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Do, 17:47 Uhr
26.11.2020
Umfassende Einblicke in die Stadt- und Regionalgeschichte

Neues Heft der Mühlhäuser Beiträge erscheint

Mit mehr als 20 Beiträgen zu Schwerpunkten in Geschichte und Naturkunde liegt pünktlich zum ersten Advent die 43. Ausgabe der Mühlhäuser Beiträge vor...

Mühlhäuser Beiträge (Foto: Anke Pfannstiel © Stadtverwaltung Mühlhausen) Mühlhäuser Beiträge (Foto: Anke Pfannstiel © Stadtverwaltung Mühlhausen)


„Auch, wenn wir auf die traditionelle, stets gut besuchte Präsentation in der Großen Ratsstube des Mühlhäuser Rathauses leider verzichten müssen, so kann sich die regionale Geschichtsszene doch erneut auf ein thematisch vielseitiges und qualitätsvoll illustriertes Heft freuen“, erklären Dr. Helge Wittmann, Stadtarchivar und Vorsitzender des Mühlhäuser Geschichts- und Denkmalpflegevereins, sowie der Direktor der Mühlhäuser Museen, Dr. Thomas T. Müller, für die Herausgeber.

Einmal mehr geben die seit 1978 erscheinenden „Mühlhäuser Beiträge“ umfassende Einblicke in die Stadt- und Regionalgeschichte. Drei Beiträge widmen sich beispielsweise der Mühlhäuser Stadtmauer, so zum jüngst restaurierten Abschnitt am Inneren Frauentor sowie zwischen Pforten- und Burgtor. Den provokanten Titel „Ein misshandeltes Baudenkmal“ trägt ein Aufsatz zur Georgiikirche. Auch die jungen Mühlhäuser Ortsteile Bollstedt, Grabe, Höngeda und Seebach finden mit geschichtlichen Abrissen zu den Mühlen im Heft wieder. Der umfangreichste Beitrag liefert aufschlussreiche Erkenntnisse zu einem Reliquienkreuz des Evangelischen Kirchenkreises. Darüber hinaus gibt es Texte zu Wüstungen in der Gemarkung Großengottern und der Nikolauskirche in Dachrieden.

Einen weiteren Schwerpunkt bilden naturkundliche Themen mit historischen Bezügen aber auch ganz aktuell. So beschreibt der Leiter des Nationalparks Hainich, Manfred Großmann, wie sich der Klimawandel in unserer Region auswirkt, anschaulich illustriert mit Fotos, Karten und Diagrammen. Weitere Beiträge widmen sich den Auswirkungen eines Vulkanausbruches in Island 1783 auf Mühlhausen, der Zauneidechse Reptil des Jahres 2020 im Unstrut-Hainich-Kreis sowie der Graureiherkolonie im Mühlhäuser Rieseninger.

Anlässlich des 75. Jahrestags des Endes des Zweiten Weltkrieges wurde ein Büchlein mit französischer Lyrik des 19. Jahrhunderts von der Redaktion ins Heft aufgenommen. Dieses wurde in einem französischen Kriegsgefangenenlager von deutschen Kriegsgefangenen übersetzt, illustriert und gebunden, darunter dem Mühlhäuser Adolf Bühner.

Wie gewohnt gibt es auch die Rubrik „Kalenderblätter“. Diese widmen sich unter anderem dem Mühlhäuser Fürstenkonvent vor 400 Jahren, dem Anschluss Mühlhausens an das Eisenbahnnetz vor 150 Jahren, der Einweihung des Gymnasiums am Lindenbühl und dem zweifachen olympischen Silbermedaillengewinn Hans Grodotzkis von vor 60 Jahren. In der Rubrik „Das historische Foto“ werden Stadtmauerfotos des späten 19. Jahrhunderts aus dem Bestand der Mühlhäuser Museen vorgestellt.

Das Heft kann ab dem 30. November 2020 zum Preis von 12 Euro im örtlichen Buchhandel und der Geschäftsstelle dieser Zeitung bezogen werden und ist auch bei den Mühlhäuser Museen erhältlich.
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