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Di, 10:48 Uhr
30.06.2015

Saisonaler Rückgang der Arbeitslosigkeit

Die Arbeitslosigkeit im Bereich der Agentur für Arbeit Gotha sank im Juni im saisonal üblichen Rahmen. Zwar meldeten die Unternehmen mehr offene Stellen als im Vormonat, was zu einer Erhöhung des Bestandes an offenen Stellen führte.

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„Es wird zunehmend schwieriger, die offenen Stellen schnell zu besetzen. So brauchen wir durchschnittlich 23 Tage mehr als im Vorjahr, um eine Stelle zu besetzen. Gesucht werden fast ausschließlich ausgebildete Fachkräfte, die in manchen Branchen nur schwer zu finden sind. Dies liegt auch daran, dass die Unternehmen ihre Fachkräfte halten. So ist das Risiko arbeitslos zu werden, derzeitig sehr gering. Durchschnittlich einer von 100 Mitarbeitern verlor in den letzten 12 Monaten seinen Job“, sagte Ivo Dauksch, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Gotha.

Trotz des Einsatzes arbeitsmarktpolitischer Instrumente gelingt es weniger Menschen eine neue Beschäftigung zu finden. So schafften im ersten Halbjahr dieses Jahres 6 Prozent weniger Menschen den Sprung aus der Arbeitslosigkeit in einen neuen Job. „Obwohl die Agentur für Arbeit und die Jobcenter Firmen finanziell bei der Einstellung von Arbeitslosen unterstützen können, wird es zunehmend schwieriger, Arbeitslose am Markt zu platzieren. Insbesondere Menschen ohne Ausbildung, aktuelle Kenntnisse oder mit gesundheitlichen Einschränkungen haben es schwer, einen neuen Job zu finden“, so Ivo Dauksch weiter.

Hinzu kommen die Unsicherheiten im Euro-Raum und das Embargo gegen Russland, welches insbesondere die exportorientierten Unternehmen trifft.

Arbeitslosigkeit
Im Juni waren 10.280 Menschen arbeitslos gemeldet, 359 weniger als im Mai und 613 weniger als im vergangenen Jahr. Die Arbeitslosenquote sank gegenüber dem Vormonat und liegt aktuell bei 7,9 Prozent. Im Vorjahresmonat betrug sie 8,3 Prozent. Vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitierten die Kunden der Arbeitsagentur stärker als die Kunden der Jobcenter. Im Unstrut-Hainich-Kreis sank die Zahl der Arbeitslosen um 155 Personen.

Bewegung auf dem Arbeitsmarkt
Auf dem Arbeitsmarkt zeigt sich nach wie vor viel Bewegung. So änderte sich im Juni für jeden zweiten Arbeitslosen der Status.
Im Juni beendeten 2.631 Personen ihre Arbeitslosigkeit. Von ihnen nahmen 859 Personen eine neue Erwerbstätigkeit auf. Im ersten Halbjahr konnten 5.173 Arbeitslose einen neuen Job finden, 6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
2.279 Menschen meldeten sich im Juni arbeitslos, darunter 708 aus einer Tätigkeit auf dem ersten Arbeitsmarkt. Im ersten Halbjahr meldeten sich 6.093 Menschen aus einer Beschäftigung heraus arbeitslos, 4 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum.
Die meisten meldeten sich nach einer Beschäftigung in der Zeitarbeit (174), dem verarbeitenden Gewerbe (106) und dem Handel (81) arbeitslos.

Unterbeschäftigung
Der Blick auf die Unterbeschäftigung bietet einen umfassenderen Eindruck der Lage auf dem Arbeitsmarkt. Neben Arbeitslosen werden hier auch Teilnehmer in Maßnahmen, Weiterbildungen und arbeitsunfähig Erkrankte erfasst. Die Zahl der Menschen in Unterbeschäftigung (ohne Kurzarbeit) lag im Juni bei 12.478, das waren 1.002 weniger als im Vorjahr. Die Unterbeschäftigungsquote liegt bei 9,4 Prozent und damit unter dem Wert des Vorjahres (10,1 Prozent).

Langzeitarbeitslosigkeit
Zwar sank die Zahl der Langzeitarbeitslosen im Juni, aber noch immer ist mehr als jeder Dritte im Agenturbezirk Gotha länger als ein Jahr arbeitslos. „Langzeitarbeitslose profitieren vom Rückgang der Arbeitslosigkeit nur in geringem Umfang. Mit zunehmender Dauer der Arbeitslosigkeit sinken die Chancen, direkt einen neuen Job zu finden. Die Fachkenntnisse sind dann nicht mehr auf dem neuesten Stand. Durch gezielte berufliche Weiterbildung können diese aktualisiert werden.“, sagte Ivo Dauksch.
3.936 Männer und Frauen im Agenturbezirk Gotha waren länger als ein Jahr arbeitslos, 10 Prozent weniger als im Vorjahr. Der überwiegende Anteil wird durch die Jobcenter betreut.

Entwicklungen in der Grundsicherung (Hartz IV)
Im Juni wurden 71 Prozent der Arbeitslosen von den beiden Jobcentern im Agenturbezirk Gotha betreut. Dies waren 7.336 Arbeitslose. Gegenüber dem Vorjahr sank die Anzahl um 398 Personen (- 5,1 Prozent).
Im Juni erhielten rund 20.116 Menschen in 11.158 Bedarfsgemeinschaften Arbeitslosengeld II. Damit waren 705 Personen weniger auf Grundsicherung angewiesen als vor einem Jahr.

Bestand in der Arbeitslosenversicherung sinkt deutlich
Die Zahl der Arbeitslosen, die von der Agentur für Arbeit Gotha betreut werden, sank in diesem Monat deutlich um 223 Personen gegenüber dem Vormonat. So waren 2.944 Menschen bei der Agentur für Arbeit arbeitslos gemeldet, 215 weniger als im Vorjahr.
Im Juni erhielten 2.792 Personen Arbeitslosengeld aus der Arbeitslosenversicherung, 8,3 Prozent weniger als im Vorjahr.

Einsatz arbeitsmarktpolitischer Instrumente
Durch den Einsatz von arbeitsmarktpolitischen Instrumenten können Arbeitslose gezielt unterstützt werden. Im ersten Halbjahr haben die Agentur für Arbeit und die Jobcenter 9.175 Personen auf diese Weise gefördert. So wurden 883 Personen bei der Arbeitsaufnahme finanziell unterstützt. In 785 Fällen erhielten die Firmen einen Eingliederungszuschuss, 98 Personen wurde bei der Existenzgründung finanziell begleitet.
605 Arbeitslose wurden seit Januar beruflich weitergebildet. So konnte veraltetes Fachwissen aktualisiert und der Weg in den Job geebnet werden.
109 Menschen mit einer Behinderung wurden seit Jahresbeginn gefördert mit dem Ziel der Teilhabe am Arbeitsleben.
Die Aktivierung und berufliche Eingliederung bildet den Schwerpunkt der Förderung. Im ersten Halbjahr haben 6.911 Arbeitslose z.B. Geld aus dem Vermittlungsbudget erhalten oder an Maßnahmen zur Aktivierung und beruflichen Eingliederung teilgenommen.

Arbeitskräftenachfrage unter Vorjahresniveau
Private Unternehmen und öffentliche Einrichtungen meldeten der Agentur für Arbeit Gotha im Juni 732 neue Stellen, 114 mehr als im Vormonat, aber 65 weniger als im Vorjahr.
Im ersten Halbjahr wurden 729 offene Stellen weniger gemeldet als im Vorjahreszeitraum.
Der Bestand an offenen Stellen nahm gegenüber dem Vormonat leicht zu. Der Agentur für Arbeit Gotha lagen zum Stichtag 1.705 offene Stellen zur Besetzung vor, 31 mehr als im Vormonat, aber 154 weniger als im Vorjahr.
Die meisten Stellen sind sv-pflichtige Jobangebote (96 Prozent). Gesucht werden fast ausschließlich gelernte Fachkräfte. Die meisten Jobangebote gibt es in der Zeitarbeit (584), im verarbeitenden Gewerbe (200), im Handel (160), im Gesundheits- und Sozialwesen (146), im Gastgewerbe (109), im Baugewerbe (108) sowie im Bereich Verkehr/ Lagerei (66). Im verarbeitenden Gewerbe (123), im Handel (96), im Gastgewerbe (79), im Gesundheits- und Sozialwesen (69), im Baugewerbe (53) sowie im Bereich Verkehr/ Lagerei (44).
Die Arbeitslosenquote im Unstrut-Hainich-Kreis lag mit 9,6 Prozent erneut unter die 10 Prozentmarke (Vorjahr 9,9 Prozent).

Im Juni waren 5.407 Menschen arbeitslos, 155 weniger als im Vormonat und 202 weniger als im Vorjahr. In diesem Monat beendeten 1.252 Personen ihre Arbeitslosigkeit, während 1.099 Menschen sich arbeitslos meldeten.

Die Unternehmen haben im Juni 279 neue Stellen gemeldet, 32 mehr als im Vorjahr. Im ersten Halbjahr meldeten die Unternehmen 4 Prozent weniger Stellen als im Vorjahreszeitraum. Insgesamt lagen damit 700 Jobs zur Besetzung vor, 45 weniger als ein Jahr zuvor. Die meisten Stellen gibt es in der Zeitarbeit (166), im verarbeitenden Gewerbe (77), im Gesundheits- und Sozialwesen (77), im Handel (64), im Baugewerbe (55) sowie in der Landwirtschaft (38).
Autor: red

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