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Sa, 17:51 Uhr
10.10.2020
Philologenverband: Lehrerausbildung soll nicht geändert werden

Erfolgsmodell Gymnasium bewahren!

Die Thüringer Philologen erteilen entschieden allen Bestrebungen eine Absage, die schulartspezifische Lehrerausbildung durch eine Stufenlehrerausbildung zu ersetzen...

„Das Gymnasium kann auf eine lange Geschichte zurückblicken und verfügt über den komplexesten Bildungsstandard des deutschen Bildungssystems. Die Vermittlung einer vertieften Allgemeinbildung war und bleibt unser maßgebliches Ziel“, erklärte die Vorsitzende des Thüringer Philologenverbandes, Heike Schimke, auf dem Vertretertag der Gewerkschaft
der Gymnasiallehrer am 9. Oktober in Erfurt.

digital
Heike Schimke: „Hauptmerkmale der Ausbildung für die Lehrkräfte am Gymnasium muss weiter das vertiefte wissenschaftliche Hochschulstudium in zwei gleichwertigen Fächern, der daran anschließende Vorbereitungsdienst und danach die berufsbegleitende Fortbildung sein.“ Gerade bei Letzterem sehen die Thüringer Philologen zurzeit noch große Defizite, speziell im Hinblick auf die Digitalisierung und das häusliche Lernen.

Heike Schimke: „Die Kapazitäten müssen erhöht und die Lehrkräfte für die Kurse ohne Einschränkungen freigestellt werden!“ Sorge bereiten den Thüringer Philologen auch die massiven Kürzungen des verbindlichen Fachunterrichts. Heike Schimke: „Wir fordern deshalb, den Wahlpflichtbereich abzuschaffen und die flexiblen Stunden wieder in den Fachunterricht zu überführen.“

Es wird immer schwerer, geeignete Lehrerinnen und Lehrer für den Schuldienst an Thüringer Gymnasien zu finden. Daher fordern die Thüringer Philologen die Honorierung besonderer Leistungen durch die Möglichkeit der Beförderung bzw. Höhergruppierung. Die zunehmende Einstellung von Seiten- und Quereinsteigern muss durch Begleitung und Nachqualifizierung unterstützt
werden.

Zu verbessern ist auch so schnell wie möglich die Ausstattung der Schulen. Heike Schimke: „Die Corona-Krise hat gezeigt, dass hier großer Nachholbedarf besteht. Die Schulen müssen so schnell wie möglich sach- und fachgerecht ausgestattet werden. Hinsichtlich der Digitalisierung benötigen die
Schulen unbedingt materielle und personelle Unterstützung!“

Zuvor hatten die Delegierten die Vorsitzende, Heike Schimke, und die stellvertretende Vorsitzende, Ines Musch, in ihrem Amt bestätigt. In den Geschäftsführenden Vorstand wurden außerdem gewählt: Thomas Gaßmann (Schatzmeister); Ariane Dawson, Thilo Hess, Heiko Krüger, Ines Otto und
Vesela Zlateva (Beisitzer).
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