Mo, 09:45 Uhr
08.09.2025
Nägelstedt bekommt eine weitere Attraktion
Im Kampf um die Kronkorken
Die Nägelstedter Unstrut-Hütte war in den letzten Tagen in die Schlagzeilen geraten, weil dem Betreiberehepaar das Wohnhaus abbrannte. Neben einer beispiellosen Solidaritätswelle für die Familie ging der Betrieb des Ausflugslokals unbeirrt weiter. Am Samstag wurde es zum Zielpunkt eines außergewöhnlichen Rennens…
Erhielten einen Sonderpreis für die schönsten Kostüme: Die vier Muschitiere (Foto: Eva Maria Wiegand)
Die Blech Säcke spielten, die Gäste feierten Oktoberfest und genossen das schöne Spätsommerwetter, der Grill lief zu Höchsttemperaturen auf und am Wegesrand in Richtung Großvargula war eine Gruppe Flamingos auszumachen.
Flamingos? In Nägelstadt?
Bei genauerer Betrachtung entpuppte sich die Vierergruppe als ein Trupp junger Frauen, die sich an einer Getränkekiste festhielten und zielstrebig auf die Unstrut-Hütte zuhielten. Sie waren die erste der acht gestarteten Mannschaften beim Bierathlon, die von der Gastwirtin Tina Siegert in Empfang genommen wurden. Nach einer kilometerlangen Odyssee mit Bürostuhlrennen, unterwegs zu lösenden Puzzles und anderen Schikanen auf der Strecke entlang der Unstrut erreichten die Mädels fröhlich das Ziel, wo noch eine jede einen Dartpfeil auf eine aufgestellte Scheibe werfen durfte, um von ihrer gelaufenen Zeit dementsprechend viele Sekunden von der Uhr zu nehmen, wie sie Zahlenwerte auf der Scheibe trafen.
Kein leichtes Unterfangen nach einer Flasche Sekt pro Frau.
Und so landete auch der eine oder andere Pfeil im nahegelegenen Holzstapel, ehe dem Team mit dem Namen Die vier Muschitiere die Goldmedaillen um den Hals gehängt wurden. Zu diesem Zeitpunkt wusste das Quartett noch nicht, welchen Platz es im Endklassement belegen würde, die geäußerte Hoffnung auf einen Sonderpreis wegen ihres exakt gestylten Outfits erfüllte sich aber am Ende wunschgemäß. Als Ehrenpreis erkämpften sie einen Verzehr-Gutschein für die Unstrut-Hütte. Goldmedaillen erhielten schließlich alle Teilnehmer als Erinnerung an diese sportliche Spaßveranstaltung.
Eine ganze Weile nach den Muschitieren rückte das Team Bierschiss ins Blickfeld. Die Jungs mussten vor dem Pfeilewerfen am Ziel schnell noch ihre letzte Bierflasche austrinken. Denn die Herren der Schöpfung hatten einen Kasten Bier auf der Strecke zu bewältigen. Die Kronkorken der ausgetrunkenen Flaschen mussten am Ziel vorgewiesen werden, dann war es geschafft. Die vier lösten auch dieses Problem souverän und konnten sich nach Ankunft aller gestalteten Teams über den Sieg im 2. Nägelstedter Bierathlon (und Gutscheine für die Unstrut-Hütte) freuen.
Ihnen folgten in gebührendem Abstand - weil alle zeitversetzt gestartet waren - die Jungs von Promille Racing, die Mannschaft des Sundhäuser Pfingstvereins, die Mädels von Dynamo Tresen und Tinas Hütten Kids. Zuletzt gestartet waren die Mannschaften SMK, was für S-aufen M-acht K-leichgültig steht und Die flüssigen Künste, die unter Mitwirkung des Organisator Marko Liebscher außer Konkurrenz am Rennen teilnahmen.
Der war dann auch zufrieden mit dem Verlauf des außergewöhnlichen Sportnachmittags und bezeichnete das Ganze als recht erfolgreich. Bei Läufern und Zaungästen sei der Bierathlon so gut angekommen, dass eine Fortsetzung im nächsten Jahr sehr realistisch scheint. Das könnte dann durchaus eine größere Veranstaltung werden, blickte Liebscher optimistisch in die Zukunft. Die kleine, aktionsreiche und feierwütige Gemeinde Nägelstedt wird eine weitere Freizeit- und Gaudiveranstaltung locker verkraften und freut sich heute schon darauf.
Olaf Schulze
Autor: osch
Erhielten einen Sonderpreis für die schönsten Kostüme: Die vier Muschitiere (Foto: Eva Maria Wiegand)
Die Blech Säcke spielten, die Gäste feierten Oktoberfest und genossen das schöne Spätsommerwetter, der Grill lief zu Höchsttemperaturen auf und am Wegesrand in Richtung Großvargula war eine Gruppe Flamingos auszumachen.
Flamingos? In Nägelstadt?
Bei genauerer Betrachtung entpuppte sich die Vierergruppe als ein Trupp junger Frauen, die sich an einer Getränkekiste festhielten und zielstrebig auf die Unstrut-Hütte zuhielten. Sie waren die erste der acht gestarteten Mannschaften beim Bierathlon, die von der Gastwirtin Tina Siegert in Empfang genommen wurden. Nach einer kilometerlangen Odyssee mit Bürostuhlrennen, unterwegs zu lösenden Puzzles und anderen Schikanen auf der Strecke entlang der Unstrut erreichten die Mädels fröhlich das Ziel, wo noch eine jede einen Dartpfeil auf eine aufgestellte Scheibe werfen durfte, um von ihrer gelaufenen Zeit dementsprechend viele Sekunden von der Uhr zu nehmen, wie sie Zahlenwerte auf der Scheibe trafen.
Kein leichtes Unterfangen nach einer Flasche Sekt pro Frau.
Und so landete auch der eine oder andere Pfeil im nahegelegenen Holzstapel, ehe dem Team mit dem Namen Die vier Muschitiere die Goldmedaillen um den Hals gehängt wurden. Zu diesem Zeitpunkt wusste das Quartett noch nicht, welchen Platz es im Endklassement belegen würde, die geäußerte Hoffnung auf einen Sonderpreis wegen ihres exakt gestylten Outfits erfüllte sich aber am Ende wunschgemäß. Als Ehrenpreis erkämpften sie einen Verzehr-Gutschein für die Unstrut-Hütte. Goldmedaillen erhielten schließlich alle Teilnehmer als Erinnerung an diese sportliche Spaßveranstaltung.
Eine ganze Weile nach den Muschitieren rückte das Team Bierschiss ins Blickfeld. Die Jungs mussten vor dem Pfeilewerfen am Ziel schnell noch ihre letzte Bierflasche austrinken. Denn die Herren der Schöpfung hatten einen Kasten Bier auf der Strecke zu bewältigen. Die Kronkorken der ausgetrunkenen Flaschen mussten am Ziel vorgewiesen werden, dann war es geschafft. Die vier lösten auch dieses Problem souverän und konnten sich nach Ankunft aller gestalteten Teams über den Sieg im 2. Nägelstedter Bierathlon (und Gutscheine für die Unstrut-Hütte) freuen.
Ihnen folgten in gebührendem Abstand - weil alle zeitversetzt gestartet waren - die Jungs von Promille Racing, die Mannschaft des Sundhäuser Pfingstvereins, die Mädels von Dynamo Tresen und Tinas Hütten Kids. Zuletzt gestartet waren die Mannschaften SMK, was für S-aufen M-acht K-leichgültig steht und Die flüssigen Künste, die unter Mitwirkung des Organisator Marko Liebscher außer Konkurrenz am Rennen teilnahmen.
Der war dann auch zufrieden mit dem Verlauf des außergewöhnlichen Sportnachmittags und bezeichnete das Ganze als recht erfolgreich. Bei Läufern und Zaungästen sei der Bierathlon so gut angekommen, dass eine Fortsetzung im nächsten Jahr sehr realistisch scheint. Das könnte dann durchaus eine größere Veranstaltung werden, blickte Liebscher optimistisch in die Zukunft. Die kleine, aktionsreiche und feierwütige Gemeinde Nägelstedt wird eine weitere Freizeit- und Gaudiveranstaltung locker verkraften und freut sich heute schon darauf.
Olaf Schulze














































