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Sa, 17:21 Uhr
23.11.2019
Thüringer Baum für Brandenburger Tor

Der prominenteste Weihnachtsbaum Deutschlands

Erstmals zum 25. Jahr der Deutschen Einheit – und jetzt auch zum 30. Jahrestag des Mauerfalls: Seit fünf Jahren schmückt ein Weihnachtsbaum aus Thüringen das Brandenburger Tor...

Eine 22 Meter hohe Tanne aus Birkenhügel (Südostthüringen) wird das Brandenburger Tor und den Pariser Platz ab dem 1. Dezember in weihnachtlichen Glanz versetzen. Das Berliner Unternehmen lekker Energie GmbH hat dies möglich gemacht und sich bei der Suche nach einem geeigneten Baum auf die Försterinnen und Förster der Thüringer Landesforstanstalt verlassen.

Heute wird die etwa 50-jährige Tanne, rund 0,6 Tonnen schwer, gefällt und mit dem Schwerlastkran auf einen Tieflader verbracht. Am Sonntagabend wird der Schwerlasttransporter Berlin erreichen, wo der Baum rund eine Woche lang geschmückt wird. Forstministerin Birgit Keller: „Der Wald, die Förster und Waldbesitzer haben ein weiteres schweres Jahr hinter sich. Die Folgen des Katastrophen-Jahres werden uns noch lange begleiten. Dass Deutschlands prominentester Baum angesichts des Zustands unserer Wälder aus Thüringen kommt, stimmt mich froh und zuversichtlich, dass das Grüne Herz Deutschlands und der Wald diese Krise überwindet, mit unserer Hilfe“.


Holzfällung mit Kran und Schwerlaster

„Die Herausforderung für die Fällexperten ist es, dass bei der Aktion keinerlei Äste brechen oder gar die Krone beschädigt wird, an der der ganze Baum angehoben wird“, so Volker Gebhardt, ThüringenForst-Vorstand. Ist der Baum erst einmal sicher auf dem Spezialanhänger positioniert, wird er transportfähig gesichert und am morgigen Sonntag nach Berlin speditiert. Um die kritische Liegezeit des Baumes auf dem Spezialtransporter kurz zu halten, wird dieser noch am Montag in Berlin durch das dortige Technische Hilfswerk entladen und umgehend aufgestellt. Sechs Dekorateure benötigen sodann fast eine ganze Woche, um den Baum mit insgesamt 30.000 Lichtern und hunderten Weihnachtskugeln zu schmücken.

Das Weihnachtsbaum-Casting

Aus mehreren Kandidaten wählten Experten der ThüringenForst-AöR schließlich eine Tanne aus Birkenhügel, nahe der thüringisch-bayerischen Grenze. Der Baumbesitzer, Gerhardt Mann, hatte sich schon im Januar 2019 im örtlich zuständigen Thüringer Forstamt Schleiz gemeldet und seinen Baum „vorgestellt“. „Dabei hat ein Baum, will er Deutschlands prominentester Weihnachtsbaum werden, allerhöchsten Ansprüchen nicht nur in Bezug auf Optik, sondern auch auf Stabilität, zu genügen“, so Gebhardt weiter. Zwischen 16 und höchstens 23 Meter hoch sollte er sein, ein rundum volles, kegelförmiges Nadelkleid tragen und keinerlei Holzfehler oder Wuchsanomalien aufweisen.

Zusätzlich muss er am Standort mit einem Schwerlastkran und einem überbreiten Tieflader gut erreichbar sein. Alles das war bei Gerhardt Mann gegeben. Da der imposante Baum sein nahe stehendes Wohnhaus beschattete, trug er sich schon seit Längerem mit dem Gedanken einer Fällung. Jetzt schlägt er zwei Fliegen mit einer Klappe: Der Baum wird gefällt und findet eine herausragende Zweitverwendung als Weihnachtsbaum vor dem Brandenburger Tor.
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Kommentare

23.11.2019, 20.10 Uhr
Kama99 | Gibt es rund....
...um Berlin keine Weihnachtsbäume oder warum muß man einen aus dem Thüringer Wald durch die halbe Republik fahren? Einerseits verlangt man C02 Einsparung und dann so etwas.

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24.11.2019, 06.15 Uhr
Kobold2 | Naja
Nach meiner Beobachtung wachsen rund ums Bundesdorf eher Kiefern......
Die Entfernung von Thüringen nach Berlin, ist auch eher die viertel Republik, als die halbe.
Das Bäumchen im Kanzleramt kommt übrigens aus Hessen .
Man hat wohl, durch den dort vorherrschenden Sandboden ein Defizit in der Baumauswahl..

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24.11.2019, 09.50 Uhr
Mr0815 | Gute kurzzeitige PR Aktion für...
den Waldbesitzer. Aber das war es dann auch schon. Für niemanden der den Baum in Berlin sehen wird, wird ersichtlich sein das der Baum aus Thüringen stammt, wenn man sich überhaupt dafür interessiert. Ich kenne jedenfalls keinen, der vor einem geschmückten Weihnachtsbaum steht und voll Verzückung ausruft: „Ohh, woher mag wohl dieser wunderschöne Weihnachtsbaum stammen?“
In Zeiten von CO2-Bepreisung, in der schon jedes Neugeborene das Armageddon auslösen könnte, stellt Kama99 die richtige Frage nach dem Aufwand/Nutzen, zumal hier wieder ein Baum dem Kreislauf des Sauerstoffs entnommen wurde.

@Trobold2
Dann ist Ihre Beobachtung, gelinde gesagt suboptimal.
Da meine Frau aus dieser Region stammt, kann ich mit Sicherheit sagen, das zumindest ab nördlich von Fürstenwalde über Eberswalde und Bernau, bis hin nach Oranienburg auch Tannen und Fichten wachsen.
Man sollte nicht von der Flora direkt an der A9 und A10 auch Rückschlüsse auf den Baumbestand im Hinterland nehmen.

Somit kommt diesmal zu oberlehrerhaften Attitüden (viertel und halbe Republik (ich empfehle Kama99 das nächste mal genauestens nachzumessen und auf verallgemeinernde Redewendungen zu verzichten, um einen Kommentar ihrerseits obsolet zu machen)) nun auch noch Desinformation.
Und auf den eigentlich tieferen Sinn hinter dem Kommentar, nämlich dem Widerspruch zwischen CO2 - Bepreisung und dem hierfür erfolgten CO2 - Ausstoß wird garnicht eingegangen..

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24.11.2019, 10.41 Uhr
tannhäuser | Ich dachte...
...der nächste wichtigste Weihnachtsbaum im Herzen des lebens- und liebenswertesten Landes ever wird per umweltfreundlichem Katameran über den Atlantik geschippert...Von...Mist, mein Namensgedächnis lässt mich im Stich...

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24.11.2019, 18.13 Uhr
Kobold2 | sie schon wieder Mr0815
Schön daß sie genau wissen, was ich von welchem Standpunkt aus beobachtet habe. Nur ist die Trefferquote ins eigene Knie dabei höher, als ihre Interpretationsgenauigkeit meines Kommentars.
In ihrem unbändigem Drang mich zu kritisieren, leidet leider ihr Leseverständnis.
Das was sie für eine Redewendung halten ist, für mich polemische Übertreibung, um dem fehlenden Hintergrundwissen noch eins drauf zu setzen. Bei mir suchen sie gern das Haar in der Suppe und hier schauen sie halt mal locker drüber weg....... geschenkt!
Für sie nun auch noch mal als Erklärbär....
Die Tatsache, das auch der Baum fürs Kanzleramt nicht aus der Umgebung kommt, lässt für mich den Schluß nahe, das es in der Region an geeigneten Bäumen, die auch gefällt werden können, mangelt!
Ich hoffe aber, das sie mit ihrem Hintergrundwissen über die brandenburgische Forstwirtschaft hier noch für Aufklärung sorgen können?

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24.11.2019, 23.17 Uhr
Mr0815 | Ich zitiere:
„Ich hoffe aber, das sie mit ihrem Hintergrundwissen über die brandenburgische Forstwirtschaft hier noch für Aufklärung sorgen können?“

Diese Frage wurde von mir mit: „...kann ich mit Sicherheit sagen, das zumindest ab nördlich von Fürstenwalde über Eberswalde und Bernau, bis hin nach Oranienburg auch Tannen und Fichten wachsen.“ eigentlich ausreichend beantwortet. Um diese Antwort als Antwort zu erkennen und gegebenenfalls auch zu akzeptieren, benötigt man allerdings auch ein gewisses Maß an kognitiven Fähigkeiten.
Und ja, davon befinden sich auch viele auch in einem für Weihnachtsbäume ausreichenden und ansprechenden Zustand, womit ihr Schluss auch für die Tonne ist.
Ich bin mir aber sicher, die Mitarbeiter der entsprechenden Forstverwaltungen bestätigen ihnen das gerne auch persönlich auf Nachfrage:
https://forst.brandenburg.de/

Was ihren Standpunkt in diesem Thema, als auch ihren Standpunkt im generellen angeht, so scheint der wenig wert zu sein, wenn neben Provokationen und Plattitüden nun auch Unwahrheiten und grober Unfug dabei rauskommen, welcher dazu auch jederzeit widerlegbar ist.
Somit sind sie eher der Experte für Knieschüsse, wenn sie versuchen anderen Lesern eine Banane ans Knie zu nageln und dies auch noch als die einzige Wahrheit darstellen.
Deswegen suche ich auch bei ihnen das Haar in der Suppe, denn wie schon erwähnt, stellt Kama99 in der heutigen Zeit die richtige Frage, während ihr Kommentar jedwede gepflegte Diskussion mit Unwissen im Keim erstickt.

P.S. So leid es mir auch tut, so wie ich mit ihrer Anwesenheit leben muss, werden sie auch mit meiner leben müssen. Im Grunde waren mir ihre Meinungen herzlich egal, es waren halt die Aussagen eines Menschen, der blind in seiner Wohlfühlblase lebt und deswegen seine Empfindungen und Erfahrungen als die einzig wahren ansieht und darstellt.
Aber ihr „feiner Sarkasmus den bloß niemand versteht“ im Beitrag zur Schließung der Kinderarztpraxis in Bad F war der Tropfen im berühmten Fass, da dieser Vorgang mich persönlich tangierte.

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25.11.2019, 12.39 Uhr
Kobold2 | Wenn dieses Zitat
Und die einefache Nennung einer Webseite, ihr Hintergrundwissen ist, dann ist da aber noch Luft nach oben. Der von ihnen abgeschossene Ball fürs Leseverständniss landet damit ohne Umweg wieder im eigenen Tor.
Ich habe hier eine Vermutung, gestützt durch einen weiteren Sachverhalt geäußert. Mehr nicht!
Diese Vermutung kann ich damit bestärken, das weitere, dort benötigte Bäume u.a aus BW und SH kommen! Demnach ist es wohl nicht so einfach die Ansprüche an diesen Vorzeigeobjekten zu erfüllen! All das ist auch für jedermann im Netz nachzulesen, somit Allgemeinwissen.
Das andere ist meine Meinung, zu einer, für mich unangebrachten Übertreibung! Möchten sie mir etwa auch noch meine Meinung vorschreiben, nachdem sie mir letztens schon verschreiben wollten, zu welchem Themen ich mich hier, nach ihrer Meinung, zu äußern habe?
Zu dem, von ihenn ständig wiederholten Sachverhalt bestehen hier durchaus Parallelen.
Aber sie missbrauchen diese Plattform lieber für ihren Kleinkrieg gegen mich , weil sie sich nicht eingestehen wollen, das sie in meinem Fall in einer gedanklichen Sackgasse gelandet sind.

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25.11.2019, 19.44 Uhr
Mr0815 | Ich sag ja...
intellektuelle Defizite eines Internet-Trolls.

Im Gegensatz zu ihnen habe ich mehrere Jahre in Brandenburg gelebt und kann deshalb solche Aussagen aufgrund eigener Erfahrung treffen, ob es ihnen nun passt oder nicht.
Eigene Erfahrungen und Beobachtungen..., sehen sie das ist so ähnlich wie ihre Aussage über den Ausländeranteil von Firmen in der Region. ;-)
Sie hätten anhand der Internetadresse anrufen und eigene Recherchen tätigen können, um ihre Fragen zu beantworten. Ich wüsste nicht, warum ich ihnen diese Arbeit abnehmen sollte, da ihnen meine persönliche Erfahrung nicht gefällt.

Sie sind in allem wissender, besser, intelligenter, erfahrener, schon klar.
Problem ist, das ich anhand der Zeiten ihrer Kommentare davon ausgehe (ich vermute, ich resümiere, ich nehme an), das sie nichts weiter tun, als sich für Trollereien auf NNZ bezahlen zu lassen, um das Klima zu vergiften und interessante Diskussionen schon im Keim zu ersticken, während sie Stütze kassieren. Ein Arbeitnehmer, mit PS-starken Dienstfahrzeug hätte wohl kaum die Muse an einem Donnerstagmittag in der Mittagspause sich rege an Diskussionen auf einer Nachrichtenseite zu beteiligen...

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25.11.2019, 20.27 Uhr
Kobold2 | Die sollten Politiker werden
Wenn sie es nicht schon sind. Im verdehen und negieren von Tatsachen sind sie gut.
Fangen sie doch bitte noch mal ganz oben bei den Kommentaren , dann fällt hier jedem , selbst beim dederzeitigen Nebelwetter auf, wer hier das Klima vergiftet! Ich wüsste auch nicht das hier Kommentare entlohnt werden? Genauso bin ich ihnen nichts über meinen Job bzw. meinen Tagesablauf schuldig.
Bei ihren Mutmaßungen liegen sie , wie immer meinenweit daneben. Es geht sie einfach nichts an, was ich wann und wo mache. Ihr Tagesablauf undJob interessiert mich auch nicht ! Und nochmal , weil sie es nicht wahrhaben wollen. Es ist ganz leicht im Netz zu finden, wie die Bäume ausgesucht werden und genau das deckt sich mit meinen, vorher geäusserten Vermutungen. Die Arbeit nehme ich ihnen auch nicht ab. Das Ergebnis können sie auch wieder negieren, weil es nicht in ihr Weltbild passt. Ihre hier angetragene Webseite sagt dazu aber genau nichts aus!
Für die CO2 Kritiker darf ich sicher davon ausgehen, das sie ihr Bäumchen aus dem regionalen Wald, in Absprache mit den örtlichen Fachkräften, beziehen und nicht von üblichen überregional beziehenden Verkäufern.

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25.11.2019, 20.47 Uhr
tannhäuser | Nächstes Jahr...
...gibt's einen Plastik-Riesenbaum aus China. Sponsored by Huawei!

Und die Kanzlerin schmückt ihn persönlich.

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25.11.2019, 21.01 Uhr
Mr0815 | Und der ist dann auch noch
wiederverwendbar. Perfekt..

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26.11.2019, 07.27 Uhr
Kobold2 | Tja Tannhäuser
Der Preis, den wir eventuell später, für diesen Sponsor zahlen, bleibt als Restrisiko vorerst stehen.
Es könnte uns letztlich preiswerter kommen, einmal im Jahr, 2- 3 Lastzüge durchs Land zu schicken.....
Oder die Bahn wird mal flexibler???
Irgendwas ist halt immer.

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