Darüber hinaus liefern wir Anhaltspunkte für geeignete Integrationsmaßnahmen im Zielland."

Poutvaara und sein Ko-Autor Cevat Giray Aksoy, leitender Ökonom bei der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung, haben die anonymisierten Antworten von Migranten ausgewertet, die zwischen 2015 und 2016 über die Mittelmeerrouten in Europa ankamen. Die Motivation, das Heimatland zu verlassen, ist sehr unterschiedlich, je nachdem woher die Migranten stammen: Mehr als 90 Prozent der Antwortenden aus Afghanistan, Irak, Somalia, Sudan und Syrien flohen aufgrund von Konflikten in ihrem Heimatland, während dieses Motiv für weniger als 10 Prozent der Befragten aus Algerien und Marokko entscheidend war.

Weitere Ergebnisse der Studie geben Einblick in die sozio-demografische Zusammensetzung der Migranten: Mehr als 80 Prozent, die in europäischen Transitzentren interviewt wurden, sind Männer. Zudem verlassen mehr junge Leute ihr Heimatland als alte. Geflüchtete aus Krisenländern sind im Durchschnitt besser gebildet und haben ein höheres Einkommen als diejenigen die zuhause zurückgeblieben sind.

Das gleiche gilt für Frauen, die aus wirtschaftlichen Gründen gekommen sind. Auch sie besitzen eine bessere Bildung als Frauen, die im Herkunftsland geblieben sind. 61 Prozent derer, die in Bulgarien, Kroatien, Griechenland, Ungarn, Nord-Mazedonien, Serbien und Slowenien befragt wurden, gaben Deutschland als Ziel an.
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Kommentare

03.09.2019, 16.21 Uhr
Andreas Dittmar | Schon klar
Wenn ich etwas anderes, wie Konflikt und Verfolgung auf den Asylantrag schreibe, kann ich gleich wieder nachhause fahren. Auch folgende Frage beschäftigt mich : zum großen Teil fliehen laut Studie Männer vor Konflikt und Verfolgung. Was ist dann mit frauen und Kindern ? Sind die nicht in Gefahr oder lässt man die einfach zurück ? Auch der Begriff sichere Länder spielt aus meiner Sicht eine Rolle. Im Falle von Afganistan ist das nicht so ganz nachvollziehbar.

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03.09.2019, 17.14 Uhr
Tora | 77 Prozent
Da sind sie wieder die Blauäugigen. Glauben die Statistiker wirklich an die Glaubwürdigkeit Ihrer Erhebungen? Wer würde denn schon zugeben, dass er nur aus Wirtschaftlichen Gründen die Heimat verlässt?

Natürlich ein paar muss man da schon erwähnen, schon damit man die Statistik einigermaßen als Glaubwürdig verkaufen kann. Ja und mit den vielen Facharbeitern klappt es ja wohl auch nicht so recht. So kann man es mittlerweile in den Verschiedenen Medien hören oder auch lesen. Nur immer weiter so „WIR SCHAFFEN DAS“, die Frage ist nur was. Vielleicht unseren Ruin?

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03.09.2019, 18.54 Uhr
Kama99 | Manche müssen....
...ja noch nicht mal nach Deutschland flüchten. Es gibt ja schon einige "Behördengänger" die hier alles nötige veran-lassen um die deutschen Sozialkassen zu plündern. Etliche Millionen an Kindergeld gehen zum Beispiel nach Rumänien ohne das jemand das Vorhandensein jemals überprüft hat.

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03.09.2019, 20.56 Uhr
Paul
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