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Sa, 09:27 Uhr
24.10.2020
Morgen wird die Zeit umgestellt – Tipps für die dunkle Jahreszeit

Zurück zur Winterzeit

Am letzten Sonntag im Oktober gibt es alljährlich eine Stunde geschenkt – dann wird die Uhr von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt und somit von Sommer- auf Winterzeit gewechselt. Ab diesem Zeitpunkt herrscht dann bei uns wieder die mitteleuropäische Normalzeit (MEZ)...

Winterzeit: Am 25.10.2020 wird die Uhr von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt.  (Foto: WetterOnline ) Winterzeit: Am 25.10.2020 wird die Uhr von 3:00 Uhr auf 2:00 Uhr zurückgestellt. (Foto: WetterOnline )


Zeitumstellung - wenn die Uhr anders tickt
Für viele EU-Bürger ist die Zeitumstellung eine lästige sowie teilweise auch körperlich und psychisch belastende Angelegenheit. Sie geraten einfach aus dem Takt. „Müdigkeit, schlechte Laune und Konzentrationsstörungen sind oft die Resultate, wenn der biologische Rhythmus gestört wird. Zwar ist die geschenkte Stunde durch die Umstellung auf die Winterzeit weniger schmerzlich zu verkraften, aber die Zeiger der inneren Uhr drehen sich auch dann langsam hinterher und sind erst nach ein paar Tagen wieder korrekt eingestellt“, erklärt Birgit Heck, Sprecherin der Unternehmenskommunikation von WetterOnline. „Auch schlägt die Tatsache, dass es durch den Wechsel auf die Winterzeit eine Stunde früher dunkel ist und man nun für längere Zeit nur im Dunkeln die Arbeitsstelle verlässt, vielen aufs Gemüt.“

Winterzeit ideal
Über den Sinn und Unsinn, die Uhr zweimal im Jahr auf Sommer- oder Winterzeit zu stellen, wurde stets rege diskutiert. Nach Beschluss des EU-Parlaments soll die Zeitumstellung 2021 abgeschafft werden. Die Umsetzung jedoch steht noch in den Sternen. Allein die Tatsache, dass die Staaten selbst wählen dürfen, ob sie dauerhaft Sommer- oder Winterzeit haben wollen, ist ein großes Problem.

Die Bundesregierung bevorzugt die Sommerzeit. Dabei spricht einiges dagegen. „Die sogenannte Winterzeit passt besser zu unserem Tagesrhythmus“, weiß Birgit Heck. „Morgens wird es früher hell, was das Aufstehen erleichtert und abends schneller dunkel, was beim Einschlafen hilft.“

Gedanke der Zeitumstellung
Birgit Heck erklärt: „Eingeführt wurde die Zeitumstellung ursprünglich, um im Sommer Energie zu sparen. Denn wenn es abends draußen länger hell ist, wird weniger Strom für die Beleuchtung verbraucht, so der Gedanke. Allerdings gleicht sich der Verbrauch im Frühjahr und im Herbst wieder aus, da dann morgens mehr Energie für Licht und Heizung benötigt wird, was die Ersparnisse wieder hinfällig macht.“

Tipps für einen guten Start in den Tag
Für alle Morgenmuffel, denen es mit oder ohne Winterzeit schwerfällt, morgens in die Gänge zu kommen, gibt es einige Tipps, die das Aufstehen erleichtern. Es empfiehlt sich beispielsweise, den Wecker so zu stellen, dass man nach dem Klingeln noch einen Moment ruhig im Bett liegen bleiben kann. Die Augen sollten dabei geöffnet sein, damit sich der Körper auf den Wachzustand einstellen kann. Anschließend sollte man sich ein wenig recken, strecken oder gähnen, um den Kreislauf in Schwung zu bringen. Etwas Radfahren in der Luft aktiviert den Kreislauf zusätzlich. Licht ist ebenfalls ein wichtiger Wachmacher, gerade in der dunklen Jahreszeit: Wenn die Vorhänge geöffnet, Rollos oder Jalousien hochgezogen oder helle Lampen angeknipst werden, fällt Licht auf die Netzhaut und die Bildung des Schlafhormons Melatonin wird gestoppt.
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Kommentare

24.10.2020, 12.30 Uhr
Fönix | Das ist wieder typisch ...
für die ignorante Überheblichkeit, die oft genug für grenzenlose Dummheit steht. Die Zeit wird immer noch vom Lauf der Gestirne bestimmt und nicht von der Bundesregierung. Der ganze Unsinn, der da seit Jahrzehnten mit der Sommerzeit getrieben wird, ist lediglich die Abstraktion der intellektuellen Impotenz, die man auch als inkompetente weil fehlende Sachkenntnis bezeichnen könnte.

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24.10.2020, 12.47 Uhr
Willi 2 | Wiederholung aus o.g. Anlass
"Normalzeit", also MEZ, haben in D nur die Menschen auf dem Längengrad von Görlitz, also im äußersten Osten. An der Westgrenze von D kommt die Normalzeit etwa eine dreiviertel Stunde später vorbei. In Großbritannien ist UT die "Normalzeit". Daraus folgt: Normalzeit für alle gibt es nicht.

Sinnvoll (nicht nur für Menschen mit einer quarzgenauen inneren Uhr) wäre also: Weltweit alle Zeitangaben in UT, aber leben nach der Ortszeit, also 12 Uhr mittags steht die Sonne im Zenit. Abstufungen von 30 min. sollten keinem schaden.

Insgesamt finde ich das Thema überbewertet und langsam auch abgedroschen. Was sollen Schichtarbeiter, Menschen in rollender Woche sagen??

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24.10.2020, 14.14 Uhr
Salz | Winterzeit
Nenne es lieber auch Normalzeit. Hat nicht so Negativen anhaften. Und "Geschenkt" (wie großzügig) bekommen wir keine Stunde.

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