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Mi, 13:48 Uhr
11.03.2026
ADAC Tankstellenbericht

Preissprung an der Zapfsäule

Die Kraftstoffpreise in Deutschland sind im Wochenverlauf steil nach oben gegangen. Zu spüren bekommen die dramatische Verteuerung besonders die Diesel-Fahrer, deren Kraftstoff innerhalb einer Woche um 27,1 Cent je Liter gestiegen ist...

Aber auch Benzin hat sich massiv verteuert: Super E10 kostet aktuell 14,8 Cent mehr als in der Vorwoche. Wie der ADAC in seiner wöchentlichen Auswertung der Kraftstoffpreise in Deutschland ermittelt hat, muss man derzeit für einen Liter Super E10 im bundesweiten Mittel 2,045 Euro (Preis in der Vorwoche 1,897 Euro) bezahlen.

ADAC Tankstellenbericht (Foto: ADAC) ADAC Tankstellenbericht (Foto: ADAC)

Diesel kostet im Schnitt 2,188 Euro (Vorwoche 1,917 Euro) und hat den Benzinpreise sehr deutlich überholt. Damit liegen die Preise beider Kraftstoffsorten gleichzeitig über der Marke von zwei Euro je Liter. Dies war letztmals am 7. September 2022 der Fall.

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Der Ölpreis ist nach einem zwischenzeitlichen Sprung vor zwei Tagen auf zeitweise sogar über 120 US-Dollar je Barrel wieder auf niedrigerem Niveau und liegt derzeit im Bereich von 90 US-Dollar. Angesichts dieser Entspannung auf dem Rohölmarkt erwartet der ADAC, dass die Mineralölkonzerne die Spritpreise ohne Zeitverzug an die günstigeren Rahmenbedingungen anpassen und Kraftstoffe spürbar preiswerter anbieten. Wieder einmal hat sich gezeigt, dass höhere Ölpreise zu einer sehr schnellen Verteuerung an den Zapfsäulen führen können, eine Entspannung beim Rohöl jedoch oftmals langsamer an die Verbraucher weitergegeben wird.

Nach Meinung des ADAC muss die Politik eine vorübergehende Absenkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe prüfen. Ziel muss sein, die zusätzlichen finanziellen Belastungen der Autofahrerinnen und Autofahrer für die Dauer der Krise zu begrenzen. Diesel könnte auf den EU-Mindeststeuersatz für Energie abgesenkt und Benzin vergleichbar reduziert werden. Das würde für ca. 15 Cent Entlastung je Liter Kraftstoff sorgen. Wichtig ist in jedem Fall, dass eine Entlastung vollumfänglich bei den Autofahrerinnen und Autofahrern ankommt.

Der ADAC empfiehlt, sich vor dem Tanken über die Spritpreise an den Tankstellen in der Nähe zu informieren. Eine praktische Hilfe bei der Suche nach günstigen Tankstellen bietet die Spritpreis-App „ADAC Drive“. Hier lassen sich rund um die Uhr die aktuellen Preise an den mehr als 14.000 Tankstellen in Deutschland vergleichen.
Ausführliche Informationen zum Kraftstoffmarkt und aktuelle Preise gibt es unter www.adac.de/tanken.
Autor: red

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Kommentare
Echter Sundhäuser
11.03.2026, 16:20 Uhr
Wetten das...?
Auch dieses Jahr wieder zu Ostern die Preise an der Tanke nach oben gehen werden, da spielt's auch keine Rolle wenn die Mullahs im Iran das Handtuch werfen und die Öltanker wieder ungehindert den Seeweg von Hormus passieren können.
Und das Bundeskartellamt wird wie jedes Jahr nichts zu beanstanden haben...
Eine Krähe hackt der anderen halt kein Auge aus, gilt offensichtlich nach wie vor!
Strandläufer
11.03.2026, 17:46 Uhr
Diese Ohnmacht
Ist am Schlimmsten. Die wissen halt, dass man irgendwann tanken muss um zur Arbeit zu kommen.
Es gäbe viele Möglichkeiten die so schon geschöpfte Mittelschicht zu entlasten.
Und ganz genau: zu Ostern wird noch tiefer in die Taschen gegriffen. Es ist nur noch zum speien. Da wird ja der feuchte Traum der Grünen aus vergangenen Zeiten Wahrheit: 5 Mark/Liter...
Jens W.
11.03.2026, 18:55 Uhr
Wenns so einfach wär
Was, wenn der Staat wirklich die Abgabenlast um 15 cent senkt? Wirkt das wie ein Appell an die Gutmütigkeiit oder Vernunft derer, die die Preise nach oben schnippen ließen und die tun es dem Staat gleich?

Wohl eher nicht.

Und, wenn man sich an die jedes Jahr stattfindenden leidigen Diskussionen zum Bundeshaushalt erinnert, ist auch klar, dass der auf Kante gebügelt ist und keinerlei Spirenzchen für solche Belanglosigkeiten wie Kraftverkehr erlaubt. Das Geld muss also wieder irgendwoanders herkommen, sprich eingenommen werden.

Am Ende wärens bloß ein paar populistische Pluspunkte für die Regierung bei den Wählern. Die 15 cent zahlen die dann halt woanders. Wenn nicht sofort, dann eben später. Die Umsatzsteuer z.B. wär wieder mal ein dankbares Opfer.

Und die Damen und Herren in den Vorständen der wenigen Ölkonzerne feixen sich eins, dass sie mit der Nummer durchkommen.
diskobolos
11.03.2026, 22:53 Uhr
Lohnt die Aufregung wirklich?
Wer z. B. 1000 km pro Monat fährt, tankt dafür ca. 65 l. Steigt der Benzinpreis um 20 ct/l (wie gegenwärtig), macht das 13 € monatlich als Mehrbelastung. Das sind gerade mal 1 ½ Zigarettenschachteln Wenn daran das eigene Lebenskonzept scheitert, stimmt etwas anderes nicht.

Dass Politiker versuchen, durch populistischen Aktionismus Wähler zu gewinnen, liegt in der Natur der Sache. Frau Reiche z. B. hat die Mineralölkonzerne als Schuldige ausgemacht und will das Kartellamt untersuchen lassen. Sie weiß sicherlich, dass dies schon seit Jahren immer wieder gemacht wird. Preisabsprachen wurden schon oft behauptet, konnten aber bisher nie nachgewiesen werden. Dass in einer Marktwirtschaft Preise durch Angebot und Nachfrage entstehen, sollte sich auch bis ins Wirtschaftministerium herumgesprochen haben. Eine tolle Idee ist es auch, festlegen zu wollen, welchen Gewinn eine Firma maximal machen darf. Das wird die Wirtschaft richtig in Schwung bringen.

Wenn Erdöl knapper wird, steigt sein Preis und damit auch die weitere Produkte. Dies durch Steuergelder ausgleichen zu wollen, erhöht letztlich nur die Staatsschulden.

Jahr für Jahr wird behauptet, dass vor den Feiertagen de Sprit teurer wird. In den letzten Jahren habe ich mal darauf geachtet. Ich konnte das nicht bestätigen. Wenn es so wäre, könnte man ja rechtzeitig vorher tanken.cÜbrigens sind die Spritpreise in den letzten 10 Jahren deutlich weniger gestiegen als die Einkommen der AN. Wer andere Daten hat, nur her damit. Man kann solche Dinge nicht gefühlsmäßig beurteilen . . .

Die Ölreserven jetzt anzugreifen ist doch eine Panikreaktion. Die sind eigentlich für den Notfall da und man kann sie nur einmal ausgeben. Was machen wir denn, wenn das Öl viele Monate knapp wird?
Jäger53
12.03.2026, 07:18 Uhr
Ölpreise/Benzinpreise
Es ist schon seltsam wenn der Ölpreis steigt merken man es an den Zapfsäulen das sofort, aber wenn der Ölpreis sinken tut dauert das sehr lange bis die Benzinpreise sinken. Aber die Regierung braucht ja hohe Benzinpreise, denn Sie kassieren ja durch die ganzen Steuern ganz schön ab. Die Gegenmaßnahmen sind doch alle nur Halbherzig und bringen nichts.
Jens W.
12.03.2026, 08:08 Uhr
So ists richtig
Immer schön pauschalisieren, aus dem Kontext ziehn und verharmlosen.

Das ist kein Problem bestimmter Gruppen und es bleibt nicht isoliert auf Kraftstoff.

Z.B. kosten 65 Liter Diesel nicht "nur" 13 Euro mehr als am Tag, an dem die Hände noch mehr aufgehalten wurden. Jetzt, 12. März 2026 08.08 Uhr kostet er an den Tankstellen in Bad Frankenhausen 1,979 € gegenüber 1,639 € am 01. März 2026. Das sind aktuell "günstige" Tankstellen.

Auch Nichtraucher müssen tanken. Und Transporteure jeglicher Coleur werden ihre Kunden sicherlich an den Mehrkosten beteiligen.

Und die vielzitierte Marktwirtschaft mit "Angebote regelt Nachfrage<->Nachfrage regelt Preis" funktioniert hier nicht.

"Du musst fahren, also musst du tanken, also musst du das bezahlen, was wir verlangen!" ist das Prinzip dahinter.
diskobolos
12.03.2026, 12:49 Uhr
Okay,Jens W.,
es war ja auch nur ein Zahlenbeispiel. Ihre Angaben beziehen sich vermutlich auf Diesel (da ist der Verbrauch niedriger) , meine auf E10. Dann sind es bei Ihnen eben 20 €. Auch kein Grund zum Wel untergang. Kaffee ist jetzt auch 30% teurer als vor einem Jahr. Haben sich die Leute da auch so aufgeregt?

Nach dem Ende des Sozialismus regelt der Markt den Preis. Die Politik sollte sich da raushalten. Da die Preise offensichtlich unterschiedlich sind, hat der Käufer die Wahl. Was passiert eigentlich, wenn viele Autofahrer den teuersten Anbieter meiden?
Es kann nicht Aufgabe des Staates sein, alle geopolitischen Risiken (hier: Krieg) mit Steuergeldern auszugleichen. Letzlich wird das alles mit neuen Schulden bezahlt. Da zahlte dann auch der Radfahrer für den Porschebesitzer.

In Österreich soll E10 um 14% teurer geworden sein und Diesel um 25.
Übrigens, was genau ist denn der ominöse „Ölpreis“ im Zeitalter von Futures und Optionen? Für welches Öl, an welchem Ort, zu welcher Zeit in der Lieferkette galt er denn? Vermutlich kann Ihnen niemand sagen, welcher Preis für das Erdöl bezahlt wurde, aus dem Ihr Sprit hergestellt wurde, den Sie heute tanken. Es gibt auch (noch) keine Formel dafür, wie man aus dem "Ölpreis" einen "gerechten" Benzinpreis berrechnet. Das wäre wohl auch das Ende der Marktwirtschaft. . .

Wäre es nicht schön, wenn mal einer etwas erfinden würde, dass Autos ganz ohne Sprit fahren könnten? So mit Sonne oder Wind? Dann hätten sich Wirtschaft und Politik sicher darum gekümmert, dass sich das durchsetzt . . .
Kobold2
12.03.2026, 13:33 Uhr
Ach Jäger53
Die ganzen Steuern beziehen sich sich zum Großteil pro Lite, bis auf die Mehrwertsteuer. Da finde ich, dass die Mehreinnahmen für den Staatshaushalt etwas überschätzt werden. Mehreinnahmen für die Staatskasse gibt es übrigens auch auch bei der nächsten Gehaltserhöhung.
Ob man unbedingt fahren muss, sollte man selbst auch mal hinterfragen. Aber bei dem Thema ist man hier lieber reflexartig beim Daumenklicken, als beim Nachdenken.
Malu-Marie
12.03.2026, 20:00 Uhr
@discobolos -gut gegen die Angstmacherei
Danke an discobolos für die zwei sehr schön berechneten und konkretisierenden Kommentare. Sie helfen sehr gut gegen die Verunsicherung wegen des Spritpreisanstieges und erinnernn nochmal daran, dass es kein Recht auf billigen Sprit gibt, und außerdem, dass hier gerade gefordert wird, dass alle Steuerzahler - auch die nicht Autofahrenden - dazu herangezogen werden sollen, den Spritpreis weiter zu subventionieren. Er wird ja sowieso schon mit der Pendlerpauschale indirekt subventioniert.
Vielleicht wäre es sinnvoller, weniger darüber zu streiten, ob 13 oder 20 Euro viel oder wenig sind, und mehr darüber, warum ein Industrieland 2026 immer noch so abhängig von einem einzigen Energieträger ist, dass ein Preissprung an der Zapfsäule sofort die halbe Republik in Wallung bringt.
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