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Sa, 10:03 Uhr
15.01.2022
Verbaucherzentrale

Was tun wenn die Fenster in der Wohnung nass sind?

Winter, Corona, Homeoffice: Derzeit spielt sich das Leben vor allem in den eigenen vier Wänden ab. Neben dem Energieverbrauch steigt dabei auch die Luftfeuchtigkeit in den Räumen an. Spätestens, wenn sich Feuchtigkeit an den Fenstern bildet, ist es Zeit für Gegenmaßnahmen...

Von innen beschlagene Fenster sind ein häufiges Phänomen in der kalten Jahreszeit. Das Kondenswasser entsteht durchs Kochen, Duschen oder Wäschetrocknen. Auch das ganz normale Atmen trägt dazu bei, dass sich Tröpfchen an den Scheiben bilden.

„Die relative Luftfeuchtigkeit sollte einen bestimmten Maximalwert nicht für längere Zeit überschreiten. Nasse Fensterscheiben sind das sichtbarste Warnsignal dafür, dass Schimmelgefahr droht”, sagt Ramona Ballod, Energiereferentin der Verbraucherzentrale Thüringen.

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Der Maximalwert für die relative Feuchtigkeit hängt von der Außentemperatur und dem Dämmstandard des Hauses ab. So kann an kalten Tagen die Obergrenze für schlecht gedämmte Altbauten schon bei 40 Prozent relativer Luftfeuchte liegen, während gut gedämmte Neubauten locker mit 55 Prozent klarkommen.

„Mit einem Hygrometer behalten Sie die Luftfeuchtigkeit gut im Blick. So erkennen Sie bereits während des Lüftens, ob die Raumluft wieder trocken genug ist”, rät Ramona Ballod.

Beratung und Vortrag zu Schimmel in Wohnräumen
Die Art des Lüftens sollte dabei in Abhängigkeit von der vorhandenen Raumfeuchtigkeit gewählt werden. Für eine Basislüftung gilt: Im Winter mindestens dreimal täglich für etwa fünf bis zehn Minuten stoßlüften. Je mehr Menschen sich im Haus oder der Wohnung aufhalten, desto häufiger sollte gerade in der kalten Jahreszeit gelüftet werden. „Wichtig ist: Während der Lüftzeit die Heizung ausschalten. Sonst wird die von der Heizung abgegebene Wärme direkt nach draußen abgegeben“, sagt Ramona Ballod. Feuchte Fensterscheiben sollten regelmäßig mit einem Tuch trockengewischt werden.

„In manchen Fällen reicht Stoßlüften aber nicht aus. Mitunter gibt es auch technische Ursachen für die Feuchtigkeit, zum Beispiel poröse Dichtungen. Unsere Energieberater sehen sich das gerne vor Ort an“, empfiehlt Ramona Ballod. Ein Termin für eine Schimmelberatung kann telefonisch unter 0800 809 802 400 oder unter 0361 555140 (beide kostenfrei) vereinbart werden.

Veranstaltungshinweis: Online-Vortrag „Schimmel in Wohnräumen” am 8. Februar 2022 um 18:30 Uhr. Der Vortrag erklärt die Ursachen, Risiken und Sanierungsmöglichkeiten von Schimmelbefall. Mehr Infos unter www.vzth.de/veranstaltungen.
Autor: red

Kommentare
Ernesto101
15.01.2022, 11.19 Uhr
Wenn der Blinde vom Sehen spricht...
"Die maximale relative Luftfeuchtigkeit hängt von der Außentemperatur und dem Dammstandard ab" Das ist doch der größte Blödsinn den ich im Zusammenhang mit diesem Begriff je gehört habe! Frau Ballod kann scheinbar zunächst nicht einmal zwischen außen und innen unterscheiden. Die relative Luftfeuchtigkeit gibt das Gewichtsverhältnis in Prozent des momentanen Wasserdampfgehalts zu dem Wasserdampfgehalt an, der für die aktuelle Temperatur und den aktuellen Druck möglich ist. Das heißt, wenn ich draußen 0°C habe und innen 20 °C, dann kann ich unterschiedliche relative Luftfeuchtigkeiten haben.
Um Schimmel in der Wohnung zu vermeiden, sollte ich also zunächst einmal konstant heizen und den Wasserdampf durch Lüften aus der Wohnung befördern. Wenn ich allerdings aus Sparwahnsinnigkeit oder durch irrsinnige Empfehlungen wie von Frau Ballod von der Verbraucherzentrale nicht oder zu wenig heize, dann habe ich ganz sicher Schimmel in der Wohnung. Und ganz nebenbei: undichte Fenster verursachen Energieverluste, wenn es draußen kälter ist als innen. Schimmel oder feuchte Fensterscheiben verursachen sie hingegen nicht!
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