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Fr, 10:20 Uhr
17.06.2022
Kleines Bad Langensalzaer Kulturamt vor großen Herausforderungen

Nach dem Fest ist vor dem Fest

Noch läuft das Brunnenfest, das morgen mit dem Rosenball und der großen Open Air Party auf dem Jahnplatz den nächsten Höhepunkt erleben wird, da treffen im Kulturamt der Stadt die kulturellen Organisatoren schon letzte Vorbereitungen für die „Sommerlaune 2022“. Die uhz sprach mit Martina Schnell und Johannes Hölzer

Johannes Hölzer und Martina Schnell im eingedeckten Saal des Kultur- und Kongresszentrums (Foto: oas) Johannes Hölzer und Martina Schnell im eingedeckten Saal des Kultur- und Kongresszentrums (Foto: oas)

Viel Zeit zum Verpusten bleibt dem neuen Leiter des Kultur- und Kongresszentrums Sebastian Hölzer nach dem gelungenen Brunnenfest-Umzug am Sonntag nicht. Zwischen Fitness-Branchenkongress, dem Treffen der Thüringer Apothekenkammer und dem Landesparteitag der FDP steht im Terminkalender für morgen Abend der Rosenball. Der Saal ist schon vorbereitet, fleißige Gärtnerinnen zaubern gerade noch den floralen Schmuck dafür.

Aber der Blick des gelernten Verwaltungsfachwirts geht schon nach vorn, zum nächsten Highlight im Juli: der „Sommerlaune 2022“. An seiner Seite weiß er mit Martina Schnell eine erfahrene Frau, die als Kultur- und Veranstaltungsverantwortliche der Kurstadt seit dreißig Jahren im Geschäft ist. „Vor zwei Jahren entstand die Idee zur Sommerlaune“, erzählt sie. „Wir wollten das Zeitfenster während der Corona-Maßnahmen nutzen, um wenigstens im Sommer kulturelle Veranstaltungen anbieten zu können. Der Versuch, dafür das Arboretum zu nutzen war ein voller Erfolg und wurde von unserem Publikum gut angenommen.“ Bewusst suchten die Kulturamtsleute Künstler aus, die in interessante Nischen beheimatet sind. „Es hat uns die Motivation zur weiteren Arbeit gerettet nach den vielen Absagen, die wir hinnehmen mussten“, sagt die studierte Kulturwissenschaftlerin.

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So werden die „Sommerlaune“-Konzerte im Juli und Anfang August mit vier Events fortgeführt und erleben am 12. August ihren Höhepunkt mit einer extra langen und mit vielen Überraschungen gespickten Nacht. Mit den „Razzones“ am 15. Juli, den Musikkabarettisten Gankino Circus am 22. Juli, „Eagle and the men“ am 29. Juli sowie Simon & Jan am 5. August sind dann schon vier Abende im Baumpark gelaufen, die jeweils von anderen Gastronomen betreut werden.

Martina Schnell und Johannes Hölzer haben sich für den Herbst noch einiges mehr vorgenommen, fahren in ihren Vorbereitungen dabei aber auf Sicht und planen nicht mehr über längere Zeit hinaus.

Für den Herbst hat sich der inzwischen 60-jährge Pittipltsch angesagt und auch bei „Jan & Henry“ werden vor allem die Kinder auf ihre Kosten kommen. Eine Kabarettnacht mit drei verschiedenen Künstlern und die Hamburger Band „Albers Ahoi“ wollen die 570 Plätze im Kultur- und Kongresszentrum füllen, ehe das traditionelle Weihnachtskonzert den Veranstaltungsreigen für dieses Jahr beschließt.

„Wir sind sehr froh, mit der „Schlemmerei“ einen so verlässlichen gastronomischen Partner im Hause zu haben, der uns gerade in der schwierigen Phase zuletzt enorm geholfen hat“, ergänzt Johanes Hölzer, der seit 2018 im Kulturamt arbeitet und neben dem KKZ auch die städtischen Sportanlagen managt. „Uns geht es darum, viele kleine Rädchen in Bewegung zu setzen, um unseren Besuchern ein positives Gefühl zu vermitteln.“ Was dabei alles an Arbeit und Details zu erledigen ist, soll der Gast gar nicht bemerken.

Auch die Gottesackerkirche mit ihrem interessanten künstlerischen Programm liegt im Verantwortungsbereich der beiden Kulturorganisatoren. Und weil es nur ganze vier Mitarbeiter sind, die in Bad Langensalzas Verwaltung (in enger Zusammenarbeit mit der städtischen Firma KTL) für Kultur, Sport und Tourismus zuständig sind, haben die beiden leider keine Zeit, noch länger mit der uhz über ihre Pläne zu sprechen und machen sich wieder an die Arbeit. Eine Arbeit, die wir in Zukunft hier begleiten werden.
Olaf Schulze
Autor: osch

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