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Mo, 09:42 Uhr
10.08.2020
Stiftung Lesen gibt Tipps zum Schulstart

Lesenlernen leicht gemacht

Das neue Schuljahr steht vor der Tür und markiert für viele Kinder den Zeitpunkt, an dem sie endlich das Lesen lernen. Für die meisten Schulanfängerinnen und -anfänger ist das Entschlüsseln erster Buchstaben und Wörter aufregend und ein wichtiger Schritt in ihre Eigenständigkeit. Doch bis das Lesen problemlos klappt, dauert es meist viele Monate....

Sabine Uehlein, Geschäftsführerin Programme der Stiftung Lesen, rät Eltern daher zur Gelassenheit: „Lesenlernen ist eine geistige Höchstleistung, die Zeit, Geduld und pädagogischen Sachverstand erfordert. Die Grundschulen sind daher der richtige Ort, um die Leseprofis von morgen zu unterrichten. Es ist nicht nötig, verfrüht und auf eigene Faust mit dem Leseunterricht zu beginnen und den Schulstoff vorwegzunehmen. Allerdings“, ergänzt sie „sind die Eltern wichtige Partner beim Lesenlernen: Nicht nur in Zeiten von Homeschooling sollten sie ihre Kinder beim täglichen Üben unterstützen.“

Damit das mit Freude, Abwechslung und Erfolg gelingt, hat die Stiftung Lesen fünf Elterntipps und eine Empfehlungsliste für Erstlesebücher und -Apps zusammengestellt:

1. Bloß keine Eile
Jedes Kind lernt in seinem eigenen Tempo. Das gilt auch für das Lesen. Manche benötigen etwas länger für die Grundlagen, andere können rasch zu längeren Texten übergehen. Wieviel Zeit ein Kind braucht, ist nicht entscheidend. Viel wichtiger ist, dass es nicht den Mut verliert und Freude beim Lesen entwickelt.

2. Mit Spiel und Spaß
Lesenlernen ist eine ernste Sache, aber vor allem zu Hause sollte der Spaß dabei nicht zu kurz kommen. Eltern können das Buchstabenverständnis ihrer Kinder ganz einfach und spielerisch fördern: Fragen Sie, an welches Tier oder Gericht ein neu gelernter Buchstabe erinnert; legen Sie Buchstaben gemeinsam aus Zahnstochern, Lebensmitteln oder Bauklötzen nach, suchen Sie auf der Straße, im Park oder im Bus nach Buchstaben oder schreiben Sie sich diese mit den Fingern gegenseitig auf den Rücken, um sie zu erraten.

3. Lesenlernen mit Elsa, Ninjago und Superman
Alle Kinder haben eine(n) Lieblingshelden oder -heldin, die sie aus Geschichten, Spielwarensets, Computerspielen, dem Fernsehen oder Kino kennen. Zu fast all diesen Figuren gibt es passende Erstlesebücher. Nutzen Sie die Vorlieben Ihres Kindes und zeigen ihm, dass es auch mit Eiskönigin Elsa, den Ninjago-Kämpfern oder Superhelden lesen lernen kann.

4. Medienvielfalt zulassen
Egal ob Buch, Comic, Zeitschrift, App oder Hörbuch: Kinder wachsen mit einer Vielzahl von Medien auf. Eltern können diese nutzen, um ihre Kinder damit zum Lesen zu motivieren. Ein Buch muss nicht immer die erste Wahl sein.

5. Weiterhin vorlesen
Gemeinsame Vorlesezeit unterstützt den Leselernprozess und stärkt die Bindung zwischen Eltern und Kindern. Zudem sind die Geschichten, die Schulanfängerinnen und -anfänger verstehen, weitaus komplexer und spannender als jene, die sie selbst lesen können. Um den Übergang vom Vorlesen zum eigenen Lesen zu erleichtern, lohnt es sich im Tandem zu lesen. Viele Verlage bieten Bücher an, die stückweise zu zweit gelesen werden können.
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Kommentare

10.08.2020, 18.24 Uhr
Junge21 | Lesen lernen leicht gemacht
Die 5 Punkte klingen vielversprechend.
Ich hoffe, dass dieses unsägliche Konzept: Schreiben nach Hören .. endlich in den Untiefen pädagogischer Unsitte landet.

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