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Sa, 09:23 Uhr
19.07.2025
Funklöcher:

Vier von fünf Deutschen klagen über Netzprobleme

79 Prozent der Deutschen haben mit Funklöchern zu kämpfen, wenn sie unterwegs surfen oder telefonieren. Im Vergleich zu 2024 ist die Gesamtzahl der Funkloch-Erlebnisse damit gestiegen, regelmäßige Netzausfälle oder -abbrüche werden jedoch etwas seltener moniert. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vergleichsportals Verivox...


Besonders betroffen: Junge Menschen und Familien mit Kindern
Unter jungen Menschen zwischen 18 und 29 Jahren sind 94 Prozent von Funklöchern betroffen. Über alle Altersgruppen und Familiensituationen hinweg geben 79 Prozent der Befragten an, unterwegs Netzausfälle oder -abbrüche zu erleben – 17 Prozent davon regelmäßig und 34 Prozent gelegentlich. In der mittleren Altersgruppe zwischen 30 und 49 Jahren beklagt fast jeder Vierte regelmäßige Netzlücken (24 Prozent), in der Altersgruppe ab 50 Jahren jeder Zehnte. Nur 19 Prozent der Deutschen geben an, beim Surfen oder Telefonieren unterwegs keine Funkloch-Erlebnisse zu haben.

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Es gibt auch signifikante Unterschiede je nach Lebenssituation: 90 Prozent der Menschen, die in einem Haushalt mit Kindern leben, monieren Funklöcher. Ein wichtiger Einflussfaktor hierfür ist die Mobilität. 81 Prozent der Personen, die regelmäßig zu einem Arbeits-, Ausbildungs- oder Betreuungsplatz pendeln, kämpfen mit Netzproblemen – unter den Nicht-Pendlern sind es nur 65 Prozent. Je größer der Haushalt, desto häufiger wird im Schnitt gependelt. Wer öfter unterwegs ist, hat auch vermehrt mit Funklöchern zu kämpfen.

Vergleich zu 2024: Funkloch-Erleben hat kaum abgenommen
Im Frühjahr 2024 hatte Verivox schon einmal nach dem mobilen Nutzererlebnis der Deutschen gefragt. Damals gaben 74 Prozent an, bei der Netznutzung unterwegs Ausfälle oder Abbrüche zu erleben – also fünf Prozentpunkte weniger als im Mai 2025. Heute geben 34 Prozent derjenigen mit Netzproblemen an, gelegentlich im Funkloch zu stecken, 2024 waren es 29 Prozent. Lediglich die Zahl derer, die regelmäßig mit Funklöchern kämpfen, ist innerhalb eines Jahres von 18 auf 17 Prozent zurückgegangen.

„Das Schließen der letzten Funklöcher ist eine Herkulesaufgabe für die Netzbetreiber“, sagt Verivox-Telekommunikationsexperte Jörg Schamberg. „Dennoch ist es erschreckend, dass gelegentliche Funkloch-Erlebnisse sogar zugenommen haben, obwohl die Zahl der Pendler unter den Befragten leicht rückläufig ist.“

Die meisten Menschen pendeln im städtischen Raum
44 Prozent der Befragten geben an, meistens in der Stadt unterwegs zu sein, darunter besonders viele junge Menschen. 22 Prozent sind eher im ländlichen Raum unterwegs. Ein Drittel bewegt sich sowohl in dicht als auch in dünn besiedelten Regionen.

Dazu Jörg Schamberg: „Nicht zuletzt wegen der vielen jungen stadtnahen Pendler überrascht es nur auf den ersten Blick, dass die Funklocherfahrungen in Stadt und Land um lediglich fünf Prozentpunkte abweichen: Die Quote in der Stadt liegt bei 80 Prozent, auf dem Land bei 85 Prozent. Netzlücken sind also keineswegs auf ländliche, schwer erschließbare Regionen beschränkt.“

Methodik
Die verwendeten Daten basieren auf einer Online-Umfrage der Innofact AG im Auftrag von Verivox, an der im Mai 2025 insgesamt 1.017 Personen teilnahmen. Die Umfrage ist bevölkerungsrepräsentativ in Bezug auf Alter, Geschlecht und Bundeslandzugehörigkeit. Als „Pendler“ werden diejenigen bezeichnet, die angegeben haben, mindestens zwei Mal die Woche mit einem Fahrzeug unterwegs zu sein, um an einen Arbeits-, Ausbildungs- oder Betreuungsplatz zu kommen. Im März 2024 wurden dieselben Fragen insgesamt 1.010 Personen gestellt.

Gefragt wurde: Sind Sie an mindestens zwei Tagen pro Woche mit einem Fahrzeug unterwegs, etwa, um zu einem Arbeits-, Ausbildungs- oder Betreuungsplatz zu pendeln? / Befinden sich die Strecken, die Sie häufiger zurücklegen, eher im städtischen Raum oder auf dem Land? / Wenn Sie unterwegs mit dem Smartphone surfen oder telefonieren: Hatten Sie schon einmal mit Netzausfällen oder -abbrüchen zu kämpfen?
Autor: red

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Kommentare
P.Burkhardt
19.07.2025, 17:34 Uhr
Kann ich überhaupt nicht bestätigen...
...ich bin nun wirklich viel in unserem schönen Land unterwegs, auch in sehr ländlichen Regionen.

Ich glaube, dass es vielleicht eine Frage des Netzanbieters ist. Die Frage kann der Artikel jedoch nicht beantworten.
G.Auer
19.07.2025, 21:40 Uhr
Es ist so,
dass es im ländlichen Raum mit der Verbindung manchmal noch problematisch ist. Es gibt da schon noch "dunkle" Ecken. Telefonieren geht mitunter, aber bei mobilen Daten wird es schon schwierig. Wenn ich z.B. aus dem Bereich meines häuslichen Wlans im Garten ca. 20 m vom haus entfernt sitze, geht mi Surfen auf'm Handy nix mehr. Das war schon vor 10 Jahren in den weiten Wäldern Finnland besser. Irgendwann wird es in dieser Richtung in Deutschland auch moderner.
mbmbo
21.07.2025, 07:56 Uhr
Mobilfunknetz
Deswegen heißt es ja auch Netz. Das hat eben Löcher. Wäre es flächendeckend, wäre es eine Mobilfunkdecke. 🤪
P.Burkhardt
21.07.2025, 08:43 Uhr
um meine These zu untermauern...
(These: Netzabdeckung ist abhängig vom Netzbetreiber.) ...verweise ich auf die Seiten der Bundesnetzagentur. Dort gibt es eine interaktive Übersichtskarte, bei welcher die Netzabdeckung der einzelnen Anbieter (in den verschiedenen Bandbreiten 2G-5G) angezeigt wird, sowie eine Funklochkarte, die ebenfalls auf Netzbetreiberebene bis auf einzelne Anwohnerstraßen herunter anzeigen kann, wo welche Netzabdeckung besteht.

Zusammenfassend kann man daraus ableiten:
5G / 4G-Abdeckung :

Telekom: 81,9 Prozent / 91,7 Prozent
Vodafone: 69,9 Prozent / 91,3 Prozent
O2: 87 Prozent / 68,7 Prozent
1&1 setzt auf dem Vodafone-Netz und derzeit noch auf dem O2-Netz auf (national Roaming) und betreibt vereinzelt auch eigene Masten. 1&1 plant bis 2030 eine Abdeckung von 50 Prozent.

Daraus kann man ableiten, dass "ECHTE" Netzprobleme (also gar kein Empfang) nur an sehr wenigen Stellen auftreten. Wer natürlich immer 5G-Empfang braucht (wozu auch immer) ist da bei Vodafone (und damit auch 1&1) eben etwas eingeschränkter als bei der Telekom.

Ich schließe daraus, dass die 4 von 5 Nutzern auf eher hohem Niveau klagen....
RWE
21.07.2025, 11:41 Uhr
P.Burkhardt
Natürlich ist die Abdeckung vom Anbieter abhängig. Und wer im Ausland ein besseres Netz erlebt, bekommt es durch das sogenannte Roaming. Man wird halt mit einem verfügbaren Netz verbunden. Das muss aber nich bedeutet, dass zum Beispiel im schönen Finnland alle Anbieter eine gleichmäßige Abdeckung bieten können. Aber natürlich brauchen wir überall 5G. Internet ist einfach eine Selbstverständlichkeit. Und da geht es eben nicht nur darum, dass man im Wald Netflix schauen kann. Es geht um das IoT, dem Internet der Dinge. Oder wie soll das autonome Fahren mit seinen Riesenmöglichkeiten ohne schnelles Internet vorankommen? Frau Karliczek hatte und hat nämlich Unrecht. In Zukunft braucht eben jede Milchkanne Internet. Für manche ist Internet eben auch heute noch Neuland, und das ist der Grund, warum wir hoffnungslos von den Amerikanern und den Chinesen, aber auch von anderen Europäern abgehängt sind.
Kobold2
21.07.2025, 11:47 Uhr
Klagen auf hohem Niveau
Kann man aus den Daten ableiten, aber wenn man z.B. seit Anbeginn (ca 30 Jahre) zwischen Schersental und Badra anbieterunabhängig, oder auf der B4 im Grass, oder Richtung Bad F. zwischen Berka und Bendeleben, oder auf dem Autobahnzubringer zu meinem Firmenstandort, oder in zahlreichen Tunneln von der Außenwelt abgeschnitten ist, dann halte ich das anbieterübergreifend für ein sehr niedriges Niveau. Speziell die Defizite in Tunneln halte ich für fahrlässig und im Schwarzwald ist es z.T. eine Katastrophe.
Im Aussland geht das wesentlich besser.
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