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Do, 08:35 Uhr
19.02.2026
Schauspielpremiere

Kleiner Mann, was nun?

Am 6. März feiert um 19.30 Uhr das Schauspiel »Kleiner Mann, was nun?« nach dem gleichnamigen Roman von Hans Fallada seine Nordhäuser Premiere im Theater im Anbau...

Das Theater Rudolstadt spielt im Theater Nordhausen. (Foto: Anke Neugebauer) Das Theater Rudolstadt spielt im Theater Nordhausen. (Foto: Anke Neugebauer)
In einer Bearbeitung von Jan Jochymski, der auch Regie führte, wird die Geschichte mit dem Ensemble des Schiller-Theaters Rudolstadt auf die Nordhäuser Bühne gebracht. Hans Falladas Roman "Kleiner Mann, was nun?" aus dem Jahr 1932 gilt als eindringliches Psychogramm der Mittelschicht unmittelbar vor dem Aufstieg der Nationalsozialisten und besticht durch seine zeitlose Aktualität. Die universellen Themen finden sich auch in unserer Gegenwart wieder.

Als junger Angestellter in einer Kleinstadt hat Johannes Pinneberg ein bescheidenes Gehalt, das ihn und seine Frau Emma, genannt Lämmchen, kaum über Wasser hält. Nach der Heirat verschärfen sich die finanziellen Belastungen. Der Umzug in die Großstadt Berlin soll Hoffnung bringen. Doch Arbeitslosigkeit, Wohnungsnot und die Geburt eines Kindes verschärfen die Notlage. Verzweifelt kämpft die junge Familie ums Überleben. Es ist eine leise, melancholische Geschichte – von Fallada bedrückend und zum Heulen gut erzählt. Am Ende gibt es keine Sieger, aber ein trotziges Festhalten an der Liebe, der Familie und der Menschlichkeit – gegen den gesellschaftlichen Niedergang.

Jan Jochymski verlegt das Setting in ein Filmstudio und spielt so mit der Sensationslust der heutigen Welt. In seiner Interpretation macht Johannes Geißer als Filmregisseur Franz Schlüter Pinneberg und Lämmchen zu Beobachtungsobjekten für ein Drehbuch. Dieser studiert den scheinbar unaufhaltsamen sozialen Abstieg, ihre Reaktionen auf die Niederschläge des Lebens und ihre verzweifelten Versuche, ihre kleine Familie am Leben zu erhalten.

Intonierte Lieder, wie Max Raabes Hit "Ein Tag wie Gold" aus der Erfolgsserie "Babylon Berlin", lockern den Abend auf. Für die Musik bzw. die musikalische Einstudierung zeichnet Johannes Geißer verantwortlich. In den Hauptrollen sind Franz Gnauck und Clara Sindel zu erleben. Das Bühnenbild und die Kostüme hat Nadine Hampel entworfen, die Dramaturgie lag in den Händen von Josephine Tietze.Das Stück ist ab einem Alter von 16 Jahren geeignet.

Weitere Termine für die Vorstellung sind 13., 21. und 29. März 2026, jeweils 19.30 Uhr im Theater Nordhausen.

Autor: red

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