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Di, 18:00 Uhr
10.05.2022
„MÄCHTIG unfair"

Weltladen Sondershausen fordert gerechte Preise

Eine Welt Laden in Sondershausen - Aktion "MÄCHTIG unfair" (Foto: Jana Groß) Eine Welt Laden in Sondershausen - Aktion "MÄCHTIG unfair" (Foto: Jana Groß)
Zum Weltladentag am 14. Mai fordern hunderte Weltläden bundesweit, dass die Gewinne entlang globaler Lieferketten gerechter verteilt werden müssen. Unter dem Motto „MÄCHTIG unfair" zeigen sie die negativen Auswirkungen niedriger und Erzeugerpreise auf...

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Auch der Weltladen Sondershausen beteiligt sich mit einer Aktion an der bundesweiten Kampagne des Weltladen-Dachverbandes. Schon seit einigen Tagen ist im Schaufenster in der Burgstraße eine besondere Dekoration zum Thema zu sehen.

Weitere Bausteine der Ausstellung können im Laden zu den Öffnungszeiten erkundet werden. Finden Sie heraus, was ein Holzzug, eine Lupe oder eine Kaffeemühle mit unserem Konsumverhalten zu tun haben.

Am Freitag, den 13.Mai von 9 bis 13 Uhr, lädt das Team des Weltladens zu einer größeren Aktion in die Burgstraße ein, um darauf aufmerksam zu machen, dass viele Produzentinnen und Produzenten weltweit kein existenzsicherndes Einkommen aus dem Handel mit ihren Produkten erzielen.

Oft decken die Preise, die die Produzentinnen und Produzenten für Kaffee, Kakao, Bananen oder Milch erhalten, nicht einmal die Produktionskosten. Durch die aktuell steigenden Verbraucherinnen und Verbraucherpreise merken wir auf dramatische Weise, wie wichtig existenzsichernde Einkommen und Löhne sind, sowohl in Deutschland als auch weltweit. In der Regel profitieren die großen Unternehmen von den Gewinnen, während die Produzenten um ihre Existenz kämpfen, weil entlang globaler Lieferketten ein extremes Macht- und Verhandlungsungleichgewicht herrscht.

Die Fair-Handels-Bewegung setzt sich für eine rasche Nachbesserung des im Mai 2021 beschlossenen „Gesetzes zur Stärkung der Organisationen und Lieferketten im Agrarbereich" ein, welches die gravierendsten unlauteren Handelspraktiken verbietet. „Die Bundesregierung sollte schnellstmöglich ein Verbot von Preisen unterhalb der Produktionskosten in Deutschland einführen und sich für eine gerechtere Verteilung der Wertschöpfung entlang der Lieferkette einsetzen", fordert Anna Hirt, politische Referentin beim Weltladen-Dachverband in Mainz.

Uns als Weltladen ist es wichtig, mit unseren Aktionen auch weiterhin ein Zeichen für globale Gerechtigkeit und die Menschenrechte zu setzen. Daher freuen wir uns im Rahmen unserer Ausstellung auf den Austausch mit den Bürgerinnen und Bürger in Sondershausen.

Weitere Informationen:
  • Kontakt: Eine Faire Welt Sondershausen, Burgstraße 6
  • faire-welt-sdh@posteo.de
Autor: emw

Kommentare
Echter-Nordhaeuser
11.05.2022, 09.00 Uhr
"Große Unternehmen profitieren"
Der Verbraucher zahlt mehr und mehr wenn es geht noch mehr, bei den Produzenten kommt das Geld meist sowieso nicht an. Die großen Unternehmen rammeln sich die Tasche voll ohne Ende. Die Gerechtigkeit wurde schon vor vielen Jahren abgeschafft.
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