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Sa, 09:27 Uhr
19.07.2025
Meine Meinung

Schrumpft die Kanzlermehrheit bald auf 240 Abgeordnete?

So wie es Grüne und Linke schon lange forderten, hatte die SPD auf ihrem letzten Parteitag beschlossen, ein AfD-Verbot anzustreben. Für die CDU könnte ein derartiges Ansinnen ein fatales Eigentor werden. Meint nnz-Kolumnist Achit Tölle...
 
 
Zuständig für ein solches Verbotsverfahren wäre der 2. Senat des Bundesverfassungsgerichts. Da genau in diesem aktuell drei Richterposten vakant sind, hätte die Wahl der zu besetzenden Posten und der damit resultierenden Veränderung der Zusammensetzung des Gerichts möglicherweise weitreichende Folgen. Eine politische Neutralität muss aber stets gewahrt bleiben und darf nicht parteipolitischen Interessen geopfert werden. Schließlich besteht in Deutschland das Prinzip der Gewaltenteilung.
 
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Denn im Falle eines eventuellen Erfolges des Verbotsverfahrens gegen die AfD würden deren 151 Abgeordneten aus dem Bundestag ausscheiden. Das hieße, der Bundestag würde auf 479 Mitglieder schrumpfen und die Kanzlermehrheit läge dann nicht mehr wie aktuell bei 316, sondern lediglich bei 240 Parlamentariern. Da die SPD, die Grüne und die Linke aktuell gemeinsam über 269 Sitze verfügen, besäßen sie dann eine deutliche Kanzlermehrheit und könnten eine Koalition der links-grünen „Nationalen Front“ bilden.
 
Unter diesen Bedingungen und mithilfe eines konstruktiven Misstrauensvotum nach Artikel 67 GG sowie einem Koalitionsvertrag zwischen SPD, Grünen und Linken könnte Lars Klingbeil ins Kanzleramt gehievt werden und so ohne Neuwahlen bis zur nächsten regulären Bundestagswahl 2029 regieren. Die Deutsche Linke Republik wäre vollendet.
 
Durch diesen cleveren Schachzug wäre nicht nur die AfD komplett verschwunden, Friedrich Merz und die Union wären abgestraft, gedemütigt und als zukünftige Opposition mehr als zahnlos.
 
Ein Festhalten an den vorgeschlagenen Kandidatinnen ist aus Sicht der SPD nachvollziehbar und erklärt deren aktuelle hitzige Reaktionen auf den Gegenwind der CDU. Für diese hingegen wäre die Zustimmung zu den SPD-Kandidatinnen und zum Verbot ein AFD der Beginn des Abstieges in die Bedeutungslosigkeit.
Achit Tölle
Autor: red

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Kommentare
Flitzpiepe
19.07.2025, 13:02 Uhr
Ich glaube
der Autor braucht sich über so ein Szenario keine Gedanken machen. Sollte es (hoffentlich) zu einem Verbotsverfahren kommen, würde das Jahre dauern. Im Moment gebe ich der Regierung nicht mehr Zeit als der Ampel davor, da die Streitereien schon jetzt enorm sind.
Der Söder wird es schon schaffen mit seinen Fädenziehen im Hintergrund...
Nur das Ziel ist mir unklar.
Muggefug
19.07.2025, 13:32 Uhr
Gewaltenteilung??
Die gibt's schon lange nicht mehr.
Richter dürften kein Parteibuch haben.
Wie will man da unparteiisch entscheiden.
Die AFD zu verbieten würde bedeuten das man deren Wähler ignoriert.
Wir hatten in der Geschichte Parteiverbote....ist das nicht schief gegangen??
Solange in der Politik gelogen wird, Wahlversprechen nicht eingehalten werden,verstehe ich jeden der vielleicht auch nur aus Protest AFD wählt.
Macht vernünftig Euren Job,dann klappt's vielleicht auch bei der nächsten Wahl besser, allerdings glaube ich nicht mehr daran.
free Gigi
19.07.2025, 16:42 Uhr
Flitzpiepe
Keine Sorge, ein Verbot wird nicht durchkommen!
Ossiflüsterer
19.07.2025, 17:47 Uhr
Sehr geehrter Muggefug,
vielen Dank für ihre Frage! Da die Frage sich direkt auf den Artikel bezieht, beantworte ich diese gerne, ohne mich dem Vorwurf des Chats auszusetzen.

Die Gewaltenteilung ist dadurch gewährleistet, dass eine Trennung der Judikative und der Legislative erfolgt. Denn sobald Richter Angehörige eines gesetzgebenden Organs werden, ruht deren Tätigkeit des Richteramts. Demnach können sie nicht zeitgleich Aufgaben einer rechtsprechenden und gesetzgebenden Gewalt sein.

Wie Sie bereits anmerken, weist die Geschichte der BRD seit ihrer Gründung genau zwei Parteiverbote auf. Dies betrifft zum einen das Verbot und die Zerschlagung der direkten NSDAP-Nachfolge, der Sozialistische Reichspartei sowie das Verbot der KPD. In Bezug auf die aktuell geführte Debatte eines AFD-Verbots könnte ich mir vorstellen, dass ähnlich wie seinerzeit die Nähe der KPD zur SED heute die Nähe der AFD zu Putins Partei Einiges Russland einen Ausschlag geben könnte.

Der Artikel des Herrn Tölle zeigt aber eben auch wieder auf, weshalb ein Verbotsverfahren durchaus – auch gegen parteipolitische Überlegungen der CDU – Aussicht auf Erfolg hätte. Denn es offenbart sich hierin und in ihrer Anmerkung zum Parteibuch nicht nur der Wunsch, Zweifel am Rechtsstaat zu säen und seit der Gründung der BRD etablierte Verfahren und Tatsachen in Frage zu stellen, sondern auch die verfassungsfeindlich-faschistische Bestrebung, einer Minderheit – in diesem Fall der Minderheit der Rechtsprechenden – ein im Grundgesetz verankertes Recht, in diesem Fall das in Artikel 21 verankerte Recht eines jeden Bürgers, einer demokratischen Partei beizutreten und ein politisches Amt anzustreben, zu entziehen.
BerndLuky
19.07.2025, 18:08 Uhr
Die..
SPD, CDU, Grüne und Linke haben es nicht einmal geschafft, die NPD zu verbieten – und jetzt wollen sie sich an einer noch größeren Partei die Finger verbrennen? Wie dumm sind diese Pseudo-Demokraten eigentlich? Haben die jeglichen Bezug zur Realität verloren?

Ich bin übrigens auch für ein Verbot –
aber mein Verbot würde SPD, Grüne und Linke treffen.
Die CDU erledigt sich unter Merz ja ohnehin gerade selbst und dies finde ich sogar sehr gut.
rasska86
19.07.2025, 19:41 Uhr
Ossifluesterer
Der letzte Satz mit 76 Worten und fünf mal Komma zeigt mir , dass der Antwortkommentar inhaltlich Nähe Null geht .
Was soll das aussagen ?
Lautaro
19.07.2025, 20:25 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Gehört nicht zum Inhalt, Verstoß gegen die AGB
Jäger53
20.07.2025, 07:35 Uhr
AfD
Das ist Deutschland ,die einzige Partei die sich traut die Wahrheit auszusprechen zu verbieten. Besser währe es mit der AfD zusammen zu arbeiten. Oder hat man schon Angst vor der
nächsten Bundestagswahl.
Kobold2
20.07.2025, 09:00 Uhr
Welche Wahrheit?
Das wir mit Kernkraft, billigen Strom hätten, oder Putins ohne Sanktionen Putins Kriegeskasse füllen sollten, um eine rosige Zukunft zu haben, das die Grünen Schuld sind, das China unsere E Autos nicht will?
Das die CDU lieber der Industrielobby hörig ist, sollte man hier seit den 1. Gesamtdeutschen Wahlen wissen. Aber Wahrheiten sind halt oft unbequem. Man sucht lieber Schuldige, als Lösungen.
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