Mi, 17:08 Uhr
06.08.2025
Große Freude in Hornsömmern
Handwerkliche Präzision und gelebte Denkmalpflege
Die Sanierung wurde erfolgreich abgeschlossen: das Fachwerk der Kirche St. Maria in Hornsömmern präsentiert sich nun in eindrucksvoll erneuertem Zustand...
Ein wichtiger Moment für die Kirchengemeinde Hornsömmern: Die Sanierungsarbeiten am historischen Fachwerk der evangelischen Kirche St. Marien sind abgeschlossen. Das denkmalgeschützte Bauwerk zeigt sich wieder in seiner historischen Schönheit.
Vor rund einem Jahr wurde der symbolische Fördervertrag über 15.000 Euro durch Lars Ludwig, Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), und Corinna Heller von der Staatlichen Lotterie Thüringen überreicht. Beide zeigten sich bei der Übergabe der Bronzetafel zur Erinnerung an die Förderung sehr erfreut über den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahme.
Die Sanierung des 1652 errichteten Fachwerkaufsatzes, in dem der Glockenstuhl untergebracht ist, wurde mit großer fachlicher Sorgfalt durchgeführt. Architektin Susanne Kreil-Kremberg vom Planungsbüro artifex erläutert: Desolate Hölzer wurden bebeilt, ergänzt und, wo nötig, ausgetauscht, Verbindungen fachgerecht wiederhergestellt und der konstruktive Holzschutz überarbeitet. Auch Gefache, Fensterschiebeläden und Öffnungen wurden erneuert bzw. gesichert, wie Jana Grüling, Baureferentin des Kirchenkreises, ergänzt.
Jana Grüling (Baureferentin Kirchenkreis Mühlhausen), Superintendent Christian Beuchel, Lars Ludwig (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Peter John (Vorsitzender des Gemeindekirchenrates), Corinna Heller (Thüringer Staatslotterie) und Susanne Kreil-Kremberg (Planungsbüro artifex) - bei der Übergabe der Bronzetafel an der Kirche St. Marien in Hornsömmern. (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Mühlhausen)
Insgesamt sind rund 100.000 Euro in die Sanierung investiert worden – davon 40.000 Euro aus Fördermitteln der DSD, des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie sowie der Vereinigten Kirchen- und Klosterkammer. Weitere 60.000 Euro stammen aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises.
Peter John, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, nahm die Bronzetafel dankbar entgegen und wird sie am Eingang der Kirche anbringen. Ein weiterer Schritt ist geschafft, freut sich John, der auch für die Gemeinden Haus- und Mittelsömmern verantwortlich ist.
Superintendent Christian Beuchel betont die Bedeutung solcher Maßnahmen: Es ist unsere Aufgabe, die Kirchen so zu schützen, dass wir sie der nächsten Generation übergeben können. Er regt zudem an, generell über erweiterte Nutzungsmöglichkeiten nachzudenken – etwa als Ort für Bürgerversammlungen oder Vereinsaktivitäten. Gerade kleinere Dörfer, die über keine geeigneten Versammlungsräume verfügen, könnten hiervon profitieren.
Aktuell dient die Kirche vor allem als Raum für kirchliche und weltliche Trauerfeiern, da die kommunale Trauerhalle derzeit nicht nutzbar ist. Wichtig ist der Gemeinde dabei, dass das Kreuz auf dem Altar sichtbar bleibt – als klares Zeichen für die sakrale Bedeutung des Ortes.
Ein Blick in die Geschichte zeigt: Ab den 1970er Jahren fanden in St. Marien keine Gottesdienste mehr statt. Erst in den 1990er Jahren begann die Gemeinde mit der behutsamen baulichen Nutzbarmachung des Kirchenraums.
Autor: redEin wichtiger Moment für die Kirchengemeinde Hornsömmern: Die Sanierungsarbeiten am historischen Fachwerk der evangelischen Kirche St. Marien sind abgeschlossen. Das denkmalgeschützte Bauwerk zeigt sich wieder in seiner historischen Schönheit.
Vor rund einem Jahr wurde der symbolische Fördervertrag über 15.000 Euro durch Lars Ludwig, Ortskurator Erfurt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), und Corinna Heller von der Staatlichen Lotterie Thüringen überreicht. Beide zeigten sich bei der Übergabe der Bronzetafel zur Erinnerung an die Förderung sehr erfreut über den erfolgreichen Abschluss der Baumaßnahme.
Die Sanierung des 1652 errichteten Fachwerkaufsatzes, in dem der Glockenstuhl untergebracht ist, wurde mit großer fachlicher Sorgfalt durchgeführt. Architektin Susanne Kreil-Kremberg vom Planungsbüro artifex erläutert: Desolate Hölzer wurden bebeilt, ergänzt und, wo nötig, ausgetauscht, Verbindungen fachgerecht wiederhergestellt und der konstruktive Holzschutz überarbeitet. Auch Gefache, Fensterschiebeläden und Öffnungen wurden erneuert bzw. gesichert, wie Jana Grüling, Baureferentin des Kirchenkreises, ergänzt.
Jana Grüling (Baureferentin Kirchenkreis Mühlhausen), Superintendent Christian Beuchel, Lars Ludwig (Deutsche Stiftung Denkmalschutz), Peter John (Vorsitzender des Gemeindekirchenrates), Corinna Heller (Thüringer Staatslotterie) und Susanne Kreil-Kremberg (Planungsbüro artifex) - bei der Übergabe der Bronzetafel an der Kirche St. Marien in Hornsömmern. (Foto: Evangelischer Kirchenkreis Mühlhausen)
Insgesamt sind rund 100.000 Euro in die Sanierung investiert worden – davon 40.000 Euro aus Fördermitteln der DSD, des Thüringer Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie sowie der Vereinigten Kirchen- und Klosterkammer. Weitere 60.000 Euro stammen aus Eigenmitteln der Kirchengemeinde und des Kirchenkreises.
Peter John, Vorsitzender des Gemeindekirchenrates, nahm die Bronzetafel dankbar entgegen und wird sie am Eingang der Kirche anbringen. Ein weiterer Schritt ist geschafft, freut sich John, der auch für die Gemeinden Haus- und Mittelsömmern verantwortlich ist.
Superintendent Christian Beuchel betont die Bedeutung solcher Maßnahmen: Es ist unsere Aufgabe, die Kirchen so zu schützen, dass wir sie der nächsten Generation übergeben können. Er regt zudem an, generell über erweiterte Nutzungsmöglichkeiten nachzudenken – etwa als Ort für Bürgerversammlungen oder Vereinsaktivitäten. Gerade kleinere Dörfer, die über keine geeigneten Versammlungsräume verfügen, könnten hiervon profitieren.
Aktuell dient die Kirche vor allem als Raum für kirchliche und weltliche Trauerfeiern, da die kommunale Trauerhalle derzeit nicht nutzbar ist. Wichtig ist der Gemeinde dabei, dass das Kreuz auf dem Altar sichtbar bleibt – als klares Zeichen für die sakrale Bedeutung des Ortes.
Ein Blick in die Geschichte zeigt: Ab den 1970er Jahren fanden in St. Marien keine Gottesdienste mehr statt. Erst in den 1990er Jahren begann die Gemeinde mit der behutsamen baulichen Nutzbarmachung des Kirchenraums.