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Fr, 10:23 Uhr
14.06.2019
Ein Blick in die Statistik

Zahl der Abtreibungen nahm zu

Im ersten Quartal des Jahres 2019 haben 840 Thüringer Frauen vorzeitig eine Schwangerschaft beendet. Das waren nach Mitteilung des Thüringer Landesamtes für Statistik 41 Abbrüche bzw. 5,1 Prozent mehr als im ersten Quartal des Vorjahres...

Deutschlandweit hat sich die Zahl der Schwangerschaftsabbrüche um 0,6 Prozent gegenüber dem ersten Quartal des Vorjahres verringert. Von den 840 Thüringerinnen waren zum Zeitpunkt des Abbruchs mehr als zwei Drittel der Frauen (579 bzw. 68,9 Prozent) ledig, 231 waren verheiratet und 30 geschieden bzw. verwitwet. Wie in den Jahren zuvor wurden fast alle Schwangerschaftsabbrüche der Thüringer Frauen (832 bzw. 99,0 Prozent) nach der Beratungsregelung durchgeführt. Bei 1,0 Prozent der Frauen (8) war der Anlass eine medizinische Indikation.

400 Frauen (47,6 Prozent) waren beim Abbruch zwischen 30 und 40 Jahre alt. In dieser Altersgruppe zeigte sich gegenüber dem ersten Quartal 2018 ein Anstieg um 8,4 Prozent. 333 Frauen (39,6 Prozent) waren im Alter von 18 bis 30 Jahren und in der Altersgruppe der unter 18-Jährigen ließen 37 Frauen (4,4 Prozent) die Schwangerschaft vorzeitig beenden. Vor dieser Maßnahme hatten 255 Thüringerinnen noch kein Kind, 238 hatten bereits ein Kind, 234 Frauen zwei Kinder und 113 Frauen drei und mehr Kinder.

Die Eingriffe erfolgten überwiegend in einer gynäkologischen Praxis oder ambulant im Krankenhaus. Lediglich in 13 Fällen erfolgte eine stationäre Einweisung in ein Krankenhaus. Die Daten werden zentral vom Statistischen Bundesamt erhoben. Die Länder verfügen über detaillierte Angaben.
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Kommentare

14.06.2019, 13.18 Uhr
Echter-Nordhaeuser | Abtreibung
Thüringen bzw. ganz Deutschland braucht wieder mehr Kinder und keine Zuwanderer.

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14.06.2019, 14.34 Uhr
tannhäuser | Ja, das muss veröffentlicht werden...
...die bösen verantwortungslosen schon immer hier lebenden deutschen Frauen wissen das rundum Sorglospaket des besten Sozialstastes der Welt mit Nichtverarmungsgarantie nicht zu schätzen.

Deshalb brauchen wir die Verschleiertinnen und Kopftuchträgerinnen mit Kinderwagen, einem Kind an jeder Hand und einem im Bauch, die einem täglich auf der Straße begegnen.

Zukünftige Fachkräfte, jedes Einzelne von diesem Nachwuchs.

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14.06.2019, 16.01 Uhr
Gesperrt | Nichtverarmungsgarantie?
"das rundum Sorglospaket des besten Sozialstastes der Welt mit Nichtverarmungsgarantie "

Von welchem Staat reden Sie?

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14.06.2019, 17.27 Uhr
tannhäuser | Natürlich meine ich Deutschland!
Den meisten Wählern und Nichtwählern scheint das doch zu gefallen. Sie, ich und die anderen nicht so ganz Zufriedenen sind doch nur Nörgler, die besser zu Putin oder Kim gehören. Das war zumindest hier schon so kommuniziert worden.

Ergänzung: Abtreibung ist Privatsache, die nicht als statistisches Menetekel in die Öffentlichkeit gehört.

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14.06.2019, 21.52 Uhr
Leser X | Raushalten!
Dieses Thema betrifft individuelle Freiheitsrechte. Das ist privat und geht weder den Staat noch religiöse Eiferer etwas an.

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15.06.2019, 08.26 Uhr
Joerg B. | Jesus und seine verdorbenen Früchtchen
@ Leser X: Das sehe ich noch kritischer.

„Erstmals seit der Neuregelung von Paragraf 219a sind in Berlin zwei Ärztinnen verurteilt worden. Wegen unzulässiger Werbung für den Schwangerschaftsabbruch sollen sie eine Geldstrafe zahlen.“ berichtete (14.06.2019 16:51 Uhr) tagesschau,de.

Globalpolitisch sollte die Menschheit heute über jedes Kind froh sein, das nicht geboren wird. Die UNO sollte den Müttern und Ärztinnen für ihr autonomes und globalpolitisch verantwortungsvolles Handeln eine lebenslange Unterstützung zahlen.

Die Menschheit muss ihren Zuwachs ganz dringend in einen Rückgang verwandeln, wenn sie nicht – möglicherweise schon in den kommenden 50 Jahren – ein GRAUSAMES Ende nehmen will. Der Kampf um schwindende Ressourcen wird immer dramatischer. (Siehe z.B. die aktuelle Iran-Krise!) Schon jetzt wird er vom Klimawandel zusätzlich angeheizt. Der Westantarktische 4.000 m dicke Eisschild kommt dramatisch ins Rutschen mit der Folge, dass küstennahe fruchtbare Flussdeltas überschwemmt werden. Hunderte Millionen Menschen werden sich auf den Weg in wohlhabendere Länder machen. Dort werden die politischen Verhältnisse dadurch noch instabiler. (Was Manche natürlich freut.)

Die Hetze gegen Schwangerschaftsabbrüche wird vor allem von reaktionären religiösen Kreisen betrieben, unter die sich allerdings auch völkische Scharfmacher mischen. So findet in Palästina geradezu ein demographischer Krieg zwischen ultraorthodoxen Juden und genauso bornierten Palästinensern statt. Aber auch so mancher „Echter-Nordhaeuser“ denkt ähnlich. Vielleicht wird ja bald wieder das „Ehrenkreuz der Deutschen Mutter“ verliehen … erst in Sachsen, dann …?

Und was sagt eigentlich die Bibel selbst dazu?

„Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Töchter von Jerusalem, weint nicht über mich, sondern weint über euch selbst und über eure Kinder.
Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in der man sagen wird: Selig sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die Brüste, die nicht genährt haben!“ (Lukas 23, Verse 28 und 29) Zitiert nach: die-bibel.de

Aber fragt doch mal einen studierten Theologen wie den unkommentierbaren Pfarrer Karl Weber vom Lichtblick! Der aber faselt (auf https://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=256797) etwas über die Dreieinigkeit von Vater, Sohn und Heiligem Geist. Die wurde unter der Leitung von Kaiser(!) Konstantin I. im Jahre 325 in Nicäa (heute İznik, Türkei) beschlossen. Und zwar gegen die Meinung der „Arianer“, die daraufhin bis aufs Blut verfolgt wurden.

„Arius betrachtete die beispielsweise im Bekenntnis von Nicäa (325) behauptete Wesensgleichheit von Gott/Gott-Vater und Sohn als Irrlehre, ...“ (Wikipedia zu Arianismus)

Jesus wäre HEUTE Humanist und ein scharfer Kirchenkritiker (Er war es grundsätzlich schon zu seiner Zeit und kam DAFÜR ans Kreuz!). Niemand kann mir das Gegenteil beweisen. Da können die von Kirchensteuern und den Staatskirchenverträgen abhängigen Kleingeister aus dem Kyffhäuserkreis Kommentierverbote erlassen wie sie wollen.

Seit „Urzeiten“ gilt weiterhin für das Verhältnis von Macht und Religion:

Der Minister nimmt flüsternd den Bischof beim Arm: „Halt du sie dumm, ich halt sie arm!“ (Wer googelt, findet noch Heftigeres!)

Fazit:
Es ist gut, dass die Zahl der Abtreibungen zunimmt!

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15.06.2019, 09.51 Uhr
tannhäuser | Lieber Joerg B.
Das war ein sehr guter Kommentar von Ihnen!

Scharfmacher, egal ob rassistisch, völkisch oder sonstwie extrem, mischen sich leider immer darunter, wenn Menschen friedlich ihre Meinung, egal ob auf Demonstrationen oder im Internet, sachlich kundtun wollen.

Und genau das ist die Gefahr, dass dann ALLE Teilnehmer stigmatisiert werden.

Der Schutz des geborenen Lebens und seiner Mutter muss IMMER über dem des Ungeborenen stehen. Das ist meine Meinung, die man gerne zynisch nennen darf.

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