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Mi, 13:19 Uhr
18.12.2024
Studie zu syrischen Fachkräften

80.000 arbeiten in Berufen mit Fachkräftemangel

Rund 80.000 syrische Fachkräfte arbeiten in Berufen, in denen es nicht genügend Bewerber gibt, etwa in der Krankenpflege, Kraftfahrzeugtechnik oder Bauelektrik, zeigt eine neue Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Sie tragen wesentlich dazu bei, die Fachkräftelücke auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu verringern...


Seit dem Sturz des Assad-Regimes in Syrien ist eine intensive Diskussion über die mögliche Rückkehr der knapp eine Million in Deutschland lebenden Syrer entbrannt. Viele von ihnen sind mittlerweile fester Bestandteil des deutschen Arbeitsmarkts. Nahezu 80.000 syrische Fachkräfte arbeiten in sogenannten Engpassberufen, also in Bereichen, in denen Stellen besonders schwer zu besetzen sind, weil es nicht genügend qualifizierte Fachkräfte gibt.

Viele Syrer arbeiten im Gesundheitswesen
Allein in der Gesundheits- und Krankenpflege sind 2.157 syrische Fachkräfte beschäftigt. Hier bleiben derzeit mehr als sieben von zehn Stellen offen, weil Fachkräfte fehlen. Insgesamt waren rund 5.300 Syrer als Ärzte angestellt – eine Rückkehr in ihr Herkunftsland würde den Fachkräftemangel in der medizinischen Versorgung in Krankenhäusern und Arztpraxen deutlich verschärfen.

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Als Kfz-Mechatroniker waren zwischen Juni 2023 und Mai 2024 durchschnittlich über 4.000 Syrerinnen und Syrer sozialversicherungspflichtig beschäftigt. In diesem Bereich fehlten gleichzeitig mehr als 16.000 Fachkräfte – fast sieben von zehn offenen Stellen konnten rechnerisch nicht besetzt werden. Auch in Berufen, die dringend gebraucht werden, um den Klimawandel zu gestalten, arbeiteten viele Syrer: Dazu zählen beispielsweise die Bauelektrik, die Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik oder der Metallbau. Hier ist der Bedarf groß: So blieben in der Bauelektrik zuletzt acht von zehn offenen Stellen unbesetzt, bundesweit fehlten mehr als 18.000 Fachkräfte.

Mit einem Durchschnittsalter von nur rund 26 Jahren tragen die in Deutschland lebenden Syrer dazu bei, den auch demografisch bedingten Fachkräftemangel in Deutschland künftig abzufedern. Viele junge Syrer beginnen eine Ausbildung – bereits 2019 stellten sie die größte Gruppe unter den nicht-deutschen Auszubildenden.

Bleibeperspektiven schaffen
„Erwerbstätige Syrer sind eine Stütze für den deutschen Arbeitsmarkt“, sagt IW-Experte Fabian Semsarha. „Umso wichtiger ist es, dass sie eine langfristige verlässliche Bleibeperspektive bekommen.“ Klare politische Rahmenbedingungen seien notwendig, um sowohl Unternehmen als auch den Beschäftigten langfristige Planungssicherheit zu gewährleisten.

Die komplette Studie finden Sie hier .
Autor: psg

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Kommentare
Kat
18.12.2024, 14:44 Uhr
Syrien Fachkräfte
Oha, und in Syrien werden keine Ärzte benötigt? Ich habe erst letzte Woche einen Bericht gesehen, in welchem ein Papa verzweifelt beklagte, dass sein Kind sehr krank sei, es aber keine Ärzte vor Ort gibt
Alles sehr einseitig betrachtet. Nicht falsch verstehen, auch ich schätze es, wenn ausländischen Mitbürger hier arbeiten und sich so integrieren, aber jede Medaille hat 2 Seiten.
Frank Tabatt
18.12.2024, 20:24 Uhr
Die Geschichte vom Fachkräftemangel kann man kaum noch hören
Alle Regierungen seit der Wiedervereinigung versagen im Bezug auf eine ausgewogene Familienpolitik , Bildung unserer Kinder und bewusster Berufsorientierung. Hätte man zur Wiedervereinigung erfolgreiche Leistungen der DDR übernommen und uns nicht komplett ihr System übergestülpt, hätten wir heute genug Nachwuchs , keine oder kaum eine Fehlorientierung bei der Berufslenkung - nicht jeder Schüler muß Abi haben und dann irgend etwas teilweise perspektivloses studieren . Eine handwerkliche Ausbildung ist auch sehr wichtig , wie wir inzwischen von unseren Politexperten erfahren .
Auf den ständigen Zuzug ausländischer Fachkräfte zu setzen ist sehr unsicher und den Ländern gegenüber aus denen sie hier her kommen ungerecht - die brauchen ihre Fachkräfte sicher noch dringender wie wir.
Paul
18.12.2024, 20:32 Uhr
80.000 ???? Woooo.....
Also hier in der Stadt sehe ich die Ausländer den ganzen Tag nur rumlungern und einkaufen. Ich will nicht bezweifeln das hier ein paar Vereinzelte arbeiten, aber das sind verschwindend Wenige und mit der Meinung stehe ich bei Weitem nicht alleine da, nicht das gleich wieder falsche Schlüsse gezogen werden. Und gerade jetzt braucht Syrien jede Menge Leute zum Aufbau, also ab nach Hause und das so schnell wie möglich. Dadurch werden nähmlich auch die deutschen Steuerzahler entlastet wenn ein paar Milliarden Steuergeld eingespart wird.
Wie Bitte
18.12.2024, 21:33 Uhr
@Paul
Da würden Sie sich aber ganz schön umgucken, wenn plötzlich alle Syrer, welche in Deutschland einen Job gefunden haben, Ihrem Wunsch folgend unisono von heute auf morgen nach Syrien zurückkehren würden.
Die arbeiten bei uns nämlich in Jobs und für Löhne, die kein Deutscher haben will oder dafür frühs aufstehen würde.
Kobold2
18.12.2024, 22:13 Uhr
Ja Meinung
und Realität Paul, sind halt zwei Seiten
Ich hab nun schon oft berichtet, daß ich viele Firmen kenne, in denen man Kerndeutsche fast suchen muss, einschließlich der Firma in der ich selbst angestellt bin.
Wenn man sich natürlich nur an der Bahnhofstraße orientiert, ist man recht abseits der Realität. So weit bekannt, sind in Deutschland allein ca.6 Prozent der Ärzte mit syrischer Abstammung tätig.
Da wirds hier ganz schön spannend, wenn der Großteil wieder zurück geht.
Das übergestülpte System hat man 1990 ganz freiwillig , trotz Warumg gewählt und mit der fehlenden gesellschaftlichen Akzeptanz und s hle hter Entlohnung hat man sich das schon länger sichtbare Defizit im Handwerk selbst geschaffen. Da braucht man sich nicht wundern wenn man lieber sein Abi macht und studiert.
grobschmied56
18.12.2024, 23:21 Uhr
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