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Mi, 11:28 Uhr
11.11.2020
kn-Forum

Was treibt die Regierung bei Corona?

Diese Frage stellt ein Leser im Forum. Hier der Wortlaut zu Fragen der vorgesehenen Corona-Impfung...

Es ist schon erstaunlich, entweder kann ich nicht mehr rechnen oder die Regierung belügt uns mit Hilfe der zentralen Medien.

Laut Meldungen will sich Deutschland 100 Millionen der 300 Millionen Impfdosen gegen das Corona-Virus sichern. Deutschland hat laut Wikipedia 83.166.711 (31. Dezember 2019)Einwohner.

Trotzdem wird behauptet, das angeblich die Menge nicht reicht, die Bevölkerung durchgehend zu impfen. Selbst wenn der sagenhafte Fall eintreten würde, es gäbe keine Impfgegner, würden normalerweise noch rund 16 Millionen Impfdosen übrigbleiben. Oder habe ich wirklich das Rechnen verlernt.
Will Deutschland die Impfdosen teurer verscherbeln? Man wird ja mal fragen dürfen.

Und ein weiteres Problem bereitet Sorge. Angeblich sollen ältere Menschen mit Vorerkrankungen bevorzugt geimpft werden. Woher sollen staatliche Stellen wissen, welche ältere Menschen relevante Vorerkrankungen haben? Will man in den Krankenakten der Ärzte schnüffeln, denn die sollen ja die Impfung nicht durchführen, sondern irgendwelche Impfzentren.

Müssen die Ärzte eine Flut an persönlichen Daten an die vorgesehen Impfzentren melden? Wo bleibt da noch der Datenschutz? Was sagen unserer gewählten "angeblichen" Volksvertreter dazu?

Warum soll es eigentlich extra Impfzentren geben, die erst geschaffen werden müssen. Liegt es wirklich nur an der angeblich niedrigen notwendigen Impfstofftemperatur?

Man darf gespannt sein.

A. Grobelius
Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare

11.11.2020, 11.42 Uhr
Sebastian Wagner | Will Deutschland die Impfdosen teurer verscherbeln?
Das halte ich persönlich für unwahrscheinlich.

Da es sich beim Impfstoff der Firma BioNTech um eine Zweifach-Impfung handelt, benötigt man für eine durchgehende Impfung der deutschen Bevölkerung weit mehr als 100 Millionen Impfdosen.

Dementsprechend fehlen der Bundesrepublik rund 68 Millionen Impfdosen.

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11.11.2020, 11.51 Uhr
Sebastian Wagner | Impfung älterer Menschen mit Vorerkrankungen
Diese Frage ist auch relativ einfach zu beantworten;

Die Impfung ältere Menschen richtet sich, wie vermuten lässt, nach dem Alter. Hierfür bedarf es keinerlei weiterer Informationen aus Krankenakten o.Ä..

Auch ist der "Vergabeprozess" der Impfungen (Reihenfolge, wer wann geimpft wird) noch nicht ausdefiniert, da unklar ist, wann wieviel Impfstoff zur Verfügung stehen wird.

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11.11.2020, 11.53 Uhr
Sebastian Wagner | Warum soll es extra Impfzentren geben
Diese Vorgehen macht m.E. großen Sinn, insbesondere in Großstädten.

Dies würde die lokalen Ärzte vor einem Ansturm auf die Praxen bewahren - und es ermöglichen, dass unter Wahrung von Abstand systematisch und effizient geimpft werden kann (natürlich freiwillig).

Auch wurde nicht ausgeschlossen, dass niedergelassene Ärzte diesen Impfstoff nicht zur Verfügung gestellt gekommen sollen.

Hier ist eine differenzierte Lösung
- Impfzentren für Großstädte und
- Impfungen bei Hausarzt für ländliche Gegenden
ein guter Ansatzpunkt.

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11.11.2020, 13.07 Uhr
Anonymus84 | Vorher Informieren, darüber nachdenken und dann posten
--- Zum Thema Impfmenge... ---

Wie eigentlich überall zu lesen ist, handelt es sich bei dem Impfstoff um eine Mehrfachimpfung. Folglich reichen die 100 Millionen nicht aus wenn sich alle impfen lassen wollen. Und davon muss die Regierung ja auch ausgehen.

--- Zum Thema Risikogruppen ---

Es wird auch auf die freiwillige "Bewerbung" gesetzt. Das Alter eines Menschen ist sowieso im Einwohnermeldeamt ersichtlich. Wenn man evtl. in das Raster fällt, kann man sich ja mit Hilfe des Hausarztes oder der Krankenkasse für die Impfung bewerben.

--- Zum Thema Impfzentren ---

Es ist viel Koordination nötig um eine ganze Bevölkerung zu impfen. Zudem will man das Risiko minimieren das die Impfungen auch an Leute gegeben werden die es evtl. nicht nötig haben und Risikogruppen leer ausgehen. Zudem ist das lagern des Impfstoffes von Biontech bei -80C ziemlich kompliziert. Auch die Lieferanten müssen teuer umrüsten um den Impfstoff überhaupt transportieren zu können. Das kann sich nicht jeder kleine Landarzt leisten.


Ich hoffe man konnte etwas Licht ins dunkle bringen. Mit ein paar Informationen legt sich der dunkle Schleier um unsere durchgehend böse und niederträchtige Regierung vielleicht etwas.

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11.11.2020, 13.44 Uhr
Micha123 | Impfzentren..
So wie es im Moment aussieht, wird es ja wohl einen Impfstoff der Firma BioNTech (in Zusammenarbeit mit Pfizer) geben...
Natürlich hat man da als einfacher Bürger einige Fragezeichen im Kopf, weil, vor allem jetzt erst in den Medien, durch die Politik, das Thema Impfzentren bzw. Verteilung dieser Stoffe in den Blickpunkt gerät. Jetzt??? Hat man da nicht schon Monate Zeit gehabt? Haben wir denn nicht die "besten" Politiker, Berater etc. im Reich der "Obrigkeit"?

Das dieser Impfstoff bei -80 Grad Celsius gelagert werden muss und bis zum Stich in den Oberarm nicht viel Zeit vergehen darf, das ist verständlich. Von daher eben Impfzentren. Ich bezweifle, dass es hier im Kreis einen "Kühlschrank" gibt, welcher solche Temperaturen erreicht.

Ich denke schon, dass die alles ein logistisches Problem ist, welches man ABER schon hätte wissen müssen und im Grunde die Kühlaggregate schon laufen müssten...

Ich erinnere mich an den Film "Contagion", welcher eine Ähnlichkeit mit der COVID-19-Pandemie hat.... Dort hat man dann auch einen Impfstoff, welcher unter die Bevölkerung muss. Es gibt eine Art "Lotterie", dort wird dann festgelegt, dass am 1. Impftag z.B. die Menschen geimpft werden, welche am 30.03. geboren sind. Am 2. Tag, die z.B. am 16.07. geboren sind.. usw usw. Dumm eben dann nur, wenn man mit seinem Geburtstag den 365. Impftag erhält, denn der Bürger muss geduldig sein.
Die geimpften Personen wurden auch mit einem Armband gekennzeichnet. Wer diese Kennzeichnung nicht hatte, durfte z.B. nicht in die Öffentlichkeit oder mit anderen ungeimpften Personen in Kontakt treten.

Okay...ein Film aus dem Jahr 2011 aber mit vielen Ähnlichkeiten.

Das Thema Pflicht zur Impfung, es ist ein ganz anderes... Darüber kann man sich streiten.
Es gibt ja hier in der BRD wohl noch nicht einmal ein Impfregister... was es in der DDR gab und in einigen anderen Ländern gibt.
Wenn man ein wenig darüber liest, so wird dieses "DDR-System" bei Impfungen ja sehr gelobt... Poken und Maser gab es kaum noch...
Aber man übernahm ja von der DDR nur den "grünen Pfeil"... sonst war "alles schlecht"....

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11.11.2020, 14.14 Uhr
Paulinchen | Warum Impfzentren?
Weil die Lagerung und der Transport des Impfstoffes, nicht in der Plastiktüte vorgenommen werden kann.

Sowohl die Lagerung, wie auch der Transport muss bei einer Temperatur zwischen minus 80 bis minus 70 Grad Celsius erfolgen. Welche Arztpraxis oder Apotheke kann dies gewährleisten? Deshalb greift man im Bezug des Transportes auf die Bundeswehr und vielleicht (!) die Deutsche Post (wenn diese ihre Fahrzeuge nachrüstet) zurück.

Um aber den Impfstoff, wenn er dann zur Verfügung steht, so schnell wie möglich an die ausgewählten Personengruppen verimpfen zu können, werden diese Impfzentren eingerichtet. Denn die Kühlkette darf ncht unterbrochen werden!

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11.11.2020, 14.58 Uhr
Psychoanalytiker | Fast alles richtig, was die Kommentatoren hier schreiben.
Die Lagertemperatur liegt bei -70°C, kühler geht auch. Kühlschränke mit diesen Temperaturen gibt es nicht "von der Stange", und dürften auch sehr preisintensiv sein. Apotheken haben (noch) keine. LKW oder Transporter auch nicht unbedingt.

Der Impfstoff wird in einem völlig neuen Verfahren und dabei auch noch als erster Impfstoff dieser Art in der Menschheitsgeschichte hergestellt. Die beiden Herstellerfirmen forschten an ähnlichen Impfstoffen im Rahmen von Krebstherapien und glauben fest, dass es bei "Corona funktioniert". Wirklich weiß es dennoch keiner, denn nach meiner Kenntnis waren die Krebstherapien nicht so erfolgreich, wie erhofft. Aber vielleicht und hoffentlich klappt es ja.

Und auch richtig ist, dass dieser Impfstoff zwei-mal gespritzt werden muss. Daher wären rund 170 Mio Impfdosen erstenmal optimal. Bei einer potentiellen Mutation und damit verbundener Pandemie gehts möglicher Weise von vorne los (Grippeimpfungen müssen auch jährlich durchgeführt werden).

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11.11.2020, 16.24 Uhr
Okieh | A. Grobelius - Journalist oder Coronagegener
Bei dem Artikel stellt sich mir die Frage ob Herr oder Frau Grobelius ein Journalist ist oder ein Coronagegner.

Wie einige Kommentatoren hier im Forum bereits richtig angemerkt haben ( z.B. Anonymus84 oder Psychoanalytiker ) kann ich den Artikel nur als Provokation verstehen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Grobelius diese Dinge nicht bekannt waren.

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11.11.2020, 18.54 Uhr
Mueller13 | Ihr macht Euch heiß, mal ein paar Zahlen zur Abkühlung.
In Deutschland sollen 60 Impfzentren entstehen - also grob für 1,4 Mio Bürger ein Impfzentrum. Demnach wird es in Thüringen 2 geben.
Und weil wir ganz toll sind, nehmen wir an, dass so ein Impfzentrum 20 weitere Unterzentren versorgen kann. In Summe also 40. Und gehen wir weiterhin davon aus, dass in diesen Unterzentren 6h am Tag geimpft wird und das eine Impfung 5min dauert (irgendeine Art der Anamnese wird es ja geben müssen und den Arm muss man ja auch erstmal zur Desinfektion freimachen). Dann schafft der Arzt 12 Impfungen pro Stunde und 72 am Tag. Bei 40 Unterzentren sind das 2880 Impfungen am Tag. Wir müssen 2x Impfen, das halbiert die Anzahl der Geimpften.
Wir haben rund 2,14 Mio Einwohner das macht dann 1486 Tage. Bei 220 Arbeitstagen sind wir 6,8 Jahren durch.
Jetzt darf jeder seine eigenen Annahmen treffen, ob z.B. die Unterzentren mit 2 Ärzten besetzt sind, das würde die Zeit halbieren auf 3,4 Jahre. Dann gilt es aber zu bedenken, dass wir erstmal 80 Ärzte zusätzlich auftreiben müssen - und das wo die ganze Welt impfen will und wird...

Achja, noch ein paar Infos zu BionTech (völlig wertneutral):
Die Firma gibt es seit 12 Jahren, es wurde an circa 26 Produkten gearbeitet. Die Firma hat noch nie ein Produkt zugelassen. Bisher ist erst 1 Produkt in die Phase 2 (von 3) gekommen. Das Corona-Produkt wird nach einem neuen Verfahren hergestellt - es basiert auf mRNA - wie gesagt, das weltweit erste Produkt dieser Art. Die Rechte an diesem Produkt haben ausserdem Pfizer und Fosun (China). Bill Gates hat sich über seine Foundation im September letzten Jahres an BionTech beteiligt. Der Gründer von BionTech zählte bereits vor Corona zu den 100 reichsten Deutschen.

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12.11.2020, 05.20 Uhr
Micha123 | Was sie nur treiben...
Eine Schwester wird doch ausreichen, damit man den Stich in den Oberarm bekommt.
Aber es stimmt schon, egal wie oder wo, um alle zu impfen bzw. wie Merkel will, dass wohl 60 oder 70% der Bevölkerung geimpft werden sollen, dass dann erst Lockerungen getroffen werden können und die Pandemie beendet ist... das wird dauern. Ich Tippe Ich denke, dass vor 2022 keine "Normalität" herrscht.

Wer im Netz nach Pfizer sucht, der findet schnell, dass es ein führender Pharmakonzern ist. Da geht es nur um Geld und Gewinne... Wer da Milliarden für die Forschung ausgibt, der will ja auch diesen Betrag irgenwie zurückerhalten.

Es gibt viele Hersteller, welche Impfstoffe gegen COVID-19 entwickeln und es wird darunter welche geben, welche auch Wirkung haben und zugelassen werden. So wird dann einen richtigen "Kampf" geben...

Die Münze hat 2 Seiten, ebenso wie eine Medaille . Im Grunde bin ich selbst zu 80% davon überzeugt, dass "Corona" gefährlich ist, der Lockdown notwendig ist und vor allem Risikogruppen geschützt werden müssen.
Die anderen 20% sind skeptisch und sehen vor allem jetzt, wo das Thema Impfstoff näher rückt, dass es darum geht, dass man das Zeug auch gut verkaufen will. Von daher gerade jetzt der Lockdown und dieser "Hype" um Corona.
Eine 2. Welle war doch im Frühjahr schon bekannt. Warum dann erst alles wieder lockern, im Sommer Urlaube und fast alles zulassen und dann wieder dicht machen? Den steigenden "Fallzahlen" hätte man doch schon eher entgegenwirken können...
Tja und dann würde man keinen Impfstoff oder nicht in diesen Mengen brauchen, wenn die Zahlen nicht steigen... Also, wie gesagt, die Medaille hat 2 Seiten...

Und kritisch sehe ich auch Langzeitwirkungen/Nebenwirkungen, die noch nicht bekannt sind.

C’est la vie .... Alkohol, Zigaretten, leckeres Eis - da gibt es auch Risiken und Nebenwirkungen...

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12.11.2020, 07.06 Uhr
Mueller13 | Klar kann die ausgebildete Schwester impfen
aber der Arzt hat daneben zu stehen. Ich zitiere hierzu mal das RKI:

Darf das Pflegepersonal impfen?
Grundsätzlich sind Impfstoffe Arzneimittel, die nur der Arzt verordnen darf. Es gibt allerdings keine gesetzliche Vorschrift, die die Durchführung einer Impfung ausschließlich dem Arzt vorbehält. Pflegekräfte, Arzthelferinnen und Arzthelfer mit entsprechender Ausbildung dürfen auch Arzneimittel verabreichen. Die Injektionstechniken werden bei der Berufsausbildung dem Pflegepersonal auch vermittelt. Ob das Personal in der Lage ist, eine Impfung korrekt zu verabreichen, ist von fachlichen Vorgesetzten oder dem Arbeitgeber vor einer selbstständigen Ausübung zu überprüfen. Notwendig ist jeweils eine gesonderte ärztliche Anordnung, Überwachung und Dokumentation. Impfungen sollten aber nur in Anwesenheit eines Arztes ausgeführt werden, damit bei unerwarteten Nebenwirkungen und Komplikationen, die in sehr seltenen Fällen auftreten können, sofort optimale Hilfe geleistet werden kann.
Indikation und Kontraindikationen sind vom Arzt zu prüfen. Auch die Haftung sowohl für die Impfung selbst als auch für eine korrekte Aufklärung, Anamneseerhebung trägt der Arzt, unabhängig davon, ob er selbst oder das Personal die Impfung vornimmt.

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12.11.2020, 11.56 Uhr
Micha123 | Die Corona-Impfung wird auch von Bürokratismus übersät werden...
Ja, das ist alles total verständlich, dass man es dokumentieren muss, dass Arzt/Schwester auch wissen müssen - ob es Vorerkrankungen gibt, Dinge, welche zum Beispiel eine allergische Reaktion verursachen können usw. usw. usw.
Da sind wir dann wieder im Bürokratismus..

Folgendes habe ich hier im Forum schon einige Male geschrieben...
Wir haben doch nun einmal die "super" Gesundheitskarte. Sprich also die Versichertenkarte der Krankenkasse.
Aber mehr Daten, als Name, Anschrift, Alter, Versichertennummer sind dort nicht vermerkt. Dabei sollte die Karte einst soviel "mehr" können.
Denn auf dieser Karte sollten chronische Erkrankungen vermerkt sein, Operationen, Medikamentenpläne, Impfungen und und und.
Das kann diese Karte und jedes Lesegerät bei einem Arzt oder gar im Rettungswagen könnte dieses "auslesen". Natürlich müsste entsprechende Software angepasst werden.
Aber warum hat man dies in all den Jahren noch nicht gemacht? Vor allem wenigstens für chronisch Kranke.

Und wenn man dann einmal in das "Impfzentrum" geht, bevor man da zig Fragen beantworten und Vordrucke ausfüllen muss usw. usw. usw., so könnte die Karte eingesteckt eingelesen werden und die meisten Dinge würden sich von selbst klären.
Vor allem spart es Zeit...
Und ich will gar nicht an die vielen Menschen hier im Land denken, welche die deutsche Sprache nicht so perfekt beherrschen... denn auch die werden geimpft, müssen aufgeklärt werden usw.
Von daher ist die "Impfzeit" von mueller13, von 6,8 Jahren, doch (leider) realistisch...

Ich glaube, dass ich irgendwann einmal was gelesen habe, dass man dies wohl aus Datenschutzgründen nicht macht.
Also bei Verlust der Karte oder Diebstahl, könnte ja ein böser Bube sensible Krankendaten erhalten...
Aber auf der anderen Seite, so könnte ein cleverer, böser Bube sich ohne weiteres in Rechner von Ärzten/Krankenhäusern hacken und dort an die Daten kommen...

Ist denn jetzt diese Pandemie nicht auch eine "Chance", dass man da versucht in der Richtung etwas zu ändern?

Kann das einmal wer an den Gesundheitsminister Jens Spahn weiterleiten? Ich will dafür auch kein Beraterhonorar erhalten. :-)

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12.11.2020, 14.09 Uhr
diskobolos | Gesundheitskarte gg. Datenschutz
Klar wäre es einfacher wenn auf der GK alle Diagnosen, MRT's, Medikamente gespeichert wären. Aber dem steht der Datenschutz entgegen. Die Gesundheit ist ein sehr privates und sensibles Thema. Da möchte niemand, dass z. B. die Zahnarzthelferin von Alkoholproblemen, Depressionen und Syphillis erfährt (und dies vielleicht rumerzählt.) Geht vielleicht nicht einmal dem Orthopäden was an. Oder den Versicherungen, Arbeitgebern usw.

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12.11.2020, 18.02 Uhr
Mueller13 | Datenschutz und Datenverlust
Genau da liegt das Problem. Ihre Karte geben Sie bei allen Ärzten ab, finden es aber vielleicht unschön, wenn der Zahnarzt von Ihrer Geschlechtskrankheit erfährt.

Eine Möglichkeit wäre die Verschlüsslung und die Freigabe per PIN. Dann aber auch wieder nur gewisse Bereiche - z.B. die Röntgenbilder beim Orthopäden und dem Allgemeinarzt. Die Diagnosen Ihres Gynäkologen vielleicht nicht beim Hausarzt.

Aber was passiert bei Verlust? Wer stellt die Daten wieder her? Zentrale Speicherung? Wer hat dann alles Zugriff auf die Daten? Das beinhaltet immer die Gefahr eines Datendiebstahls.

Ich sehe im Moment keine große Lösung. Ich denke, dass eine Handy-Lösung mittelfristig der gangbarste Weg ist - aber dazu gehört jemand, der es in die Hand nimmt. Und wenn ich jetzt an unser Kabinett denke, fällt mir da niemand ein, der ein derartiges Projekt durchboxen könnte (tatsächlich Spahn noch als wahrscheinlichste Variante).
Aber wir könnten ja mal anfangen, die Unverträglichkeiten und Blutgruppe auf der Karte abzulegen. Das sollte ja noch relativ unverfänglich sein.

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12.11.2020, 18.24 Uhr
tannhäuser | Diskobolos...
...Ihre Sorgen sind völlig nachvollziehbar.

Dann kann ich Ihnen aber nur wünschen, niemals Unterlagen für einen EU- oder BU-Rentenantrag zugeschickt zu bekommen.

Denn erstens wissen Sie nicht, durch wieviele Hände Ihre Unterlagen bei der Rentenversicherung wandern (Wegen der Regel Reha vor Rente, also zuerst eine Kur, sind schon mal 2 Abteilungen mit keine Ahnung wie vielen Sachbearbeitern involviert) und zweitens müssen Sie ALLE Sie zuletzt behandelnden relevanten Ärzte, wozu auch der Kieferchirurg zählt, sollte Ihnen die Kauleiste wegfaulen und die Arbeitsfähigkeit beeinträchtigen, angeben und diese werden zur Stellungnahme aufgefordert.

Ich halte dahingehend eine verschlüsselte Angabe über Herpes oder auskuriertem Tripper auf der Chipkarte für nicht erniedrigend.

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12.11.2020, 19.06 Uhr
Micha123 | Corona als Chance von Änderungen im Gesundheitswesen
Das Thema mit der Gesundheitskarte ist sensibel, das ist klar und ich glaube, dass wir hier nun vom eigentlichen Thema abweichen, dass der Beitrag von mir gar nicht freigegeben wird. Aber es sollte sich jeder auch einmal Gedanken darüber machen.
Den irgendwie finde ich, kann es nicht so bleiben, gerade heute, wo man sämtliche technischen Möglichkeiten hat, welche die Arbeit des Gesundheitswesens erleichtern könnten.

Eine Handy Lösung... naja... es hat nicht jeder ein Smartphone und es will auch nicht jeder ein solches Gerät haben.
Hinzu kommen dann auch Kosten bzw. spätestens nach 4 Jahren macht die Software nicht mehr mit, weil das Betriebssystem nicht mehr updatet, weil das Gerät zu alt ist.
Ach, der Akku sollte auch immer ein wenig geladen sein, damit es funktioniert.

Die Gesundheitskarte ist schon der richtige Weg.
Bei Verlust der Karte.. wendet man sich an die Krankenkasse, welche alle Daten hat und sie neu aufspielt.
Auch dem Zahnarzt interessieren ein Medikamentenplan und Vorerkrankungen. Die Schwester am Tresen hat Schweigepflicht!
Eine PIN-Lösung für bestimmte Bereiche wäre angebracht, Notarzt und Notaufnahme haben dann den "Super-PIN" und können alles einsehen.

Machbar ist es.
Vielleicht zuerst auf freiwilligen Basis, vor allem bei chronisch Kranken Menschen.

Und die Blutgruppe und vielleicht einen Medikamentenplan könnte man wenigstens als Versuch dort speichern. Es wäre ein erster Schritt.

Ebenso müsste äußerlich auf der Karte, wenn dort schon ein Foto ist, wichtige Dinge wie:
Achtung Diabetiker Typ..!
Achtung Epileptiker!
Achtung Herzschrittmacher!
Achtung Störung der Blutgerinnung!
vermerkt sein.
Denn, der Patient ist nicht immer ansprechbar. Es ist nicht immer ein Angehöriger dabei oder eine Mappe mit allen Unterlagen.
Aber in der Regel ist der erste Blick, die erste Frage, die erste Suche - immer die nach der Versichertenkarte...

Und noch ein kleiner Nachtrag... zum Thema sensibler Datenschutz bei der Gesundheit...
Wer etwas wissen will, der findet es immer raus. Durchsucht zum Beispiel die Mülltonnen eures Nachbarn und dort findet man Nachweise über Krankheiten...
Denn wer macht seine Blister, Medikamentenpackungen, Windeln usw. schon unkenntlich?

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12.11.2020, 19.51 Uhr
Kobold2 | immer wieder
zum schmunzeln, wenn manch einer sich Gedanken um Datenschutz macht. Da werden halbe ( oder fast ganze) Lebensgeschichten in diversen Foren oder gar bei Facebook veröffentlicht, bei Amazon eingekauft sich von Netflix durchleuchtet gelassen und dann macht macht man sich vorher schon Gedanken, wenn mal die Chipkarte verloren gehen sollte. Das nenne ich mal umsichtig, Chapeau!

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12.11.2020, 20.45 Uhr
Micha123 | Datenschutz oder Gesundheit?
Genau so ist es, die, deren halbes Leben man im Netz einsehen kann (ganz einfach, legal, ohne Computer-Freak zu sein), das sind dann die, welche am lautesten schreien, wenn "sensible" Daten auf der Gesundheitskarte sind.
Das sind die, die in der Apotheke den Diskretion-Abstand nicht einhalten und schon vor dem Apotheker wissen, was bei der Kundschaft auf den Rezepten steht.
Oder an der Kasse im Supermarkt neben einen stehen, wenn man den PIN-Code eingibt und dann verstört gucken, wenn man sag "haben Sie alles mitbekommen?"
Und wir alle kennen genügend solche Leute...

Wie mueller13 erwähnte, dass Spahn vielleicht der Typ ist, welcher es in Berlin "durchboxen" könnte, dass das System genutzt wird, so wie es gedacht war.
Aber dann geht das riesige Parteiengeplänkel wieder los. Wo es nur um Macht geht und nicht um Fakten.
Man wird es auch nicht schaffen, dass man ein Impfregister einführt.

Und man sieht es doch jetzt schon, der "Kampf" um den Impfstoff. Das wird noch "lustig" werden.
Aber so ist es eigentlich nicht, denn hier geht es nicht um Öl oder Finanzen, sondern um die Gesundheit der Bevölkerung aller Länder.

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