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Mo, 14:38 Uhr
06.06.2022
Statement der Thüringer Umweltministerin

„Windfrieden“ mit der CDU

Nachdem die CDU in Thüringen ihren Gesetzentwurf zu den Abstandsregeln für Windräder einbringen will herrscht große Aufregung bei Rot-Rot-Grün. Anja Siegmund schwingt in ihrem Statement auch wieder die AfD-Keule …

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Zur geplanten Abstimmung im Thüringer Landtag über einen Gesetzentwurf zu pauschalen Abstandsregelungen bei Windenergie erklärt Energieministerin Siegesmund:

"Die CDU in Thüringen sollte ihren bisherigen Antrag vertagen, um in einen konstruktiven Dialog zu treten. Das Sondierungspapier aus Nordrhein-Westfalen ist tragfähig. Auch in Thüringen muss in Zeiten der fossilen Energiepreiskrise vor allem die Versorgungssicherheit durch den Ausbau der erneuerbaren Energien gestärkt werden. Ein Windfrieden, wie ich ihn der CDU anbiete, muss die Verfahren rechtssicher machen, den Ausbau der Erneuerbaren anschieben und die Menschen stärker beteiligen. Dazu sind wir im Gespräch. Die CDU in NRW zeigt, dass der Ausbau der erneuerbaren Energien, wie auch im neuen EEG festgeschrieben, von überragendem öffentlichen Interesse ist. So hatte das Bundesverfassungsgericht vor über einem Jahr schon entschieden: Klimaschutz hat Vorrang zum Schutz künftiger Freiheiten. Der Ausbau der Erneuerbaren muss dabei rechts- und versorgungssicher und preisstabil sein.

Mit pauschalen Ausschlusskriterien würde sich die Thüringen CDU ausgerechnet mit der AfD in der destruktiven Ecke verschanzen. Das wäre eine folgenschwere Fehlentscheidung, über den Thüringer Horizont hinaus. Den Ausbau von Erneuerbarer Energie ausgerechnet in diesen Zeiten blockieren zu wollen, ist zudem wirtschaftsfeindlich und klimaschädlich. Die Unternehmen wissen längst, dass erneuerbare Energien zu einer innovative Standortpolitik gehören. Energieintensive Unternehmen wie in Südthüringen pochen auf mehr Wind- und Solarenergie, um zukunftssicher planen zu können - insbesondere die energieintensive Glasindustrie mit ihren rund 7000 Arbeitsplätzen. Verhinderungspolitik können wir uns schlicht nicht leisten. Je mehr Fläche ausgeschlossen wird, desto weniger bleibt für regionale Wertschöpfung und die Erreichung der Klimaziele übrig. Das gilt für das Waldgesetz mit starrem Verbot von Windenergie selbst auf Schadensflächen samt Wiederaufforstungsprogramm ebenso wie für starre Abstände zu Bebauungen, inklusive Gewerbegebiete. Noch stocken die Planungs- und Genehmigungsverfahren. Auch da braucht es mehr Tempo, sowie beim Ausbau der Netze und Speicher, inklusive der Wasserstoff-Infrastruktur. Der Bund hat begonnen, auch hier der richtigen Rahmen zu setzen
Autor: osch

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Kommentare
sputnik
06.06.2022, 15:28 Uhr
Siegesmund und Windanlagen nicht grundlasttauglich
Es ist nach wie vor immer noch so, dass mit Solarenergie und Windenergie keine Grundlast-Sicherheit gegeben ist und gegeben werden kann. Das sollte auch der Ministerin zumindest durch ihre wissenschaftlichen Berater erklärt und vielleicht auch klar geworden sein. Tja, nun hat sie ein Dilemma: Merkel sagte schon Atomkraft weg und "Pfui" und die Grünen wollen "Kohleausstieg" ganz schnell. Kohleausstieg würde ich ja auch noch mitgehen! Aber was sind die Alternativen um eine Grundlast dauerhaft sicherzustellen? Darauf hat die Ministerin auch keine Antwort oder will durch ihre "grüne Brille" auch keine haben. Habek spinnt auch nur dummes Zeug rum und hat keine eigenen brauchbaren Ideen und Lösungen. Vielleicht sollte man dann doch gestandene Techniker und Wissenschaftler, die was auf dem Gebiet verstehen, in die nächste Bundesregierung auf solche Ministerposten wählen?
Örzi
07.06.2022, 11:10 Uhr
sehr windig
Da die AfD sich für eine Abstandsregelung von Windrädern zu Wohnbebauungen einsetzt, scheint mir ein solches Ansinnen faschistisch zu sein. Allein deshalb dürfen Abstände keinesfalls festgeschrieben werden. Windräder gehören in die Dörfer und Städte hinein. Jeder, der in unmittelbarer Nähe solcher Anlagen wohnt, weiß die sich ergebenden Vorteile zu schätzen.
grobschmied56
07.06.2022, 20:09 Uhr
Am Morgen erzählen sie uns einen vom Pferd...
... mittags den von der Waldfrau und am Feierabend kommt der Hammer - der Witz von der 'Wirtschafts-Feindlichkeit'. Die Grünen übertreffen sich selbst im Fach 'Unfreiwillige Komik'. Wie die Glasindustrie in Thüringen eine stabile Produktion organisieren will - mit ein paar putzigen Windrädchen, die je nach Wetterlage mal viel, mal wenig und mal gar keinen Strom liefern, das ist das ganz persönliche Geheimnis der grünen Frau Siegesmund. Die Glasindustrie braucht für ihre Arbeit als Energieträger vor allem GAS.
Hier ein Zitat von Zeit-online:
'In elf riesigen Behältern rund um den Rennsteig brodelt es. Genauer gesagt: Tausende Tonnen flüssiges Glas, 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche, bei rund 1600 Grad Celsius. Der Energiebedarf dafür ist gewaltig: 1,3 Terawattstunden Erdgas brauchen die Werke von Wiegand-Glas in Südthüringen und Oberfranken jährlich, erzählt Geschäftsführer Nikolaus Wiegand. Das sind rund 0,1 Prozent des Gesamtverbrauchs in Deutschland. Mit acht Millionen Glasbehältern täglich stellt das Unternehmen nach eigenen Angaben rund ein Viertel der deutschen Produktion - und steht nun vor einem Problem.

Mit Beginn des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine habe sich der ohnehin schon hohe Preis für das Gas vervierfacht. Und mit dem drohenden Förderstopp aus Russland droht der Glasindustrie noch Schlimmeres: Versiege der Gasstrom von heute auf morgen, würde das Glas kalt und aushärten. Die elf Schmelzwannen wären dann nicht mehr zu retten - ein Millionenschaden. "Normalerweise laufen die 10 bis 12 Jahre, werden dann kontrolliert gelöscht, abgelassen und neu aufgebaut", sagt Wiegand. Kurzfristig sei das schwer machbar - schon allein, weil es nur wenige Spezialfirmen gebe, die sich damit beschäftigen.'
Zitat Ende.
Und dieses Debakel will die fachkundige und schlaue Frau Siegesmund nun verhindern, indem sie Abstandsregeln für Windrädchen abschafft.
Der Herr erhalte der Dame ihre Einfalt, wenn die sie auch noch verläßt, dann steht sie ganz alleine da.
Kobold2
07.06.2022, 21:19 Uhr
nicht zu retten
Sind wohl die Leser von diesen dauernden Spam Kommentaren die nur eines haben , geht nicht,funktioniert nicht, umd weiter wie immer.
"Wirtschafts feindliche" Grünen Politik funktioniert seit vielen Jahren in BW sehr gut.
Von Wiederholungen wird das auch nicht besser.
Langsam sollte der letzte verstanden haben, daß wir die Rechnung für eine verfehlte Wirtschaftspolitik und Globalisierung der letzten Jahre zahlen. Fehlende Weitsicht und Nachhaltigkeit haben bei Gier und Hauptsache billig, wenig Platz. Nur schnelles Umdenken ist nicht jedermanns Sache und ein 'weiter so' macht es auf keinen Fall besser.
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