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Do, 08:49 Uhr
30.04.2020
Energiespar-Contracting

Landkreis schafft es ins Finalee

Die Deutsche Energie-Agentur (dena) unterstützt zehn Kommunen und Bundesländer bei der energetischen Sanierung ihrer Liegenschaften mit Hilfe von Energiespar-Contracting (ESC). Auch der Unstrut-Hainich-Kreis nahm an dem Wettbewerb teil und ist nun unter den Finalisten...

Im mehrteiligen Auswahlverfahren des Modellvorhabens „Co2ntracting: build the future!“ hat der Unstrut-Hainich-Kreis die finale Phase erreicht, bei der er von einer zweijährigen Betreuung profitiert. Die Liegenschaften umfassen im Kreis mehr als 16 Gebäude, darunter Schulen, Berufsschulzentren, Sportstätten.

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Beim Energiespar-Contracting planen und finanzieren externe Dienstleister, sogenannte Contractoren, energetische Sanierungsmaßnahmen und setzen diese mit einer Garantie auf Einsparung für die Bauherren um. Außerdem kümmern sie sich, wenn gewünscht, um die Instandhaltung der Technik und eine optimierte Betriebsführung. Für die Dienstleistung und getätigte Investitionen erhalten sie einen Teil der Kosteneinsparung. Das finanzielle Risiko sowie die Organisation und Umsetzung der Einsparmöglichkeiten liegen allein beim Energiedienstleister.
Die Teilnehmer des dena-Modellvorhabens „Co2ntracting: build the future!“ profitieren von der kostenfreien Begleitung durch erfahrene ESC-Projektentwickler.

„Energiespar-Contracting ist für die öffentliche Hand ein hervorragender Weg, die CO2-Emmissionen und Energiekosten ihrer Gebäude nachhaltig und garantiert zu senken. Damit ist Energiespar-Contracting ein wichtiger Beitrag für die Energiewende im Gebäudebereich. Gerade jetzt, wo es angesichts wirtschaftlicher Unsicherheit stabilisierende Wirtschaftsmaßnahmen braucht, ist das Modell sinnvoll: Es bietet für Auftraggeber hohes Einsparpotential bei geringem Aufwand, davon profitieren beide Vertragspartner – und die Umwelt.“ sagt Andreas Kuhlmann, Vorsitzender der dena-Geschäftsführung.
Ziel des Modellvorhabens „Co2ntracting: build the future!” ist es, die Potenziale des Instruments ESC bekannter zu machen und gleichzeitig die öffentliche Hand beim Erreichen der Klimaziele zu unterstützen. Grundlage für die Auswahl der zehn Finalisten waren die Ergebnisse der ESC-Orientierungsberatungen, die die Projektentwickler in den vergangenen Monaten in 19 Kommunen und Bundesländern durchgeführt haben. Dabei überprüften sie, ob sich alle Liegenschaften, die zuvor in einem umfangreichen Bewerbungsverfahren ausgewählt wurden, für ESC geeignet sind und schätzten mögliche Maßnahmen ab. Weitere Entscheidungskriterien waren etwa die Lage und ESC-Erfahrung im jeweiligen Bundesland, die Umsetzbarkeit sowie die Strahlkraft und Motivation der Kommunen.
„Co2ntracting: build the future!” wird durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestags gefördert. Regionale und lokale Energieagenturen, ein bundesweiter Unterstützerkreis und zahlreiche Experten begleiten das Modellvorhaben.

„Wir sind sehr stolz als Finalist ausgewählt worden zu sein, denn immerhin gab es bundesweit mehr als 20 Bewerber. Ein solches Großprojekt ist insbesondere für unseren Landkreis, der ohne diese Unterstützung durch den Bund, nie in diesem Umfang Sanierungsmaßnahmen auf dem energetischen Sektor in so kurzer Zeit hätte durchführen können, von besonderer Bedeutung.“ so Harald Zanker (SPD).
Mehr zum Thema finden Sie unter www.kompetenzzentrum-contracting.de/modellvorhaben.
Autor: red

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