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Mi, 09:15 Uhr
03.01.2024
ifo Institut

Mehrheit zahlte Inflationsausgleich

Die Mehrheit der deutschen Unternehmen hat ihren Mitarbeitenden bereits einen steuer- und abgabenfreien Inflationsausgleich bezahlt. Das gaben 72 Prozent der vom ifo Institut befragten Personalleiter an...

Weitere 16 Prozent der Firmen planen, diese Prämie demnächst auszuzahlen. „Grund für die Auszahlung dieser Prämie ist vor allem eine höhere Motivation ihrer Mitarbeitenden“, sagt ifo-Expertin Daria Schaller. Bei 27 Prozent erfolgte die Auszahlung zudem als Teil eines Tarifabschlusses. Nur 12 Prozent der Befragten wollen keine Prämie auszahlen.

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Mit zunehmender Unternehmensgröße steigt die Bereitschaft zur Inflationsausgleichsprämie. Es sind 93 Prozent bei Unternehmen ab 500 Mitarbeitenden und 84 Prozent bei kleineren Betrieben. Firmen in der Industrie zahlten mit 93 Prozent (vollzogen oder geplant) häufiger als Unternehmen im Handel (86 Prozent) und bei den Dienstleistern (85 Prozent).

71 Prozent der Befragten sehen die Prämie als zusätzliche Möglichkeit, die Mitarbeitenden zu motivieren. Gut die Hälfte (56 Prozent) nutzt damit den steuerlichen Vorteil aus. 49 Prozent geben als Grund ihre Wettbewerbsfähigkeit auf dem Arbeitsmarkt an. „Kleine Firmen stellen vor allem die Motivation ihrer Belegschaft in den Vordergrund, große Unternehmen zahlen öfter bei einem Tarifabschluss“, sagt Schaller.

Die sogenannte Inflationsausgleichsprämie erlaubt es Arbeitgebern seit dem 26. Oktober 2022, ihren Beschäftigten steuer- und abgabenfrei einen Betrag bis zu 3.000 Euro zu gewähren. Dies hat die Bundesregierung per Gesetz als Teil des dritten Entlastungspakets als Antwort auf die erhöhten Energiepreise festgelegt. Hierbei handelt es sich um eine freiwillige Leistung. Die Möglichkeit der Auszahlung dieser Prämie gilt bis Ende 2024. In manchen Tarifverträgen wurde die Prämie zudem als allgemein verbindlich beschlossen.
Autor: red

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Kommentare
Jäger53
03.01.2024, 11:48 Uhr
Inflationsausgleich
Ich frage mich, wann bekommen die Rentner endlich einen Inflationsausgleich?, während sich die Regierung diesen Ausgleich jeden Monat gönnen tut.
diskobolos
03.01.2024, 12:24 Uhr
Ein Inflationsausgleich für Rentner
erfolgt mehr oder weniger automatisch mit den Lohn-/Gehaltssteigerungen. Tatsächlich wurden die Renten (Ost) in den letzten beiden Jahren um insgesamt ca. 12,3 Prozent erhöht. Die z. B. durch Tarifverträge festgelegten Steigerungen werden sich auch weiterhin auf die Renten entsprechend auswirken.
Leser X
03.01.2024, 13:13 Uhr
diskobolos
Ich hoffe, Sie haben Recht. Es gibt nämlich inzwischen erste Bestrebungen in der Politik, die Rentenerhöhungen in Zukunft von den Lohn- und Einkommenssteigerungen zu entkoppeln.
sputnik
03.01.2024, 13:46 Uhr
@diksbolus
12, ... Prozent hört sich ja erst einmal viel an, ist es aber real gar nicht.
1. Gibt es die Rentenerhöhung immer erst zum 1. Juli des laufenden Jahres. Also alles was an Kostensteigerungen bis dahin war belastet alle Rentner und das wird auch danach nicht abgefangen.
2. Nehmen wir die Inflation im letzten Jahr (Juli bis Juli bis zur nächsten rentenanpassung) laut Statistischem Bundesamt mit etwa 8,3. So ergfibt sich auch da wieder ein realer Einkommens- und Rentenverlust. Auch die gezahlte einmalige Energiepauschale von 300 Euro konnte die Teuerungswelle auf dem Sektor nicht ausgleichen.
3. Nach dem was sich unsere Beamten und Staatsdiener pünktöich und fortlaufend an Erhöhung und Inflationsausgleich (3000 €) geleistet (zugeschanzt) haben, ist auch die angeblich so opulente Rentenerhöhung im letzten Jahr von 6, ... eigentlich jämmerlich.
4. Rentenangleichung laut Bundeskanzler usw. - klingt erst einmal schön, der Teufel liegt aber auch hier im Detail. Angleichungsfaktroen für die Ost-Rentner fallen im gleichen Zuge weg bei der Neuberechnung, also fällt die Rente dann bei vielen im Vergleich zum Westen auch sehr kläglich aus.

Also wo bleibt der wirkliche Inflationsausgleich für Rentner und andere genauso betroffene Personengruppen?
Mit dem Wegfall der 7 Prozent Merhwertsteuerermäßigung, Vergünstigen für die Landwirte, die unsere Enährung tagtäglich sichern, CO2-Bepreisung steigt auch wieder, LKW-Maut - dann auch ab 3,5 Tonnen?
Am Ende wird die ganze Last wieder auf die kleinen armen Leute und Steuerzahler abgewälzt.
Dann das 60 Milliarden-Fiasko der Bunbdesregierung? Rechtsexperten, auch aus Thüru´ingen hatten rechtzeitig vorher gewarnt, dass die vogenommene Umwidmung der Corona-Hilf in dieser Höhe, rechtlich gar nicht zulässig sei. Aber in Berlin wollte man das ja nicht hören und wissen. Ähnlich wie bei der Be"Scheur"ten Maut als absolutes CSU-Prestige-Objekt. Wieder blutet der Steuerzahler für eklatante Fehler der Bundespolitik. Aber die Minister sind dafür ja nicht persönlich haftbar.
Viele Rentner und andere Gruppen müssen schon genau überlegen, ob sie die Heizung noch anmachen und überhaupt bezahlen können. Und so kann mman vieles Wietere noch anführen.
Jäger53
03.01.2024, 17:45 Uhr
Inflationsausgleich für Rentner
Ich habe einen Bekannten der mit Renten zu tu hat. Und diese Person sagte mir das den Rentnern genau das was diskobolos schreibt untergejubelt wird. Ein Inflationsausgleich war bis zum heutigen Tage nie mit dabei. Solche Gelder hätten mit der Rente nichts zu tun und werden immer extra ausgezahlt.
diskobolos
03.01.2024, 21:09 Uhr
Ein Beitrag zur Versachlichung
Die gesetzliche Rente wird zu 2/3 aus den Beiträgen finanziert. Das letzte Drittel aus Steuern, letztlich auch für betragslose Rententeile (wie "Mütterrente" und "Rente mit 63"). Ein Inflationsausgleich ist weder vorgesehen noch nötig. Er wäre sozusagen "systemfremd". Es gehört m. E. zu den Vorzügen unseres Rentensystems, dass man durch die eingezahlten Beiträge einen Anspruch gegen den Staat erwirbt (und nicht in jedem Jahr nach Kassenlage entschieden wird, wie hoch die nächste Rente ist.) Wenn die Löhne und Gehälter die Inflation ausgleichen, machen dies langfristig auch die Renten. Über eine Erhöhung von 12,3 Prozent in 2 Jahren hätte sich mancher Arbeiter/Angestellter sicherlich gefreut. Eine Rechnung über 1 Jahr ist da ziemlich unsinnig. Auch die Einkommen steigen nicht immer in jedem Jahr.

Der Sinn des s. g. steuerfreien Inflationsausgleichs ist doch ein besonderer: Er bietet den AG die Möglichkeit, den AN ein kostengünstiges Trostpflaster als steuerfreie Einmalzahlung zu zahlen. Ob und in welcher Höhe es angewendet wird, ist Ergebnis von Tarifverhandlungen. Gäbe es die Möglichkeit nicht, wäre es für die AG wesentlich teurer geworden. Echte Tariferhöhungen würden nämlich dauerhaft erhalten bleiben. Eine Lohn-Preis-Spirale würde entstehen.

1974 setzte die damalige ÖTV eine Tariferhöhung von 11 Prozent durch. Davon können die Beschäftigten im Ö. D. heute nur träumen. Die Diäten der Abgeordneten und Ministergehälter orientieren sich an den Gehältern höherer Beamter. Das ist im Prinzip richtig.

Für eine sachliche Bewertung sollte sich mancher Kommentator mal damit beschäftigen, welcher Strauß von Ursachen zur Inflationswelle geführt hat. Dann würde klar, dass ein vollständiger Ausgleich z. B. durch Schuldenmachen nicht die Lösung sein kann.

Inwieweit die gewährten Inflationsausgleiche die Durchschnittseinkommen (und damit die Renten) erhöhen, könnte vielleicht jemand sagen, der einen solchen erhalten hat. Wenn darauf Rentenbeiträge zu zahlen sind, dürfte es jedenfalls im Prinzip so sein.
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