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Mi, 08:23 Uhr
04.03.2026
Gaskunden sollten sich jetzt noch günstige Verträge sichern

Heizöl und Sprit werden erstmal teurer

Die Eskalation im Iran-Konflikt sorgt für spürbare Turbulenzen an den Energiemärkten. Binnen weniger Tage haben die Spot-Preise für Rohöl und Gas deutlich zugelegt. Gaskunden sollten sich jetzt noch günstige Verträge sichern. Insgesamt müssen sich Verbraucher auf steigende Preise für Heizöl und Kraftstoffe einstellen. Das zeigt eine aktuelle Einordnung des unabhängigen Geldratgebers Finanztip...
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Als Reaktion auf die Angriffe der USA und Israel hat der Iran die Straße von Hormus, eine zentrale Route für den weltweiten Öl- und Gastransport, abgeriegelt. Dadurch sind die Preise für Öl und Erdgas deutlich angestiegen. Der Preis am niederländischen Handelsplatz TTF, ein wichtiger Referenzwert für den europäischen Gaspreis, stieg von rund 32 Euro pro Megawattstunde am Freitag (27. Februar) auf zeitweise bis zu 65 Euro am Dienstag (Stand: 3. März)1, Tendenz steigend. Das entspricht einem Plus von rund 3,3 Cent pro Kilowattstunde.

Höhere Börsenpreise schlagen allerdings nicht immer sofort auf die Preise in neuen Gasverträgen für Haushalte durch. Nach Beobachtungen von Finanztip blieben die Preise für die angebotenen Gastarife zunächst auf dem niedrigen Niveau der vergangenen Wochen.

„Wenn die Preisgarantie des aktuellen Gasvertrags bereits abgelaufen ist oder in den nächsten Monaten ausläuft, können sich Verbraucher schnell noch einen neuen Vertrag mit einer günstigen Preisgarantie für ein oder zwei Jahren sichern“, sagt Herman-Josef Tenhagen, Finanztip-Chefredakteur. „Falls die Großhandelspreise anhaltend steigen, ist man dann nicht betroffen und damit auf der sicheren Seite für den nächsten Winter.“ Aktuell bekommen Verbraucher die Kilowattstunde Gas in empfehlenswerten Tarifen für durchschnittlich 9,34 Cent (Stand: 3. März), die Grundversorgung kostet im Vergleich 13,54 Cent (Stand: 3. März). Einfach und schnell finden Verbraucher empfehlenswerte Gastarife über den Finanztip-Gaspreis-Vergleich.

Spritpreise steigen leicht
An den Tankstellen macht sich der Preisanstieg viel schneller bemerkbar – wenn auch noch nicht so stark: Am Dienstag (3. März, 15 Uhr) kostete ein Liter Superbenzin im bundesweiten Durchschnitt 1,91 Euro, Diesel 1,85 Euro je Liter. Das sind neun bzw. dreizehn Cent mehr als noch am Freitag.2

Heizöl deutlich teurer
Die Preise für Heizöl sind hingegen seit Freitag (27. Februar) um rund 31 Prozent gestiegen. Wer aktuell Heizöl kaufen möchte, zahlt bei einer Abnahme von 3.000 Litern etwa 126 Euro pro 100 Liter (Stand: 3. März, 15:30 Uhr).3 Das sind ca. 30 Euro mehr als noch am Freitag – und der höchste Stand seit Herbst 2023.

„Die Preise liegen aber weiterhin unter den Höchstwerten zu Beginn des Ukraine-Kriegs, als 100 Liter teils 130 bis knapp 200 Euro kosteten“, so Tenhagen.

Da sich die Heizsaison dem Ende nähert, können viele Haushalte die Preissteigerungen beim Heizöl einfach aussitzen und die Bestellung verschieben. Heizölpreise gelten als stark schwankungsanfällig und können ebenso schnell wieder sinken. „Wer kurzfristig Heizöl kaufen muss, sollte nur eine kleinere Menge zur Überbrückung bestellen“, so der Finanzexperte. Nach Einschätzung von Finanztip ist eine akute Knappheit in Deutschland derzeit nicht zu erwarten. Verbraucher sollten vor einer Bestellung die Preise vergleichen – so lassen sich mehrere Hundert Euro sparen. Finanztip empfiehlt dafür die Portale Esyoil und Heizoel24.

Langfristig lohnt es sich, auf klimafreundliche Heizsysteme umzusteigen und sich so von der weltpolitischen Lage unabhängiger zu machen. Außerdem kann es helfen, den Energieverbrauch zu senken, etwa durch Dämmmaßnahmen.
Autor: red

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Kommentare
Jens W.
04.03.2026, 09:26 Uhr
Spritpreise steigen leicht?
Sonntag, 01.03.2026 Diesel 1,639 €
Mittwoch, 04.03.2026 Diesel 1,929 €
Echter Sundhäuser
04.03.2026, 10:22 Uhr
Nur zur Erinnerung
Beim derzeitigen Preis für den Liter E5 von 2,06€ entfallen Pi mal Daumen 1.34€ auf Steuern und Abgaben.
Wer also der größte Profiteur davon ist, wenn auf der Welt irgendwo ein Sack Reis umfällt, sollte damit klar sein.
Aber hey, da geht noch was, die nächste CO2 Steuererhöhung kommt bestimmt, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche...
T-Rex Sauerkirschen
04.03.2026, 10:22 Uhr
Je höher der Spritpreis
Desto höher die Steuereinnahmen.
Ein Schelm wer Böses denkt.
Hilpert11
04.03.2026, 10:31 Uhr
Benzin,Diesel wird bald unbezahlbar
Heute morgen der Ltr Super 2,05Eur und es ist sicher noch nicht das Ende.Das bedeutet ja auch,daß alles andere mit teurer wird.
Wenn unsere Bundesregierung noch einen Funken Abstand hat,dann würden Sie die CO2 Steuer und Mineralöl Steuer aussetzen.Eh Gelder in der Ukraine versenkt werden, sollten sie Mal für das eigene Volk da sein..Nur meine Meinung.
free Gigi
04.03.2026, 10:32 Uhr
Grenztourismus
und Nachbarschaftshilfe doch gerne, da im Ausland der Sprit nach wie vor richtig günstig ist...
diskobolos
04.03.2026, 12:25 Uhr
Immer wieder der Spritpreis . . .
Einen Spritpreis ohne Uhrzeit und Ort der Tankstelle zu vergleichen, ist doch ziemlich dumm, Jens?

Auch die aktuellen Preise werden die Leute nicht davon abhalten, auch unnötige Fahrten zu machen. Tatsächlich machen die Treibstoffkosten nur ca. 1/3 der KFZ-Kosten aus. Wer es anders sieht, hat noch nie selbst gerechnet.

Niedrige Spritpreise sind nur möglich, wenn der Schaden, den die KFZ an Gesundheit, Umwelt und Klima anrichten, nichts kostet. Alle dt. Regierungen der letzten Jahren haben sich international verpflichtet, den CO2-Ausstoß deutlich zu verringern. Das Mittel der Wahl ist für die CDU bisher der CO2-Zertifikatepreis. Nur redet sie kaum noch davon. Verbal bekennt sie sich zu den Klimazielen, aber sie unternimmt nichts zu deren Erreichen.

Vernünftig wäre die Einführung eines Klimageldes: Alle CO2-produzierenden Vorgänge (Heizen, Autofahren . . .) werden deutlich teurer, dafür erhält jeder Bürger den entsprechenden Durchschnittsbetrag der Einnahmen daraus auf sein Konto. Wer dann weniger CO2 exmittiert, weil er Fahrrad oder ÖPNV nutzt oder sein Haus ordentlich dämmt, profitiert dann. Die anderen zahlen zu.

Natürlich könnte man die nötigen Steuereinnahmen auch anders generieren: Man könnte z. B. Brot, Schulbücher, Kinderbekleidung oder Pflegeheimplätze stärker besteuern. Dafür wäre der Sprit dann billiger . . .

Die Rechnung von free Gigi möchte ich mal sehen.
Wie Bitte
04.03.2026, 12:32 Uhr
Heizöl und Sprit teurer...
Ja, na Mensch, wenn doch da bloß vor einiger Zeit mal Ideen entwickelt worden wären, sich von Heizöl und Sprit unabhängig zu machen, durch erneuerbare Energien, zum Beispiel, durch Entwicklung von Elektro-Autos, von Wärmepumpen, oder alles so was.
Das wäre jetzt eine richtig gute Idee gewesen, dann könnte man sich zurücklehnen und sagen, "macht ihr doch Heizöl und Sprit so teuer, wie ihr wollt, wir in Deutschland sind schon längst viel moderner unterwegs".
Schade, dass zuvor niemand auf diese Ideen gekommen ist: weitestgehend unabhängig von fossilen Energien und deren Lieferanten und Preise zu werden.
Paulinchen
04.03.2026, 12:38 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
Jens W.
04.03.2026, 12:51 Uhr
Der Beitrag wurde gespeichert und die Freigabe beantragt.
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