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Fr, 22:20 Uhr
12.04.2024
FSV Preußen Bad Langensalza wählte neuen Vorstand

Zufrieden und weiter hungrig

Nach nur 75 Minuten war alles gesagt, in einer kürzeren Zeit als ein Fußballspiel dauert. Die Mitglieder des Fußballsportvereins Preußen in Bad Langensalza zeigten auf ihrer Wahlversammlung eine seltene Einigkeit und viel Vertrauen in ihre Führung …

Alt und jung in trauter Eintracht üf den FSV Preußen: Der neue Vorstand im Gruppenbild (Foto: oas) Alt und jung in trauter Eintracht üf den FSV Preußen: Der neue Vorstand im Gruppenbild (Foto: oas)

Benno Harbauer heißt der alte und neue Vorsitzende des Thüringenligisten aus der Kurstadt. Er wurde wie alle vorgeschlagenen Führungskader einstimmig von den vierzig stimmberechtigten Mitgliedern gewählt. Und auch wenn es einem Berichterstatter eigentlich nicht zusteht, ein persönliches Urteil abzugeben, sei hier gesagt: Das ist das Beste, was dem Verein passieren kann.

Fast zweihundert Kinder und Jugendliche schwitzen und trainieren in den schwarz-weißen Trikots der Preußen, allein bei den Kleinsten von fünf bis zehn Jahren sind es 130 Aktive, so dass in der nächsten Saison einige dritte Mannschaften der jüngsten Altersklassen gemeldet werden können. Die elf Mannschaften im Nachwuchsbereich stehen zukünftig im Fokus eines Sportlichen Direktors, der seit dem 1. April die „Preußen-DNA“ wieder in die erste Herrenmannschaft führen soll. Dafür haben sich Harbauer und seine Mitstreiter niemand Geringeren als Max Domeinski gesucht, den legendären „Capitano“ der letzten, so erfolgreichen Jahre in der Thüringenliga. Dass diese seit acht Jahren vom Flaggschiff des Vereins behauptet wird und in den letzten vier Jahren ohne jegliche Abstiegssorgen, darauf war Benno Harbauer zu Recht stolz in seinem Jahresbericht. Wie auch auf die Tatsache, dass der Verein finanziell solide aufgestellt ist und sorgenfrei in die Zukunft schauen kann. Selbst während der verheerenden Corona-Zeit sei die Preußen-Familie gewachsen und und noch enger zusammengerückt. Auch die zweite und dritte Herrenmannschaft als Kaderschmieden und Auffangbecken für Spieler aus den umliegenden Orten Nägelstedt und Großvargula verdienten den Respekt der Preußen-Mitglieder und insbesondere die Damenabteilung, die auf dem Sprung steht erste Titel zu holen und sich immer besser und intensiver in den Verein einbringt. Alle Nachwuchsteams werden professionell trainiert und der FSV Preußen kann seine geforderten acht Schiedsrichter ins jährliche Rennen schicken, was längst keine Selbstverständlichkeit mehr ist.

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Alle Rechenschaftsberichte, auch die zu Finanzen und der Jugendarbeit wurden einstimmig abgesegnet, sowie auch die Beitragserhöhung um einen Euro pro Monat für die Mitglieder des Vereins. Der größte einspartige Sportverein der Stadt rangiert damit immer noch in der untersten Kategorie im Kreisvergleich. Ganze sieben Euro müssen die Erwachsenen, nur fünf die Kinder und Jugendlichen im Monat berappen.

In der Diskussion zu den Berichten meldete sich Volker Pöhler, Preuße und erster Beigeordneter der Stadt, und versprach, sich auch weiterhin für den Neubau des Sozialgebäudes einzusetzen, das im Gegensatz zum Hauptplatz des Stadions in einem beklagenswerteren Zustand sei. Den dringenden Handlungsbedarf in dieser causa hatte auch Harbauer in seinem Bericht schon thematisiert.

Klaus Oppel und Michael Brzezek amüsieren sich über ihr Geschenk von Benno Harbauer (v.l.n.r.) (Foto: oas) Klaus Oppel und Michael Brzezek amüsieren sich über ihr Geschenk von Benno Harbauer (v.l.n.r.) (Foto: oas)

Unter herzlichem Applaus wurden die langjährigen Vorstandsmitglieder Klaus Oppel, Jörg Weißenborn und Michael Brzezek verabschiedet und ihnen für ihre Arbeit mit einem kompletten Bierset der Marke „Preußenbier“ gedankt. Der Umbruch für die Zukunft manifestiert sich in einer Erweiterung des Vorstands, die Verantwortung soll auf mehr Schultern verteilt werden, junge, engagierte Neuvorstände ergänzen nun das bewährte Team um Benno Harbauer, seine Stellvertreter Alexander Böcklin und Sebastian Becker, Jugendwart Torsten Otto und Schatzmeister Egon Göthling. Fabian Hirsch aus Nägelstedt, Paula Schröder für die Mitgliederverwaltung, Kai-Uwe Döbel für die Sponsoren-Akquise sowie Sebastian Meinberg und Sandro Schütze für die Jugendabteilung sind nun im Preußen-Vorstand, wo ebenfalls Markus Fromm als Presseverantwortlicher, Pauline Schröder für die Damenabteilung, aber auch Bernd Katzenmeier und Jens Freytag weiterhin aktiv sein werden.

Der alte und neue Vorsitzende Benno Harbauer betonte in seinem Schlusswort, dass es in Zukunft nicht einfach werde für den Verein, er sich aber über so motivierte Mitarbeiter im Vorstand freue und selbst auch weiterhin hoch motiviert sei, den FSV Preußen mit seiner großen sozialen Verantwortung in der Stadt zu neuen Erfolgen zu führen. „Bleibt sportlich, bleibt Preußen!“, rief er seinen Mitstreitern zu und schon am morgigen Samstag will die erste Mannschaft um 15 Uhr im Premierenheimspiel gegen den Aufsteiger Blau-Weiß Neustadt für neue positive Schlagzeilen sorgen.
Olaf Schulze
Autor: osch

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