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Mo, 12:54 Uhr
06.06.2022
DIW-Studie beleuchtet raschen Ausbau von Wärmepumpen

Wärmepumpen verringern Erdgasabhängigkeit

Ein forcierter Umstieg von Gasheizungen auf Wärmepumpen reduziert nicht nur die Abhängigkeit von russischen Erdgaslieferungen. Gesamtwirtschaftlich gesehen könnten – je nach Höhe des Gaspreises - sogar Kosten eingespart werden...

Zu diesen Ergebnissen kommt eine Studie der Abteilung Energie, Verkehr, Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), die im vom Bundesforschungsministerium geförderten Kopernikus-Projekt Ariadne entstanden ist.

 DIW Berlin Wärmepumpen brauchen Strom – Erneuerbare können ihn liefern (Foto: DIW Berlin Grafik) DIW Berlin Wärmepumpen brauchen Strom – Erneuerbare können ihn liefern (Foto: DIW Berlin Grafik)

Wärmepumpen machen Umweltwärme zum Heizen von Wohnungen nutzbar. Dafür benötigen sie Strom. „Eine wichtige Rolle für einen beschleunigten Umstieg auf Wärmepumpen spielt daher die Erhöhung der erneuerbaren Stromerzeugung“, so Studienautor Wolf-Peter Schill. „Insbesondere der Ausbau der Photovoltaik kann die wachsende Stromnachfrage befriedigen, denn die Kapazitäten der Windkraft dürften im betrachteten Zeitraum nicht beliebig steigerbar sein.“

Derzeit wird rund die Hälfte aller Wohnungen in Deutschland mit Erdgas beheizt. Bei Neubauten ist die Wärmepumpe aber auf dem Vormarsch – im vergangenen Jahr wurde in knapp der Hälfte der neuen Wohnungen eine Wärmepumpe installiert. Damit stieg ihre Zahl bis Ende 2021 auf rund 1,4 Millionen.

Mit einem Open-Source-Stromsektorenmodell haben die DIW-ÖkonomInnen Schill, Alexander Roth, Carlos Gaete-Morales, Adeline Guéret, Dana Kirchem und Martin Kittel in verschiedenen Szenarien für das Jahr 2030 durchgerechnet, wie sich der Stromsektor und die Kosten für den Ausbau von Wärmepumpen entwickeln.

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Im ambitioniertesten Szenario würden dann insgesamt rund 7,5 Millionen Wärmepumpen knapp ein Viertel der gesamten Raumwärme und des Warmwassers liefern. Dafür würde der Stromverbrauch gegenüber einem Referenzszenario mit 1,7 Millionen Wärmepumpen um neun Prozent steigen. Setzt man dabei auf Solarenergie, müssten die Photovoltaik-Kapazitäten um knapp ein Viertel ausgeweitet werden. Im Gegenzug könnte Erdgas im Umfang von 15 Prozent der russischen Importe des Jahres 2021 eingespart werden.

Die DIW-ForscherInnen gehen davon aus, dass jede zusätzliche Wärmepumpe ein erdgasbasiertes Heizungssystem ersetzt. Dabei zeigt sich: Je höher der Preis für Erdgas, desto lohnender ist eine Umstellung auf Wärmepumpen. Ergeben sich bei einem Erdgaspreis von 30 Euro je Megawattstunde und einem CO2-Preis von 130 Euro je Tonne noch geringfügig höhere gesamtwirtschaftliche Kosten für Wärmepumpen, sind diese bei einem Erdgaspreis von 60 Euro je Megawattstunde bereits deutlich niedriger als bei Erdgasheizungen. Zuletzt lag der Erdgaspreis teils deutlich über diesem Wert und dürfte angesichts der geopolitischen Lage dauerhaft höher bleiben, als er es in den vergangenen Jahren war.

„Ein koordiniertes Bündel von Maßnahmen für den Umstieg auf Wärmepumpen würde die Importabhängigkeit von Erdgas erheblich reduzieren.“ Alexander Roth
Fehlende Produktionskapazitäten und Fachkräfte
Um den Umstieg zu unterstützen, sehen die StudienautorInnen die Politik in der Verantwortung. „So sollten künftig etwa Abgaben und Umlagen auf Stromtarife so gestaltet werden, dass sie dem Ausbau von Wärmepumpen nicht im Wege stehen“, empfiehlt Studienautor Roth. Von großer Bedeutung ist es den WissenschaftlerInnen zufolge auch, Produktionskapazitäten für Wärmepumpen zu erweitern, mehr Fachkräfte auszubilden, finanzielle Förderprogramme anzuschieben, und die Energieeffizienz im Gebäudebestand deutlich zu steigern. „Ein koordiniertes Bündel von Maßnahmen für den Umstieg auf Wärmepumpen würde die Importabhängigkeit von Erdgas erheblich reduzieren, einen wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz leisten und wichtige industriepolitische Impulse setzen“, bilanziert Roth.
Autor: red

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Kommentare
Echter-Nordhaeuser
06.06.2022, 17:52 Uhr
"Was kommt danach"
Erst sollten Kohle und Holzöfen verschwinden dann haben die Leute auf Öl und Gas umgestellt und heute wieder etwas anderes.
Wir bauen auf und reißen nieder das gibt Arbeit immer wieder.
henry12
06.06.2022, 20:11 Uhr
Erdgasabhängigkeit verringern ?
Wieso, weshalb, warum ? Ich habe nichts gegen das Erdgas. Am wenigstens das aus Rußland. Ist es eigentlich nur ein Zufall, das sich die Ukraine gerade mit Rußland bekriegt, wo die Grünen ihre kranken Träume zur Wirklichkeit werden lassen möchten ?
Heizen mit Wärmepumpe geht bei mir leider nicht.
Muss ich dann in Zukunft frieren ? Baerbeck, übernehmen Sie.
grobschmied56
06.06.2022, 23:11 Uhr
Mit 'windigem' Strom und Null-Energie aus Solarmodulen...
... werden die Wärmepumpen der Zukunft betrieben! Ist mir völlig klar. Dann wird eben nur noch einmal pro Woche im November, Dezember oder Januar die Bude auf 'Komfortable 12° C aufgeheizt' - den Rest der Zeit bringt man mit einem Eiszappen an der Nase, drei Pullovern und der Winterjacke drüber knapp überm Gefrierpunkt zu.
'Für die Freiheit kann man auch mal frösteln...' oder so ähnlich äußerte sich ein Politik-Darsteller, der im Monat etwa soviel 'Ehrensold' bekommt, wie ein durchschnittlicher Rentner im ganzen Jahr. Da kann man schon mal gehörig auf den Pudding kloppen und aufs Ideologie-Blech dröhnen.
Mein Trost, die rot-grün-Verstrahlten, die solchen grünen Mist ganz toll und sexy finden, die werden sich ebensolche Frostbeulen an den Allerwertesten holen, wie ich.
Kobold2
07.06.2022, 01:45 Uhr
Genau den Weg
Ist unsere Regierung in den letzten Jahren gegangen, Henry.
Hauptsache billig, egal woher oder von welchem Despoten, oder Diktator.
Egal was man damit für Entwicklungen begünstigt und welche Schieflagen man damit schafft ...
Das Ergebnis ist bekannt....
Kobold2
07.06.2022, 17:23 Uhr
Man sieht
Hier an den monotonen Wiederholungen ganz gut , wer nur nachplappert und von der Materie keine Ahnung hat.
In Verbindung mit PV und Speicher hat man eine fast autarke Lösung um sein Häuschen zu heizen. Dieser Speicher kann z.T. sogar das von vielen verhasste E-Auto sein.
Wird schon praktiziert. Ja, wer möchte denn sowas nicht????
Ich hoffe doch das die Kuh unseres groben Schwarzmalers bei guter Gesundheit ist.
Nicht das mal durch Dunkelheit, Glatteis Futtermangel, etc, oder eine einfache Erkältung des guten Nutztiers, der Morgenkaffe schwarz getrunken werden muß, weil der Schluck Milch ausbleibt.
grobschmied56
07.06.2022, 19:37 Uhr
Wem es in kommenden Wintertagen...
... mal zu frisch werden sollte in den eigenen vier Wänden, der möge sich vertrauensvoll an Diplom-Physiker Kobold wenden. Der weiß genau, wie man die paar lumpigen Kilowattstunden, welche man im Winter zum Heizen braucht im sonnenreichen Sommer einfängt und speichert. Hut ab! Ich verneige mich tief. Warum ist er noch nicht Berater unseres Klima-Wirtschafts-Wohlfühl-Ministers?
Nur noch eine Frage der Zeit.
Kobold2
07.06.2022, 20:09 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Verstoß gegen AGB
Kobold2
07.06.2022, 21:07 Uhr
Einfach mal
Mit der Technik befassen und nicht ständig überzogene Halbwahrheiten zum Besten geben.
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